Der große WGA-Jahresrückblick 2021 – Teil 1

Stephan Ganz ist seit Februar neuer gynäkologischer Chefarzt am Wermelskirchener Krankenhaus. Foto: ms
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Stephan Ganz ist seit Februar neuer gynäkologischer Chefarzt am Wermelskirchener Krankenhaus.

Die Monate Januar bis Juni waren turbulent

Von Joachim Dangelmeyer

Das Jahr 2021 neigt sich dem Ende entgegen. Viele Ereignisse – positive wie negative – haben die vergangenen zwölf Monate geprägt. Der WGA wirft einen Blick zurück – auf die Monate Januar bis Juni im ersten Teil.

Januar:

1. Der Jahreswechsel geht ungewöhnlich ruhig vonstatten. Trotz des Verkaufsverbotes für Böller & Co. knallte und blitzte es hier und da. Polizei und Feuerwehr registrierten nur halb so viele Einsätze wie im Vorjahr.

4. Impfzentrum: Bürgermeisterin Marion Lück wünscht eigene Dependance, um weite Wege für Ältere zu vermeiden.

5. Eine pflegebedürftige Seniorin bekommt keine Unterstützung von Pflegediensten, weil sie infiziert ist.

10. Sternsinger mit Masken unterwegs. Die Aufkleber gibt es auch ohne Hausbesuche.

11. Seit heute müssen Schüler online im Distanzunterricht lernen, das Gymnasium startet einen Tag später.

13. Die Impfungen in Altersheimen beginnen. Mobile Impfteams besuchen die Bewohner im Haus Vogelsang und im Carpe Diem – teil mit vierstündiger Verspätung. Derweil fordern Stadt, CDU und Hausärzte ein Impfzentrum in Wermelskirchen.

15. Die Kreisumlage soll steigen. Dagegen laufen die Bürgermeister Sturm.

17. MdB Hermann-Josef Tebroke und Wermelskirchens CDU-Chef Stefan Leßenich sind mit der Wahl Armin Laschets zum Bundesvorsitzenden zufrieden.

19. Wermelskirchener Firmen sind gut vorbereitet: Viele Betriebe setzen Homeoffice bereits um.

20. Lieferschwierigkeiten: Die Impfaktion im Krankenhaus verzögert sich. Auch Altenheime und über 80-Jährige sind betroffen.

25. Impfhotline und Internet völlig überlastet. Bei den Ü80ern herrscht Frust.

26. In Kürze startet Pilotprojekt: Die Stadt bringt den Glasfaserausbau voran.

29. Jahresbericht 2020: Die Feuerwehr hatte 658 Einsätze.

Februar:

1. Der Kulturverein wird in diesem Jahr 50. Das Jubiläum soll gefeiert werden.

2. Christian Potthoff, Schatzmeister bei WiW-Marketing, gibt sein Amt aus beruflichen Gründen ab.

3. Hilfeschrei: Der Brautmoden-Händler Jörg Michels verkauft Chips, Popcorn und Wein, um auf die desaströse Lage im Handel aufmerksam zu machen.

5. Stephan Ganz wird neuer Chefarzt der gynäkologischen Fachabteilung im Krankenhaus Wermelskirchen. Soldaten der Flugbereitschaft Köln bereiten im Carpe Diem Essen vor und beziehen Betten neu.

8. Das Impfzentrum nimmt seinen Betrieb auf: 180 Senioren erhalten ihre erste Spritze.

10. Keinen Tropfen Impfstoff verschwenden: Impfarzt Dr. Hans-Christian Meyer hat sich beim NRW-Gesundheitsminister durchgesetzt und darf jetzt sieben statt bisher nur erlaubter sechs Dosen aus einer Ampulle ziehen.

15. Der Rosenmontagszug tourt virtuell durchs Dorf.

16. Die Firma Dönges hat nun ihre neue Zentrale offiziell bezogen.

17. Waffe im Handschuhfach: Wermelskirchener zu Geldstrafe verurteilt.

19. Neuer Stolperstein erinnert an den letzten Wohnsitz von Ludwig Bischoff.

22. Viele Kinder sind zum ersten Mal seit Mitte Dezember wieder in die Kita gegangen. Die Schulen nehmen mit halber Klassenstärke den Betrieb vor Ort wieder auf.

März:

1. Herzenssache: Kardiologin Dr. Christina Launhardt eröffnet eine eigene Praxis am Schwanen.

3. Stadt plant einen integrativen Spielplatz, ein Standort im Stadtgebiet ist schon gefunden, wird aber noch nicht verraten.

4. Meilenstein für die Feuerwehr. Der erste Spatenstich für das neue Gerätehaus in Dabringhausen ist vollzogen. Im August 2022 soll das Gebäude nutzbar sein.

4. Ein Autofahrer (45) verliert die Kontrolle über seinen Wagen und kracht mit voller Wucht in die Wand eines Einfamilienhauses. Für das Gebäude besteht Einsturzgefahr.

5. Die Lockerungen der Corona-Schutzverordnungen bringen nicht allen Händlern und Kaufleuten Vorteile.

6. Endlich: 70 Prozent der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Diakonie sind geimpft, jetzt sind die Beschäftigten der Lebenshilfe an der Reihe.

8. Hotel, Parkhaus, Kita, Büros und Wohnung: Im Auftrag der Eigentümer soll das Rhombus-Areal zu einem Innovationsquartier entwickelt werden. Dabei wird großer Wert auf Nachhaltigkeit gelegt: Photovoltaikanlagen, Dachbegrünungen und nachhaltige Bauweise. Das 100 Millionen-Euro-Projekt könnte in sieben Jahren fertig sein. Im Eifgen sollen Co-Working-Areale entstehen. Ein Düsseldorfer Investor will modernes Arbeiten mitten in der Natur anbieten.

