Wermelskirchen

Dhünner genießen das Miteinander

Rund um die Dhünner Kirche herrschte eine besondere Atmosphäre: „Ihr“ Weihnachtsdorf nahmen die Dhünner gerne an.
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Rund um die Dhünner Kirche herrschte eine besondere Atmosphäre: „Ihr“ Weihnachtsdorf nahmen die Dhünner gerne an.

Veranstalter CVJM freute sich über großen Zuspruch beim Weihnachtsdorf rund um die Kirche

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Wer am Samstagabend die wenigen Stufen zum Kirchhof in Dhünn hochklettert, der landet in einer glitzernden, gemütlichen Weihnachtswelt. Es duftet nach Glühwein. An den Pavillons und Holzhüttchen sorgen Lichterketten für einen warmen Glanz, das Leuchten der gelben Sterne taucht den Kirchhof in vorweihnachtliche Vorfreude. „Das hier hätten wir nicht erwartet“, sagt Jan Kunz vom Vorstandsteam des CVJM, „so viele Menschen. Das hätten wir wirklich nicht gedacht.“

Bereits kurz nach dem Startschuss am späten Nachmittag machen sich die Dhünner auf den Weg in das Winterdorf. Zum ersten Mal nach vielen Jahren hat der Ort wieder einen eigenen kleinen Weihnachtsmarkt – neben der Hofweihnacht, die Familie Tebling jedes Jahr ausrichtet. Und die Dhünnschen fühlen sich eingeladen. Sie schlendern über den Kirchhof, stellen sich geduldig in lange Schlangen vor der Glühweinbude, bei den Reibekuchen und dem Waffelverkauf des Fördervereins der Kindertagesstätte. Und sie scheinen dabei einfach die wohlige Gemeinschaft zu genießen – bei Eiseskälte und heißen Getränken, bei bekannten Gesichtern und Kunsthandwerk.

Lisa Roth vom CVJM verkauft Tannenbäume und freut sich, dass pro Baum auch etwas Geld in die Kasse des Vereins fließt und damit die Kinder- und Jugendarbeit in Dhünn unterstützt wird. In der Kirche spielt der Posaunenchor. Und draußen wird es dunkel. „Wir sind wirklich sehr zufrieden“, sagt Jan Kunz nochmal, während er sich einen Reibekuchen gönnt.

Verena Hoffmann bastelt währenddessen mit den jüngsten Besuchern Weihnachtskarten. „Es herrscht einfach eine schöne Stimmung“, sagt sie. Und auch Petra Koch, die gerade mit Freunden an einem Glühwein nippt, schwärmt von Weihnachten im Dorf. Sie habe sich auch selbst für eine Schicht in der Glühweinbude gemeldet, sagt sie. „Einfach weil wir uns freuen, dass sowas auf die Beine gestellt wird.“ Andrea Döll und Uta Offermanns, die mit ihr am Tisch stehen, nicken. Das sei eben die Dorfgemeinschaft, sagen sie. Und die sei heute mal wieder deutlich zu spüren.

Auch die Freiwillige Feuerwehr Dhünn sucht das Gespräch

Dafür ist auch die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz: In der Eiseskälte steht Peter Stockmann am Grill und wendet die Wurst. „Ein guter Tag“, sagt Gruppenführer Andreas Katerndahl. Es sei viel los, und die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr hätten auch schon gute Gespräche geführt. „Für uns ist das hier auch ein Teil der wichtigen Öffentlichkeitsarbeit“, sagt der Gruppenführer. Schließlich suche die Dhünner Feuerwehr noch dringend Unterstützung. Die gemütliche Atmosphäre im Schatten der Kirche käme für die Werbung neuer Freiwilliger wie gerufen.

Im nächsten Jahr soll es eine Fortsetzung geben. „Wir garantieren noch für nichts, aber wir werden auf jeden Fall darüber sprechen“, sagt Jan Kunz. Der Kirchplatz biete auf jeden Fall noch Platz für drei, vier Stände mehr.

Hintergrund

CVJM: Der Verein aus Hülsen hatte am Samstag seine Fahne an der Kirche gehisst und hieß die Besucher auf dem Kirchhof willkommen. Ursprünglich hatte das Weihnachtsdorf vor allem als Ersatz für die jährliche Weihnachtsfeier des CVJM dienen sollen.

 Kirche: Währenddessen öffnete die Gemeinde die Türen des Gotteshauses für einen stillen Moment mitten im Weihnachtsdorf – der Posaunenchor spielte, der Weihnachtsbaum war beleuchtet.

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