Tradition

Dhünn erhält seinen vorweihnachtlichen Treff zurück

Weihnachtlich wird es rund um die Kirche in Dhünn.
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Weihnachtlich wird es rund um die Kirche in Dhünn.

Am 17. Dezember gibt es auf dem Kirchplatz Glühwein, Bratwurst und Co..

Von Theresa Demski

Die Tannen sind bereits im Dorf aufgestellt und geschmückt.

Die großen Städte haben einen, Dabringhausen hat einen, und auch Dhünn bekommt ihn zurück: den Weihnachtsmarkt. Rund um die evangelische Kirche im Ortskern laden für Samstag, 17. Dezember, Pavillons und Glühweinduft, Kunsthandwerk und Weihnachtslichter zum Stöbern ein. Dafür sorgt der Vorstand des CVJM Dünn. „Wir wollten als Verein etwas für das Dorf tun“, sagt Jan Kunz vom Vorstands-Team. Schon beim Mittsommernachtslauf zieht der Verein aus Hülsen die Fäden. „Es war uns wichtig, noch zu einer anderen Gelegenheit, raus zu den Menschen zu gehen“, sagt Kunz.

Viele Frauen, Männer und Kinder machten sich regelmäßig auf den Weg zu den Gruppen und Treffen im Vereinshaus in Hülsen. „Jetzt sind wir dran, uns auf den Weg zu machen“, sagt Kunz. Nach den Jahren, in denen die Pandemie viele Pläne zerschmetterte, sei jetzt genau der richtige Zeitpunkt, die Idee umzusetzen.

„Aber uns war klar, dass wir das nicht alleine stemmen können“, sagt Kunz. Und deswegen fragte der Verein im Dorf nach Unterstützung. Das Ergebnis war ermutigend: Von der Feuerwehr bis zum Kindergarten signalisierten die Dhünnschen ihre Bereitschaft, mitzumachen. Das Ergebnis: Ein „Weihnachtsdorf“, in dem die Menschen vorbeischauen können. „Sie können bleiben, es sich schmecken lassen und miteinander ins Gespräch kommen“, sagt Kunz, „oder sie kommen nur schnell auf einen Glühwein vorbei.“ Niederschwellig soll das Angebot sein.

Etwa zehn Pavillons werden rund um die evangelische Kirche aufgebaut. Das seien zwar keine Hütten, aber man sei zuversichtlich, eine besondere Atmosphäre auf dem Kirchplatz schaffen zu können. „Mit Lichtern und Feuerschale“, sagt Kunz, „und vor allem mit der Unterstützung des Dorfes.“ Die Löschgruppe wirft den Grill an, die Vereinshausgesellschaft aus Hülsen sorgt für den Glühwein, Dellmanns für das Bier.

Der Förderkreis des evangelischen Kindergartens hat sich zum Waffelbacken angesagt. Währenddessen verlegt der CVJM seinen Weihnachtsbaumverkauf kurzerhand auf den Weihnachtsmarkt – auch die übliche Weihnachtsfeier des Vereins findet in diesem Jahr nicht im Vereinshaus statt, stattdessen wird zur gemütlichen Runde mit dampfendem Glühwein ins Weihnachtsdorf eingeladen. Und auch einige Kunsthandwerker und Aussteller kommen zum Markt und bringen schöne Dinge und nützliche Geschenkideen mit – vom Kunsthandwerk von Ilse-Marie Roth bis zu den Alpaka-Produkten von Familie Selbach.

Der Posaunenchor steuert im Weihnachtsdorf allerlei Melodien bei. Die Kirchengemeinde öffnet die Türen des Gotteshauses und lädt zu einem Raum der Stille ein, während draußen das Markttreiben herrscht. „Ein schöner Kontrastpunkt“, sagt Jan Kunz. Auch Aktionen für die Jüngsten sind vorgesehen. Kinder hätten schließlich noch nichts vom Glühwein, aber auch für sie soll Weihnachtsstimmung im Schatten des Kirchturms herrschen, findet Kunz und hofft auf eine gemütliche Runde eine Woche vor Weihnachten.

Tradition wird wieder lebendig und es geht um den guten Zweck

Damit wird auch eine alte Tradition im Dorf lebendig, die ein bisschen eingeschlafen war. Noch Anfang der 2000er Jahre trafen sich die Dünnschen in der Vorweihnachtszeit zu Reibekuchen, Glühwein und Musik in der Dorfmitte. Daran knüpft der CVJM jetzt an. Übrigens gehe es dabei nicht ums Geldverdienen, erklärt Jan Kunz. Es gibt keine Eintrittsgelder, Standgebühren werden nicht erhoben. „Wir bieten die Möglichkeit“, sagt Jan Kunz „alle zusammen füllen das Winterdorf mit Leben“. Der CVJM spendiert dem Dorf den Nachmittag neben der Kirche. Der Erlös vom Weihnachtsbaumverkauf solle nicht die Rechnungen bezahlen: „Er fließt in die Kinder- und Jugendarbeit“, erklärt Jan Kunz. Vielmehr gehe es dem CVJM bei dem Weihnachtsdorf um die Gemeinschaft und das Miteinander im Dorf. „Wir wollten einen Treffpunkt schaffen, an dem wirklich jeder willkommen ist“, sagt er.

Weihnachten in Dhünn

Weihnachtsdorf: Startet am Samstag, 17. Dezember, um 17 Uhr auf dem Platz rund um die evangelische Kirche. Gegen 21.30 Uhr soll der letzte Glühwein ausgeschenkt und die letzte Bratwurst verspeist werden. www.cvjm-dhuenn.de

Weihnachtsmarkt: Peter Tebling und der Blumenladen „Blütezeit“ gestalten den kleinen Markt. Letzterer sorgt für florale Dekorationsartikel. Dazu gibt es bei Familie Tebling Häkel- und Strickwaren, Holzarbeiten sowie Speis und Trank die Besucher an der Hauptstraße erwarten. Los geht es am Samstag, 3. Dezember, um 11 Uhr.

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