Die Kirche soll zu einem „Haus des Lebens“ werden

Pfarrerin Almuth Conrad ist offen für Veränderung und freut sich auf Ideen und Impulse für die Kirche in Unterburg. Foto: Christian Beier
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Pfarrerin Almuth Conrad ist offen für Veränderung und freut sich auf Ideen und Impulse für die Kirche in Unterburg.

Zweite Runde der Perspektivgespräche fand am Wochenende in Unterburg statt

Von Jutta Schreiber-Lenz

Welche Art von geistlichem Input ist künftig in der Kirche Unterburg gewünscht? Vielleicht meditative Taizé-Andachten, Zehn-Minuten-Impulse, abendliche Gottesdienste zum Wochenendbeginn oder eine Fortführung der aktuell angebotenen Sonntagnachmittagsandachten? Soll der große, helle, nun durch die fehlenden historischen Kirchenbänke vielseitig nutzbare Raum Chören oder Musik-Ensembles zur Probe zur Verfügung stehen?

„Wir setzen auf Gemeinsamkeiten.“

Pfarrerin Almuth Conrad

Das waren nur einige Beispiele, wie eine konkrete Umsetzung der seit vergangenem Herbst zusammengetragenen Ideen zur Neubelebung der Kirche in Unterburg aussehen könnte. Es ging auch um Fragen wie: Soll es Kinder- und Jugendangebote geben und wenn ja, welche? Oder Mal- und Bastel- Workshops? Wie ist das mit dem Außengelände, könnte zusätzlich zu der bislang fest geplanten Wildwiese noch ein Insektenhotel entstehen und vielleicht, passend zu freien Rasenflächen für Spiel- und Sport, der alte Lagerfeuerplatz reaktiviert werden?

Die Perspektivgruppe zur Profilfindung und künftigen Nutzung des alten, im vergangenen Sommer stark beschädigten Gebäudes hatte am Sonntagnachmittag zu einem zweiten Perspektivgespräch vor Ort eingeladen. Das erste war im Oktober gewesen und hatte im Januar mit dem offiziellen Arbeitsauftrag an das Presbyterium, ein Nutzungskonzept zu erarbeiten, zusätzlichen Nachdruck erhalten. Ein „Haus des Lebens“ soll hier entstehen, formulierte Pfarrerin Almuth Conrad vor den gut 20 Interessenten. Sie waren gekommen, um aus den bislang gesammelten Ideen nun konkrete Projekte zu formen und sie auf den Weg zu schicken.

„Haus des Lebens“ – das meine ausdrücklich weltliches wie geistliches, sagte Almuth Conrad. So begreife sie Kirche als Ort an dem Menschen sich mit verschiedenen Bedürfnissen und Anliegen treffen könnten. Kulturelles wie Konzerte oder Lesungen seien ebenso damit gemeint wie Kindernachmittage, Seniorentreffs oder eben ein vielfältiges Angebot rund um den Glauben. „Wir haben uns nach der Flut auf den Weg gemacht, diese Kirche hier in Unterburg ein sicht- und spürbar neues Profil zu geben“, sagte Conrad und das gehe nur übers Ausprobieren. Die Dynamik, die somit entstehe, sei gewollt, auch mal in Sackgassen zu stecken, okay. Wichtig sei, die Beteiligung möglichst vieler, um das Gedachte umzusetzen. Dabei bräuchte nun niemand Angst zu haben, plötzlich „alleine eine Verpflichtung für die Organisation einer Gruppe oder einer Veranstaltungsreihe an der Backe zu haben. Wir setzen auf Gemeinsamkeit“.

An überdimensionalen Schreibblöcken mit verschiedenen Arbeitstiteln wartete jeweils ein Mitglied der Perspektivgruppe auf Mitstreiter. Spontan sollten sich die Besucher dorthin verteilen, wo sie am liebsten mitarbeiten würden. Das Außengelände schien ein Herzensthema für viele zu sein, gefolgt von den Stichworten Spiritualität, Kinder- und Jugendarbeit und Lesen. Für Letztere setzt sich Dr. Birgit Siekmann ein, die bisher bereits für viel neues Leben in der Kirche gesorgt hat: Gemeinsam mit Regine Brabender zeichnet sie für die neue bunte Kulturreihe verantwortlich, die auf viel Resonanz stößt. Die Ergebnisse dieser Erstkontakte sollen über einen Newsletter bekannt gegeben werden, kündigte Almuth Conrad an.

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