Ausbildung

Die Besten ihres Jahrgangs stehen zum Handwerk

Elena Zieba, Medina Berisha und Teresa Laturnus arbeiten in Bäckerei und Tischlerei

Von Lena Steffens

Wermelskirchen. Sie können echt stolz auf sich sein: Medina Berisha, Elena Zieba und Teresa Laturnus haben ihre Ausbildungen im Handwerk in diesem Jahr mit sehr guten Noten bestanden.

Die Landbäckerei Bauer in Hückeswagen konnte nach der Ausbildungszeit gleich zwei ihrer ehemaligen Lehrlinge übernehmen. Berisha und Zieba haben ihre Ausbildungen im Bereich Lebensmittelhandwerk mit dem Schwerpunkt Bäckerei gemacht.

Elena Zieba.

Die 20-jährige Medina Berisha aus Wermelskirchen ist durch ihr Hobby zu der Ausbildung gekommen. „Ich koche und backe auch in meiner Freizeit gerne. Und ich gehe sehr gerne mit Kunden um“, erzählt sie. Am besten habe ihr in der Ausbildung „das Team gefallen“.

Elena Zieba ist 23 Jahre alt und hat ebenfalls in der Landbäckerei Bauer gelernt. „Ich arbeite sehr gerne mit Menschen zusammen und habe auch schon vor meiner Ausbildung in der Gastronomie gearbeitet“, erzählt sie. „Was ich sehr gut an der Ausbildung fand: Wir haben in der Schule gebacken, zum Beispiel Teilchen und Brötchen, da hat man dann die Produkte auch richtig kennengelernt.“ Zieba war die Jahrgangsbeste in der Ausbildung, für ihre Leistung wurde sie mit einer Ehrenurkunde belohnt.

Teresa Laturnus.

Nicole Bauer, die mit ihrem Bruder Christian Bauer die Bäckerei leitet, erzählt, was ihre ehemaligen Auszubildenden besonders gut gemacht haben: „Medina war ganz großartig, wenn es also darum ging, die Theken neu herzurichten und umzugestalten. Sie war zudem sehr nah am Kunden. Medina hat ihre Ausbildung daher sehr gut bestanden“, meint Bauer.

„Elena hat ihre Ausbildung um ein halbes Jahr verkürzt“, berichtet die Inhaberin der Bäckerei. Das sei nur möglich, wenn der Auszubildende sowohl in der Theorie als auch in der Praxis sehr gut sei. „Elena hat schon vorher gekellnert, daher ist sie im Service sehr gut, sie hatte aber auch Spaß an der Mittagstheke“, sagt Bauer weiter. Beide der ehemaligen Auszubildenden seien aber in allen Bereichen gut einsetzbar, „die sind sehr motiviert in allen Aufgabenfeldern.“ Die Inhaberin berichtet, wie die Prüfungsleistung aussieht. Jeder müsse einen Snack vorbereiten, ein Mittagsgericht und einen Präsentationstisch gestalten.

Medina Berisha.

Dass sich Zieba und Berisha dazu entschieden haben, der Landbäckerei in Wermelskirchen treu zu bleiben und weiterhin dort zu arbeiten, freut Bauer sehr. Ein ganz anderes Handwerk lehrt Udo Napiwotzki von der Tischlerei Gerhard Wagner. Bei ihm hat Teresa Laturnus drei Jahre lang ihre Ausbildung absolviert und diese als Zweitbeste ihres Jahrgangs abgeschlossen; zudem hat sie die beste Theorieprüfung hingelegt. Danach verließ sie den Betrieb und macht nun ein soziales Halbjahr in Taizé in Frankreich.

Tischler müssen auch Ordnung halten können

„Ich wollte was Handwerkliches machen. Ich wollte nicht studieren, sondern mit Holz arbeiten“, sagt sie. Ihr Ausbilder lobt sie für ihren Einfallsreichtum. Er erzählt von dem Gesellenstück der 20-Jährigen, einer Holzliege, unter die man mehrere Bücher stapeln kann. „Die Frau ist sehr intelligent, sie hatte ein Einser-Abi“, erzählt er weiter.

Neben Kreativität sollte man aber noch andere Qualitäten für den Beruf des Tischlers mitbringen, wie Napiwotzki meint. „Man muss einen gewissen Sinn für Ordnung und Sauberkeit mitbringen, das hatte die Theresa“, sagt er.

Rubriklistenbild: © Lena Steffens

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