Die Hoffnung gibt mir Schwung und Mut, das neue Jahr anzugehen

Pfarrer Uwe Leicht von der Stiftung Tannenhof. Archivfoto: mis
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Pfarrer Uwe Leicht von der Stiftung Tannenhof. Archivfoto: mis

Pfarrer Uwe Leicht über ein mögliches Ende der Corona-Pandemie

Von Uwe Leicht, Pfarrer in der Evangelischen Stiftung Tannenhof

Ach, wie sehr sehne ich mich danach, andere Menschen uneingeschränkt willkommen heißen zu können. Wie sehr möchte ich selbst von anderen freundlich und offen begrüßt werden. Unser Alltag hat sich so sehr verändert in diesen beiden letzten Jahren. Überall Hinweisschilder 2G, 3G, 2G plus und so weiter. Wir reichen uns schon lange die Hand nicht mehr, sondern bestenfalls den Ellenbogen (mit Ellenbogen kennen wir uns in unserer Gesellschaft ja aus, kommentierte kürzlich ein Kabarettist).

Deutlicher noch begegnen wir uns mit der geballten Faust. Auch wenn dieses aus epidemiologischer Sicht sicherlich angemessen ist, so ist es doch auf der Bildebene befremdlich und das Gegenteil eines herzlichen Willkommens. Weihnachten in engsten Familienkreis. Kaum ein Gottesdienstbesuch, Silvester ohne ausgelassene Feste und großes Feuerwerk.

Licht am Ende des Tunnels. Vielleicht gewöhnen wir uns in diesem Neuen Jahr an das Virus. Schwächt sich seine krankmachende Wirkung ab und kommen wir von der Pandemie zur Epidemie, wie Christian Drosten vor ein paar Tagen seine Perspektive aufzeichnete.

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam etwas mehr Normalität hinbekommen würden, das wäre mir sehr willkommen. Licht am Ende des Tunnels. Glaubensleute sind Hoffnungsleute. Wie aus einer anderen Zeit wirkt das Bibelwort für dieses Jahr. Jesus sagt da: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“ (Joh 6,37)

Ohne Vorbehalt, ohne Hinweisschild und Verhaltensregel sagt das jemand: „Herzlich willkommen, schön, dass du da bist, schön, dass es dich gibt.“ Das richtet mich auf, gibt mir Schwung und Mut, das neue Jahr anzugehen und darauf zu vertrauen, dass es Licht am Ende des Tunnels gibt. Impfen, boostern, Abstand wahren und doch verbunden blieben miteinander über die Kommunikationsformen, die gehen, damit wir am Ende dieses Jahres zu dem Leben zurückgefunden haben, was uns Menschen auch ausmacht, denn wir sind doch alle soziale Wesen.

Ich wünsche Ihnen eine gutes, ein gesegnetes Neues Jahr 2022.

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