10. Zehn Prozent weniger Neuzugänge: Die Musikschule steht vor dem finanziellen Aus.

15. Die Ansage, Impfungen mit Astrazeneca vorerst auszusetzen, trifft hart: Im Rheinisch-Bergischen Kreis werden 13 000 Impftermine gestoppt.

17. Kastriot Krasniqi wird SPD-Direktkandidat für die Bundestagswahl.

18. Sinkende Anmeldezahlen und Abwanderungen: In Sachen Sekundarschule herrscht Planlosigkeit.

19. Kampf gegen das Fichtensterben: Stadt und Bürger wollen 35 000 Bäume pflanzen.

22. Ab sofort gibt es Schnelltests im Rathaus.

29. Wegen verschärfter Corona-Lage fürchten Händler wieder Schließungen.

April:

2. Die Frühjahrskirmes wird abgesagt. Junge Wermelskirchener wollen aus Eifgen ein „Creative Space“ machen.

7. Plötzlicher Wintereinbruch sorgt für glatte Straßen. Ein Streufahrzeug rutschte in einen Bachlauf und kippte um.

8. Endlich können auch die Hausarztpraxen ins Impfen einsteigen.

10. Chaos: Weil keine Selbsttests geliefert wurden, dürfen die Schulen nicht wie geplant öffnen, sondern starten mit Distanzunterricht.

13. Aktion „Saubere Stadt“ wird abgesagt.

14. Der Kreis setzt künftig die Luca-App ein.

20. Am Freizeitpark Zenshäuschen herrscht schon Hochbetrieb – unerlaubt. Bauzäune werden missachtet.

22. BGV sagt, Büros passen nicht ins Eifgental.

23. Loches-Platz: Der Hochbau startet – mit verdreckten Straßen ringsum.

26. Schlechte Nachricht: Das katholische Tagungshotel „Maria in der Aue“ schließt Ende des Jahres. Mit den 34 Mitarbeitern wird ein Sozialplan verhandelt.

Mai:

1. Lehrer hoffen jetzt auf ein Impfangebot.

3. Neun Sitze, 16 Kandidaten: Im Juni wird der neue Seniorenbeirat gewählt.

8. Auf dem Rasspe-Parkplatz öffnet ein Schnelltest-Drive-in, wo bis zu 800 Personen tägliche getestet werden können. Dr. Hermann-Josef Tebroke wird auf einem „hybriden Parteitag“ zum CDU-Bundestagskandidaten gekürt.

11. Rauch sorgt für Großeinsatz am Krankenhaus. 65 Einsatzkräfte rückten aus. Kleine Ursache war ein Stückchen Holz, das sich am Auspuff des Notstromgenerators beim Testlauf entzündet hatte.

14. Die Inzidenz sinkt erstmals wieder unter 100.

18. Realschule ist fast dem Erdboden gleich, im Herbst soll der Abriss abgeschlossen sein.

21. Ende der Bundesnotbremse: Einige Gastronomen öffnen schon.

27. Im Medizinischen Versorgungszentrum eröffnen drei Klinik-Gynäkologen eine Praxis.

28. Eifgen: Für die jungen Erwachsenen von Bowl Church gibt es im laufenden Investorenverfahren keine Chance.

30. Buchhändlerin Gabi van Wahden wird nach 2017 erneut ausgezeichnet: Sie zählt zu den besten 100 in Deutschland.

Juni:

1. WiW sorgt sich um Mitgliederschwund. Der Vorstand blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft und plant viel Neues.

3. Die Holzhütte am Friedhofweg, selbstgebauter Treffpunkt der Jugend in Dabringhausen, ist völlig niedergebrannt – Ursache unbekannt.

6. Gerd Simon (69) setzt sich für Senioren ein: in der AG 60plus der SPD, im Seniorenbeirat und Vorstand des VVV. 7. Das Juca macht erstmals seit dem Lockdown wieder auf.

8. Sie wollen gern, können aber nicht: Betriebsärzten fehlt der Impfstoff.

10. Haus Eifgen ist jetzt barrierefrei erreichbar. Die Katt wird 30 – und ist lebendig wie immer.

12. Prinzip Hoffnung: Der Freibadverein verkauft erste Saisonkarten. Firma Tente impft 100 Mitarbeiter; die Aktion soll bald wiederholt werden.

13. Blues-Urgestein Dr. Mojo gibt ein Benefizkonzert im Biergarten von Haus Eifgen für den Hospizverein.

15. Gerätehaus Dabringhausen: Der Kran steht, der Hochbau kann beginnen.

17. Der Feierabendmarkt öffnet auf der Telegrafenstraße seine Pforten.

19. Landesprogramm zur Stärkung der Innenstädte beschert 345 000 Euro für Wermelskirchen.

22. Wegen Totschlags muss sich ein Krankenpfleger (47) des Krankenhauses Wermelskirchen vor dem Landgericht Köln verantworten. Laut Anklage soll er im April 2019 einen schwer kranken und dementen Patienten (79) getötet haben. Für die Geschäftsleitung gilt die Unschuldsvermutung. Der Verteidiger präsentiert ein Gegengutachten.

28. Eifgen: Der Rat stimmt knapp für die Fortführung des Investorenverfahrens.

Die Zukunft der Wermelskirchener Sekundarschule ist weiter ungewiss. Archivfoto: Lena Hogekamp
Anfang September wurde der Jugendfreizeitpark eröffnet. Archivfoto: Markus Schumacher
Zum Jahresbeginn drehte sich alles ums Impfen, vor allem für die Älteren.

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