Deutsches Rotes Kreuz sammelt 6,5 Tonnen Altkleider

Bereitschaftsleiter Bernd Koebke und Mitarbeiterin Melissa Maccarrone vom DRK-Ortsverein bei der Altkleidersammlung. Foto: Jürgen Moll
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Bereitschaftsleiter Bernd Koebke und Mitarbeiterin Melissa Maccarrone vom DRK-Ortsverein bei der Altkleidersammlung.

Nach der weniger erfolgreichen Sammlung im Frühling ist die Herbst-Aktion für das DRK ein Erfolg

Von Stephan Singer

Als Bernd Koebke mit einem Transporter auf den Hof des Autohauses Hildebrandt fährt, stellte er fest: „Wir nehmen schon Säcke auf dem Beifahrersitz mit. So muss das sein.“ War die Altkleidersammlung des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Wermelskirchen im April noch „sehr mau“, wie der Bereitschaftsleiter erinnerte, war die jüngste ein Erfolg: „Dass wir hier auf dem Hof von Hildebrandt beim Umladen aus den Transportern einen Lkw sowie einen Anhänger bis zur maximalen Ladekante füllen können, ist schon eine Weile her – heute haben wir ein sehr gutes Ergebnis, das ist eine Wohltat.“

Die Lockerungen der Corona-Bestimmungen hat damit durchaus zu tun, glaubt Koebke: „Im April haben wir die Säcke für die Altkleidersammlung nicht in die Briefkästen der Haushalte verteilt.“ Das sei nunmehr zumindest teilweise wieder geschehen: „Etwa 11 000 Stück haben wir an Haushalte verteilt“, berichtete der 46-Jährige. „Das ist arbeitsintensiv. Dafür waren sieben Leute der Bereitschaft an vier Tagen von 8 bis 15 Uhr unterwegs.“ Aber das direkte Verteilen der Säcke für die Altkleidersammlung in die Briefkästen habe einen immensen Werbeeffekt gehabt: „Dadurch kriegen die Menschen mit, dass überhaupt Altkleidersammlung ist.“

21 Helfer kümmerten sich um Abholung und Weitertransport

Am Tag der Sammlung waren fünf Transportfahrzeuge zum Einsammeln der an den Privatgrundstücken abgestellten Säcke auf Tour: 15 DRK-Ehrenamtliche im Schichtdienst setzten sich ein. Dazu noch sechs weitere Helfer, die sich auf dem Hof des Autohauses Hildebrandt um das Verladen der Säcke aus den Transportern in Lkw und Anhänger kümmerten. Ein ganzer Arbeitstag kam da zusammen: Los ging es um 7.30 Uhr, Feierabend war neun Stunden später „Das ist schon kräftezehrend“, bemerkte Koebke, der bilanzierte: „Im April waren es lediglich knapp vier Tonnen an Altkleidern, die wir sammeln konnten. Heute werden es etwa sechseinhalb Tonnen sein.“

Für den DRK-Ortsverein sei die Altkleidersammlung eine wichtige Einnahmequelle. Die gesammelten Altkleider würden an eine Firma im Rheinland verkauft, die Bezahlung erfolge nach Kilo. „Letztlich geht gut erhaltene Kleidung in den Second-Hand-Handel, schlecht erhaltene wird beispielsweise zu Dämmstoff für Autositze verarbeitet“, erläuterte Koebke.

Viele dauerhafte Fördermitglieder waren unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs als Unterstützer zu dem Verein gekommen, und nun muss der Ortsverein feststellen „Die sterben jetzt nach und nach. Umso wichtiger sind für uns die jährlichen Altkleidersammlungen im Frühling und Herbst – diese Einnahmen sind wichtiger denn je.“ Denn: Der DRK-Ortsverein finanziere damit seine gesamte Infrastruktur – von den Fahrzeugen über die Gebäude bis hin zur Ausrüstung.

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