Tipps zum Energiesparen

„Der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist wesentlich“

Privat
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Wermelskirchens Bürgermeisterin Marion Lück hat sich bereits eine neue Kuscheldecke besorgt.

Die Bürgermeister Lück und Heider sprechen über ihre persönlichen Tipps zum Energiesparen.

Die Bundesregierung ruft die Menschen im Land zum Energiesparen auf, damit alle angesichts der knapperen Erdgasimporte gemeinsam besser durch den nächsten Winter kommen. Die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) hat zusammen mit den Kommunen Wermelskirchen, Hückeswagen, Wipperfürth und Kürten eine Energiesparkampagne gestartet, in der Multiplikatoren ihre Ratschläge zum Einsparen geben.

 Ihr Kürtener Amtskollege Willi Heider wäscht derweil nur noch kurz.

Die Klimaschutzmanagerinnen Jennifer Becke aus Wipperfürth und Viviane Pape aus Kürten, der neue Hückeswagener Klimaschutzbeauftragte Marius Burmester und Kathrin Kellermann, Pressesprecherin der Stadt Wermelskirchen fragen dabei nach persönlichen Energiesparmaßnahmen. Heute kommen Marion Lück, Bürgermeisterin der Stadt Wermelskirchen, und Willi Heider, ihr Amtskollege der Gemeinde Kürten, zu Wort.

Frau Lück, was wärmt besser? Wärmflasche, Katze oder Hund?

Marion Lück: Ich gestehe, dass ich eine echte Frostbeule bin, von daher setze ich auf beides! Für den Herbst habe ich tatsächlich schon eine neue Kuscheldecke gekauft, weil wir bei uns zu Hause natürlich die Heizung im Winter herunterdrehen werden, um Energie zu sparen. Außerdem haben wir eine Dusch-Sanduhr angebracht, die drei Minuten läuft. Das hilft meinem Sohn und mir sehr dabei, auf die Zeit zu achten und das Warmwasser früher abzudrehen. Neuerdings haben wir auch einen Sparduschkopf, weil ich schon ein wenig erstaunt war, als ich erfahren habe, dass mit einem normalen Duschkopf pro Minute rund 20 Liter Wasser aus dem Hahn fließen. Das kann man so deutlich reduzieren.

Herr Heider, tragen Sie Ihre Hemden jetzt zweimal, bevor Sie diese in die Waschmaschine stecken?

Willi Heider: Im Einsatz für die Bürgerinnen und Bürger kann es schon passieren, dass ich im Rathaus so richtig ins Schwitzen komme, gerade jetzt in diesen heißen Tagen. So ein Hemd will ich meinen Kollegen im Rathaus keinen zweiten Tag zumuten. Tatsächlich wasche ich meine Hemden aber konsequent nur noch mit 30 Grad im Kurzwaschprogramm, das spart fast 40 Prozent gegenüber einem Programm mit 60 Grad. Ich halte es für wichtig, dass jede und jeder Einzelne schaut, wie sich der private Energieverbrauch reduzieren lässt und das auch umsetzt. Aber noch wichtiger ist es, zu wissen, dass alle dies tun. Der Zusammenhalt in der Gesellschaft ist in solchen Ausnahmezuständen wesentlich.

BEW: Wir können mit weniger Energie auskommen

Obwohl die deutschen Gasspeicher aktuell einen Füllstand von über 80 Prozent erreicht haben, ist die Lage prekär. Zum ersten Mal seit Bestehen der Bundesrepublik ist die Energieversorgung in Gefahr.

„Damit wir den Winter überstehen, ohne dass uns das Gas ausgeht, müssen wir alle mithelfen – die ganze Gesellschaft“, appelliert die BEW. Unterstützung bietet die Energiesparkampagne „Klik“, die die Städte Wermelskirchen, Hückeswagen, Wipperfürth und die Gemeinde Kürten mit der BEW gestartet haben. „Ganz auf Energie verzichten können wir nicht, wir können jedoch mit weniger auskommen, wenn wir sie besonnen einsetzen“, so die BEW.

Mehr Informationen zum Energiesparen gibt es auf der Internetseite der BEW – dort sind unter anderem einfache Tipps zum Energiesparen aufgeführt.

bergische-energie.de/klik-energiesparen

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