Wermelskirchen

Die Kinder wachsen über sich hinaus

Ein großes Vergnügen: Die Clowns begeisterten beim Schulzirkus in Tente mit witzigen Einlagen.
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Ein großes Vergnügen: Die Clowns begeisterten beim Schulzirkus in Tente mit witzigen Einlagen.

Mehr als 200 Grundschüler aus Hünger und Tente zeigen im Zirkuszelt ihr Können

Von Theresa Demski

Es ist Zirkus-Saison in Wermelskirchen. Ob in der Grundschule oder beim Herbstferienprojekt: Jungen und Mädchen aus Wermelskirchen versuchen ihr Glück in der Manege. Auch der Projektzirkus Proscho ist nicht zum ersten Mal in der Stadt zu Gast.

Aber ein Besuch in der Manege der Familie Maatz ist auch in der Wiederholung erlebenswert – denn den Artisten gelingt etwas Seltenes: Jedes Kind scheint hier seinen Raum zu bekommen. Ohne Hast und ohne Druck, aber mit viel Zutrauen in seine Fähigkeiten. Und das können Eltern und Großeltern im Zirkuszelt in Tente beobachten.

Gleich vier Aufführungen stehen hier auf dem Programm, weil mehr als 200 Grundschüler aus Hünger und Tente ihr Können zeigen.
Schon der Aufwand, den das Zirkusteam für die Kinder betreibt, erzählt von echter Wertschätzung. Musik, Licht, Kostüme, Schminke: Die Grundschüler schnuppern hier echte Zirkusluft. Das Popcorn ist vorbereitet, die Käsesauce für die Nachos blubbert im Kessel und die Lichterkette leuchtet über der Kuppel des großen Zelts.
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Die Kinder scheinen diese Atmosphäre einzuatmen: In großer Ernsthaftigkeit laufen sie in der Manege auf. Sie haben teilweise Unglaubliches in der Projektwoche vor den Abschlussvorführungen gelernt – und den Mut für echte Artistik aufgebracht. Dann schweben sie viele Meter hoch über der Erde auf dem Trapez und bauen dabei Pyramiden. Oder sie klettern mit Gläsern auf der Stirn über Leitern. Das Zirkus-Team hat den Kindern etwas zugetraut – und die Jungen und Mädchen haben den Raum genutzt. Das gilt für die Clowns genauso wie für die Kinder, die in die Rolle der Raubtiere schlüpfen, für die Artisten, die am Boden bleiben und genauso für jene, die in der Luft schweben oder auf dem Seil tanzen.

Und noch etwas ist auffällig: Wenn ein Kunststück nicht beim ersten Versuch gelingt, dann nehmen sich die Trainer auch während der großen Show Zeit. Ein Mädchen zeigt sein Können mit dem Hula-Hoop-Reifen, aber beim schwersten Teil der Nummer, fällt der Reifen zu Boden. Die Schülerin ist verunsichert und will den Rückzug antreten. Monti Maatz macht ihr Mut für einen zweiten und dann für einen dritten Versuch – während die Zuschauermenge die Show gespannt verfolgt. Das Kunststück gelingt, das Mädchen strahlt und der Beifall des Publikums fällt umso größer aus.

Einen Moment später fällt einem Jungen auf der Leiter beim Balancieren das Glas von der Stirn. Geknickt klettert er zu Boden. „Nochmal“, ruft Manuela Maatz dem Jungen zu. Und er klettert wieder hinauf – mit durchschlagendem Erfolg und unter riesigem Jubel.

„Wir hoffen, dass die Schüler etwas für sich mitnehmen aus dem Projekt.“

Marion Klein, Leiterin der Grundschule am Haiderbach

„Wir hoffen, dass die Schüler etwas für sich mitnehmen aus diesem Projekt“, hat Marion Klein, Leiterin der Grundschule am Haiderbach zu Beginn der Projektwoche gesagt. Wer die Abschlussaufführungen verfolgt, hat keinen Zweifel: Die Kinder sind gewachsen.

Hintergrund

Kontakt: Manuela Maatz, Tel. (0160) / 4421081, bzw. Lara Maatz, Tel. (0174) 5351634 oder per E-Mail unter info@circus-proscho.de. Infos unter:
www.circus-proscho.de

Das Projekt soll Kindern nicht nur einen Einblick in die Zirkuswelt bieten, sondern auch die Gelegenheit, ihre eigenen Fähigkeiten und Grenzen kennenzulernen und notfalls auch zu überwinden. In der ungezwungenen Zirkusumgebung werden Fähigkeiten und Talente entdeckt und gefördert, die sonst kaum entdeckt würden.

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