Immer mehr unerlaubte Besucher

Dhünn-Talsperre: Strafen für Störer

Die Dhünn-Talsperre kann man als Wanderer umrunden. Das Betreten der Wasserschutzzone ist aber verboten.
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Die Dhünn-Talsperre kann man als Wanderer umrunden. Das Betreten der Wasserschutzzone ist aber verboten.

Jetzt gibt es Kontrollen in der Wasserschutzzone.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Seit Mitte Mai führen Mitarbeitende des Kreises und des Wupperverbands Kontrollen in der Wasserschutzzone 1 der Großen Dhünn-Talsperre durch. Das vorrangige Ziel dabei sei es, Aufklärungsarbeit zu leisten und für den Schutz von Gewässer, Flora und Fauna an der Trinkwassertalsperre zu sensibilisieren, heißt es in einer Mitteilung des Wupperverbandes. Das wollen Verband und Kreis durch den direkten Kontakt mit den Menschen und regelmäßige Präsenz vor Ort erreichen. Nach rund zwei Monaten ziehen sie nun eine erste Zwischenbilanz.

Die Große Dhünn-Talsperre ist eine wichtige Trinkwassertalsperre in der Region und beherbergt eine sensible Tier- und Pflanzenwelt. Um die gesamte Talsperre ist daher die sogenannte Wasserschutzzone 1 eingerichtet: Wandern ist nur auf dem öffentlich zugänglichen Wegenetz möglich und auf dem Gewässer ist kein Freizeitsport zugelassen. Die Schutzzone 1 rund um das Gewässer darf nicht betreten werden und das Verlassen der Wanderwege ist nicht erlaubt. Leider halten sich nicht immer alle Besucher an diese Regeln. Immer häufiger werden laut Wupperverband Menschen auch in der Wasserschutzzone 1 angetroffen. Hier setzen die Kontrolleure zunächst darauf, die Menschen mit einem Faltblatt und einer „gelben Karte“ auf die korrekten Verhaltensregeln aufmerksam zu machen. Allerdings gibt es auch schwerere Verstöße, die nicht aus Versehen oder aus Unwissenheit passieren. „Beispielsweise wurden eine Reiterin mit ihrem Pferd in der Schutzzone 1 und ein Wanderer in einem geschützten Biotop angetroffen. Da in dem Fall wissentlich Zäune oder Schranken umgangen wurden, waren hier Bußgelder fällig“, schreibt Susanne Fischer vom Verband. Der Kreis werde die Kontrollen zusammen mit dem Wupperverband sowohl an den Wochenenden als auch unter der Woche fortführen.

Müll ist ein weiteres Problem

Neben dem unerlaubten Betreten der Wasserschutzzone 1 sei Müll ein weiteres Ärgernis. Sowohl auf den Wegen als auch auf den Wanderparkplätzen rund um die Talsperre stoßen die Mitarbeitenden des Wupperverbands immer wieder auf Müll, oft auch auf illegale Müllablagerungen im großen Stil. Daher appelliert der Verband an alle Menschen, auf ihr Umfeld acht zu geben und die Natur zu schützen. Auch der Rheinisch-Bergische Kreis bittet darum, die Vorgaben rund um die Talsperre einzuhalten.

Eine Übersichtskarte sowie Details zu den Wanderwegen rund um die Große Dhünn-Talsperre gibt es hier.

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