Mein Blick auf die Woche

Meinung: Baustelle A1-Brücke Hünger - Transparenz muss her

anja.siebel@rga.de
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Mein Blick auf die Woche

Fast könnte man meinen, es handele sich um einen Scherz. Aber die brachliegende Baustelle in Hünger ist offenbar der volle Ernst der Autobahn GmbH. Seit einem Dreivierteljahr passiert dort gar nichts. Für die Anlieger hinter der Autobahnauffahrt Richtung Köln, also in Ober- und Unterwinkelhausen, Hünger, Sellscheid und so weiter bedeutet das, sie müssen täglich weite Umwege fahren, wenn sie in die Innenstadt möchten. Denn die Baustelle ist nur einspurig befahrbar.

Solche Planungen von Verkehrsführungen und Details von Baustellen, die viele Verkehrsteilnehmer und vor allem Anwohner betreffen, sind indes nichts, was man in schummrigen Hinterzimmern beschließen sollte.

Bei verschiedenen Ortsterminen hat sich gezeigt, dass die Anwohner vor allem eines wollen: Transparenz. Es handelt sich hier nun mal nicht um Ackerbau, den man allein für sich betreiben kann, sondern um Arbeiten an einer viel frequentierten Straße. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hermann Josef Tebroke hatte jüngst auf einem Ortstermin zu vermitteln versucht, indem er einige Argumente der Autobahn GmbH für deren Nicht-Kommunikation den Betroffenen gegenüber vorbrachte.

Eines davon: Die Mitarbeitenden dürften sich selbst nicht direkt äußern. Das Bundesverkehrsministerium sei ihnen überstellt.

Die Anlieger in Hünger können sich dafür nichts kaufen. Und eine Lösung ihres Problems bringt das auch nicht. Im Gegenteil. Zwar hatte es einige Schreiben von Ortspolitikern an Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) gegeben. Aber man kann sich wohl denken, dass dessen Blick sich möglicherweise nicht als allererstes ins beschauliche Wermelskirchen richtet.

Zunehmend herrscht deshalb Ratlosigkeit. Zu Recht, denn die neu aufgeklebte Aufschrift auf dem Baustellenschild in Hünger beinhaltet eine klare Aussage: „bis Herbst 2023“ steht da neuerlich. Heißt: Noch ein Jahr müssten sich die Anwohner mit den für sie höchst unerfreulichen Bedingungen herumschlagen.

Und nicht nur sie. Auch Verkehrsteilnehmer, die pendeln. Hinzu kommt die Situation für die Radfahrer und Fußgänger an der Baustelle, die viele als brandgefährlich einstufen. Und das Schweigen dauert an.

Es bleibt nun nur zu hoffen, dass die vielen kleinen Aktionen von Politikern und Anwohnern irgendetwas bewirken. Dass zumindest die vielfach gemachten Verbesserungsvorschläge zur Verkehrsführung gehört und umgesetzt werden. Oder das es zumindest mal ein konstruktives Gespräch mit brauchbaren Infos gibt.

Top: Platten kreisen auf der Vinylbörse im Bahndamm.

Flop: Katt kreativ: Aussteller enttäuscht über wenig Käufer.

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