Karussells auf dem Schwanenplatz

Die Kirmes ist ein voller Erfolg

Trotz immer wieder einsetzenden Regens war der Schwanenplatz auch gestern gut besucht. Foto: Doro Siewert
+
Trotz immer wieder einsetzenden Regens war der Schwanenplatz auch gestern gut besucht.

Noch bis einschließlich Sonntag drehen sich die Karussells auf dem Schwanenplatz.

Von Anja Carolina Siebel

Arne Feldmann kann sich das Schwärmen nicht verkneifen. „Besser hätte es eigentlich unter den gegebenen Voraussetzungen nicht laufen können“, sagt der Leiter des Wermelskirchener Ordnungsamtes, wenn man ihn nach der Kirmesbilanz der Stadt fragt. „Es lief alles gut, sogar das Wetter hat an den meisten Tagen gestimmt.“

Man habe bemerkt, sagt Arne Feldmann, dass die Leute sich nach einem solchen Volksfest gesehnt hätten. Und als dann nach der spontanen Ratssitzung am Donnerstagabend noch feststand, dass zum Kirmesende am morgigen 12. September doch noch der verkaufsoffene Sonntag stattfinden wird, seien auch die Schausteller hocherfreut gewesen.

Feldmann: „Wir haben eine Whatsapp-Gruppe mit den Händlern eröffnet, in der wir uns austauschen über Kirmesbelange. Als dann klar war, dass am Sonntag die Geschäfte öffnen können, gingen in der Gruppe reihenweise die Daumen hoch, denn natürlich ist es für die Schausteller auch noch mal positiv, wenn in der Stadt einiges los ist.“

Über mangelnde Besucherzahlen konnten sich die Veranstalter der Kirmes indes während der gesamten Woche nicht beschweren. „Besonders abends füllte es sich immer merklich.“ Das Publikum sei insgesamt gemischt gewesen, berichtet der Ordnungsamtsleiter: „Am ersten Freitag waren es vorwiegend ältere, am Wochenende und am Familienmittwoch dann Familien mit Kindern, die über den Kirmesplatz schlenderten.“

Gut angekommen sei der Bogenschießstand an der Jahnstraße. „Den wollen wir auf jeden Fall noch mal engagieren. Da war immer jede Menge Betrieb.“ Aber auch die Betreiber der Fahrgeschäfte hätten guten Umsatz gemacht bisher.

Lange war wie berichtet nicht klar, ob die Herbstkirmes 2021 wirklich stattfinden konnte. Die Corona-Pandemie versetzte die Veranstalter monatelang in eine unsichere Lage. Seit Frühjahr hatten die Mitarbeiter des Ordnungsamtes zusammen mit dem Remscheider Schausteller Frank Schmidt aber fleißig geplant, um dem Publikum wenigstens die Alternativ-Kirmes anbieten zu können. Genau 30 Schausteller waren es, die diese Kirmes mitgestalteten. „Sie hatten zum Glück alle auch eine Woche später als gewöhnlich Zeit“, freut sich Arne Feldmann. Normalerweise sei der Terminkalender der Schausteller während der Sommer- und Frühherbstzeit prall gefüllt. „Weil es derzeit aber noch nicht so viele Veranstaltungen gibt, hatten wir Glück.“

Die Familie Schmidt wird mit Fahrgeschäften und kulinarischen Köstlichkeiten nach Ende der Wermelskirchener Kirmes direkt weiterziehen in die Nachbarstadt Remscheid und ihre Wagen für die dortige Herbstkirmes aufbauen. Vom 17. bis 26. September drehen sich nämlich auf dem Remscheider Schützenplatz die Karussells. Unter anderem der beliebte Autoscooter und der Breakdancer. Auch in Remscheid gilt auf dem Festplatz die 3G-Regel, das heißt, nur Getestete, Genesene oder Geimpfte dürfen den Kirmesspaß genießen. In Wermelskirchen habe das Konzept mit den Security-Leuten vor den Eingängen „prima funktioniert“, resümiert der Ordnungsamtsleiter. „Klar wundern sich manche mit ungültigem Test, dass sie dann doch nicht auf den Platz dürfen, aber das waren Einzelfälle.“

Gestern, am Freitag schaute Arne Feldmann noch fast stündlich auf seine Wetter-App. „Wir hoffen aber, dass es zum Wochenende nochmal trocken bleibt und wir einen guten Abschluss auf dem Schwanenplatz haben.“

Vorfreude auf die Feste im Jahr 2022

Für 2022 plant das Ordnungsamt Kirmes wieder „ganz normal“. Im Frühjahr zusammen mit dem Fest soll die Kirmes wieder auf dem Schwanenplatz stattfinden. Im Herbst soll es dann wieder Trubel und Feiern in der ganzen Stadt geben. „Allerdings sind wir am Loches-Platz ja etwas eingeschränkt, weil wir ja noch nicht wissen, wie weit die Bauarbeiten bis dahin fortgeschritten sind“, räumt Feldmann ein. Aber: Der Krammarkt wird an den fünf Kirmestagen wieder stattfinden. Und das große Höhenfeuerwerk soll es auch wieder geben.

Kirmes bei den Nachbarn

Die Remscheider Herbstkirmes beginnt am Freitag, 17. September, und endet am Sonntag, 26. September. Es ist die erste Remscheide Kirmes, die die Familie Schmidt als Schausteller organisiert, zuvor lag die Organisation in der Hand des Schützenvereins. Öffnungszeiten: montags bis samstags 14 bis 22 Uhr, sonntags 11 bis 22 Uhr. Auf Facebook kündigten die Organisatoren zuletzt als Teilnehmer unter anderem Darmanns Schlemmer Ecke, Fuhrmanns Zum Braukessel und Andersens Waffelbäckerei an. Für den Gaumen gibt es also reichlich.

Standpunkt: Eine runde Sache

Von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga.de

Das war eine runde Sache. Das Kirmeskonzept der Wermelskirchener Veranstalter ist – wieder mal – aufgegangen. Schon immer war Wermelskirchen ein Garant für gute Kirmesveranstaltungen. Die Schausteller kommen gern und die Plätze sind immer gut besucht. Aber auch jetzt unter Corona-Bedingungen hat es funktioniert. Das ist sowohl den Veranstaltern zu gönnen, die sich Jahr für Jahr mühen, eine attraktive Kirmes auf die Beine zu stellen, als auch den Gästen, die lange darauf gewartet hatten, endlich wieder ein Volksfest besuchen, sich treffen und in ungezwungener Atmosphäre miteinander ein bisschen feiern zu können. Freuen dürfen wir uns jetzt wohl alle aufs nächste Jahr. Denn 2022, davon geht Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann sicher aus, soll es wieder eine Kirmes geben, wie wir sie alle seit Jahren kennen und schätzen. Mit allem, was dazugehört, eben: Krammarkt, Weindorf an der Katt, Matinee an der Eich und dem großen Feuerwerk zum Kirmesabschluss am letzten Dienstag. Es heißt also Daumen drücken, dass das nächste Jahr wieder ein halbwegs „normales“ ohne Pandemiesorgen wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare