Probleme

Die Kirmes soll barrierefreier werden

Rollstuhlfahrer haben auf der Kirmes in Wermelskirchen kein leichtes Leben.
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Rollstuhlfahrer haben auf der Kirmes in Wermelskirchen kein leichtes Leben.

Beirat wünscht sich mehr Unterstützung bei Großveranstaltungen.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Nach den letzten Großveranstaltungen in der Innenstadt klingelte bei vielen Mitgliedern des Beirats für Menschen Behinderung das Telefon: Bürger wiesen darauf hin, dass sie auf Hürden gestoßen seien.

So seien etwa bei der Kirmes kaum behindertengerechte Toiletten zu finden. „Nur im Rathaus und am Bahnhof“, sagt Petra Sprenger, Vorsitzende des Beirats für Menschen mit Behinderung. Denn genau genommen seien die behindertengerechten Toiletten in den Cafés am Wegesrand ja nicht öffentlich. Und andere Restaurants seien erst gar nicht barrierefrei.

Nicht genügend Parkplätze für Menschen mit Behinderung

Ein weiteres Problem: Es gebe während großer Veranstaltungen in der Stadt nicht genug Parkplätze für Menschen mit Behinderung. Früher seien die Parkplätze an der Telegrafenstraße und der Carl-Leverkus-Straße während einer Großveranstaltung ersetzt worden. Konnte der Parkplatz vor der alten Post etwa wegen einer Straßensperrung zu A la Carte oder zum Fest nicht angefahren werden, zeichnete die Stadt einen Parkplatz für Menschen mit Behinderung auf dem Rathausparkplatz aus und schuf so Ersatz. „Das ist jüngst nicht mehr gemacht worden“, sagt Petra Sprenger, „es ist uns wichtig, dass wir zu dieser Regelung zurückkehren.“

Auch an einer weiteren Stelle wünscht sich der Beirat zu Großveranstaltungen – wie der Kirmes – in der Innenstadt Unterstützung: Die Schwellen, mit denen etwa Kabel und Leitungen auf den Straßen und Wegen abgedeckt werden, könnten für Menschen mit Rollstuhl oder Rollator zu einem gefährlichen Hindernis werden. „Sie sind zu steil und längst nicht mit jedem Rollstuhl passierbar“, sagt Petra Sprenger. Wer mit einem elektrischen Rollstuhl unterwegs sei, könne an diesen Stellen sogar umkippen. Bürgermeisterin Marion Lück empfahl im Beirat, über diese Vorschläge mit der Verwaltung ins Gespräch zu kommen – anstatt einen entsprechenden Antrag in den Sozialausschuss zu geben. Die Idee nahm der Beirat auf.

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