Der Mensch lebt nicht vom Brot allein

Ein Geistlicher macht sich Gedanken

Von Pfarrer Dieter Gartmann, Berufskolleg Bergisch Land

Vergangenen Mittwoch hat kirchlich gesehen die Passions- und Fastenzeit angefangen. Viele Christinnen und Christen verzichten bis Ostern auf Dinge ihrer Wahl, um sich auf die wichtigen Dinge konzentrieren zu lernen.

In einer Zeit des Verzichts, aber nicht des freiwilligen, befinden wir uns seit Mitte Dezember am Berufskolleg in Wermelskirchen durch den Corona-Lockdown. Es ist sicher auch eine Passionszeit, nicht nur an unserer Schule, sondern auch an allen anderen Schulen. Wir leiden darunter, dass wir die Schülerinnen und Schüler und Kolleginnen und Kollegen nicht sehen können. Uns fehlen der soziale Kontakt und das soziale Lernen miteinander. Dennoch konzentrieren wir uns im digitalen Unterricht darauf, miteinander zu arbeiten und an einander dranzubleiben.

Wir spüren Grenzen, aber wir entdecken auch Möglichkeiten. Manches klappt besser, als wir gedacht haben. Kommunikation und persönliche Gespräche sind digital möglich. Wir können unter diesen Bedingungen Menschen nahe sein, ein offenes Ohr für sie haben und gemeinsam Sorgen und Nöte teilen.

Wir spüren, wie wichtig diese sozialen Kontakte für uns sind. Dass es guttut, wenn jemand weiter da ist, wenn auch auf Entfernung, und unser Leben ein Stückchen mit uns teilt. Wie gut es tut, miteinander in Verbindung zu bleiben.

Plötzlich begreift man die alten Worte ganz neu, und sie bekommen einen besonderen Klang: „Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. . .“

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