Bühne

Die kleine Hexe hat viele junge Fans

Die kleine Hexe feiert Weihnachten im Bürgerzentrum – einer der letzten Veranstaltungen des Kulturvereins im Jahr 2022.
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Die kleine Hexe feiert Weihnachten im Bürgerzentrum – einer der letzten Veranstaltungen des Kulturvereins im Jahr 2022.

Der Kulturverein unter Leitung von Henning Conrads sorgte wieder für volles Haus im Bürgerzentrum.

Von Theresa Demski

Als die kleine Hexe zum ersten Mal die Bühne betritt, recken die Kinder die Hälse. Ihr rotes, langes, schönes Haar sitzt fest unter der Hexenmütze, ihr Kleid und die rot-weiß gestreifte Hose flattern hinter ihr her. Die Kinder sind hingerissen. Lisbet, die kleine Hexe, wird von ihrem Publikum sofort ins Herz geschlossen. „Gute Zeit, seid ihr bereit?“ singt die kleine Hexe. Beim ersten Mal sind die Rufe aus dem Publikum noch zurückhaltend. Beim zweiten Mal schallt ihr schon ein fröhliches, lautes „Ja“ entgegen. Die kleine Hexe singt, kreischt ein bisschen, sie rockt und verwandelt ihren Flugbesen kurzerhand in ein Mikrofon und die Kinder kichern fröhlich.

Mit der Einladung des Wittener Kinder- und Jugendtheaters hat der Wermelskirchener Kulturverein den Kindern ein besonderes Geschenk unter den Baum gelegt. 300 Jungen und Mädchen aus Kitas und Grundschulen sind am Mittwochmorgen ins Bürgerzentrum gereist – zu  „Die kleine Hexe feiert Weihnachten“. Schon zur Begrüßung wird gejubelt, als Bürgermeisterin Marion Lück und Henning Conrads vom Kulturverein die Kinder gefragt hatten, woher sie kommen.

Und nun recken sie also die Hälse, um keinen Moment zu verpassen. Dem Kulturverein ist es gelungen, ein Stück voller Witz und guter Nachrichten, illustrer Gestalten und pfiffiger Effekte nach Wermelskirchen zu holen: Die Schauspieler verausgaben sich vor lauter Spielfreude, die Geschichte nach den berühmten Büchern von Lieve Baeten sorgt für ordentlich Weihnachtsstimmung. Und die Melodien, mit denen das Stück gespickt ist, laden zum Mitschunkeln ein.

Die kleinen Theaterbesucher beweisen trotz des wunderbaren Stückes und der engagierten Schauspieler, aber auch echtes Sitzfleisch. Denn gerade für die Jüngsten sind 70 Minuten Theater eine kleine Herausforderung. Und obwohl es am Ende gelegentlich etwas unruhig in dem großen Saal  wird, sind die jungen Theaterfreunde bei der Sache. Sie unterstützen die kleine Hexe auf der Suche nach Hexenkind Trixi. Das Mädchen ist auf dem Flugbesen der kleinen Hexe davon geflogen und nun muss Lisbet die Verfolgung aufnehmen – um die Weihnachtshexe nicht zu verärgern. „Jetzt wird gehext“, ruft die kleine Hexe, zieht eine große, schwarze Kiste nach vorne auf die Bühne und lehnt sich bedeutungsschwer über den Rand. Sie zeigt den Kindern die leere Kiste – und wieder recken sich die Hälse. Um ihren kleinen Schneebesen aus der Küche in einen Flugbesen zu verwandeln, sagt sie allerhand Zaubersprüche auf: Und dann holt sie – zur großen Begeisterung der Kinder – einen immer größer werdenden Schnee-Flugbesen aus der zuvor leeren Kiste.

Überraschungen bringen Kinder zum Lachen

Es sind diese kleinen, unerwarteten Einlagen, die die rund 300 Kinder immer wieder zum Geschehen auf der Bühne zurückkehren lassen: Der laute Brummbär, der nur seine große Pfote zeigt, gehört dazu. Und die Musik-Hexe, die mit allerhand Instrument behangen ist. Und erst recht die Bastel-Hexe, die das Bühnenbild mit wenigen Handgriffen immer mal wieder kunstvoll verändert. Ein großes Vergnügen für die Kinder sind auch die beiden albernen Hexen auf hochhackigen Glitzerschuhen. Auch Katze „Mietz“ sorgt für fröhliches Gekicher. Und trotzdem führen die beiden angeregte Gespräche.

Bevor der Vorhang im Bürgerzentrum dann endgültig fällt, wird es noch kurz besinnlich: Dann steht die kleine Hexe mit ihren Freunden auf der Bühne und beginnt ein letztes Mal zu singen. „Freunde sind manchmal genauso wie Familie“, singen die Schauspieler. Und: „Jeder ist verrückt auf seine Art“.

Hintergrund

Erst das Kindertheater, am Donnerstag nun die ausverkaufte Veranstaltung „Gregorian Voices“: Damit schließt die Saison des Kulturvereins, die dank des Einsatzes der Ehrenamtlichen möglich geworden ist.

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