Bis Allerheiligen

Der Bergische Fahrradbus startet am Wochenende

Stellten das gemeinsame Angebot „Bergischer Fahrradbus“ vor: Oberbürgermeister Uwe Richrath, wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski, Elke Reichert, Dezernentin Umwelt, Mobilität, Bau, Rheinisch-Bergischer Kreis, RVK-Niederlassungsleiter Gregor Mauel, Ralf Uttich, Fahrradbeauftragter Stadt Leverkusen, Jens Eichner, Geschäftsführer Zweckverband Naturpark Bergisches Land, Das-Bergische-Geschäftsführer Tobias Kelter, OVAG Betriebsleiter Sami Dinc. Foto: Bergischer Fahrradbus
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Stellten das gemeinsame Angebot „Bergischer Fahrradbus“ vor: Oberbürgermeister Uwe Richrath, wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski, Elke Reichert, Dezernentin Umwelt, Mobilität, Bau, Rheinisch-Bergischer Kreis, RVK-Niederlassungsleiter Gregor Mauel, Ralf Uttich, Fahrradbeauftragter Stadt Leverkusen, Jens Eichner, Geschäftsführer Zweckverband Naturpark Bergisches Land, Das-Bergische-Geschäftsführer Tobias Kelter, OVAG Betriebsleiter Sami Dinc.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Auch der Bergische Wanderbus startet in seine nächste Saison. Am Karfreitag wird er morgens in Rösrath seine Runden beginnen.

Wermelskirchen. Seit fünf Jahren sind Radtouren bis weit ins Bergische Land möglich, ohne allzu viele Höhenmeter mit Muskelkraft überwinden zu müssen: Denn seitdem verbindet der Bergische Fahrradbus den Bahnhof Leverkusen-Opladen mit seinem Pendant in Marienheide. Er sammelt müde Radlerinnen und Radler mit ihren Rädern entlang des „Panorama-Radwegs Balkantrasse“ sowie des „Bergischen Panorama-Radwegs“ ein und stoppt dafür in Pattscheid, Burscheid, Wermelskirchen, Hückeswagen und Wipperfürth. Die Linie 430 pendelt darüber hinaus zwischen Bergisch-Gladbach und Burscheid und nimmt an den Wochenenden ebenfalls viele Räder mit.

Der Fahrradanhänger des Busses bietet Platz für 16 Räder, auch E-Bikes. Vier weitere Fahrräder können im Bus abgestellt werden. Aber auch Wanderer können den Bus nehmen, um Wege des Bergischen Wanderlandes zu erkunden.

„Die Verknüpfung von Bergischem Fahrradbus und dem Regionalen Schienennetz macht am Wochenende sehr ausgedehnte Touren möglich“, sagt Marc Kretkowski, Geschäftsführer der wupsi. „Diese Erfahrung hilft auch den Mobilitätskonzepten der Kommunen, die verstärkt auf Radverkehr und Modal-Split setzen.“ Der Bergische Fahrradbus habe sich als saisonales Angebot vom Frühjahr bis Allerheiligen etabliert.

An der Strecke des Wanderbusses finden die Mitreisenden zahlreiche gut ausgeschilderte Wanderwege.

Eva Burger, Sprecherin des Rheinisch-Bergischen Kreises

Die Linie 267, der Bergische Wanderbus, fährt in diesem Jahr sogar schon in seine zwölfte Saison. „Von 2010 an haben 33 300 Wanderinnen und Wanderer den Bus genutzt“, sagt Eva Burger, Sprecherin des Rheinisch-Bergischen Kreises. Seine Attraktivität habe dabei immer weiter zugenommen. Inzwischen fahren jährlich etwa 4000 Wanderfreundinnen und -freunde jede Saison damit. „Einbrüche gab es nur Corona bedingt“, sagt Eva Burger. „2600 Fahrgäste waren es im vergangenen Jahr. Aber jetzt startet er ja wieder wie vor der Pandemie.“

Ab Karfreitag verkehrt der Bergische Wanderbus wieder zwischen Odenthal und Wermelskirchen. Immer samstags, sonntags und an den Feiertagen sowie zusätzlich am 20. Mai, am 17. Juni sowie am 31. Oktober. Morgens fährt der Wanderbus in Rösrath los, abends um 20.52 Uhr wird er dort wieder in seine Garage gefahren. „An der Strecke des Wanderbusses finden die Mitreisenden zahlreiche gut ausgeschilderte Wanderwege“, sagt Eva Burger. „Auch in den beiden ,Reisegärten’, kundenfreundlich hergerichtete Plätze, Eifgen und Schöllerhof, gibt es Haltestellen, wo Wanderer einen komfortablen Ein- oder Ausstieg aus einer Wanderung finden oder einfach nur Rast machen können.“

Die Haltestellen Straußenfarm und Maria in der Aue entfallen

Der Bergische Wanderbus wird – sollte es keine Änderungen mehr aufgrund der Pandemie geben – bis zum 1. November verkehren. „Es gibt ein paar Änderungen“, sagt Eva Burger. „In dieser Saison wird die Haltestelle Straußenfarm aufgrund von Hochwasserschäden an einer Brücke bei Neuemühle leider nicht angefahren.“ Die Haltestelle am Restaurant Neuemühle werde nur von Wermelskirchen aus bedient. „Von dort aus können aber die, die es möchten, der Straße zu Fuß zur Straußenfarm folgen“, sagt die Kreissprecherin. „Die Haltestelle Maria in der Aue entfällt ebenfalls.“ Maria in der Aue sei kein Tagungshotel mehr, also auch kein Gastronomiebetrieb.

Der Wanderbus ist ein Kleinbus, der bis zu 24 Personen mitnehmen kann. Die Größe sei notwendig, damit auch alle Orte anfahrbar seien. Bleibt nur den Busbetreibern und allen Wanderfreudigen ein gutes Osterwetter zu wünschen. „Dann können Interessierte den Bus direkt ausgiebig nutzen“, sagt die Kreis-Sprecherin. „Ich wünsche allen ein fröhliches und aufregendes Wanderjahr.“

Tickets

Fahrradbus: Der Fahrpreis des Fahrradbusses richtet sich nach dem VRS-Tarif. Ergänzend zum Einzelticket muss ein Fahrrad-Ticket erworben werden. Je nach Mitnahmeregel kann das Angebot für VRS-Abo-Inhaber (z. B. Jobticket) sogar kostenlos sein. Dort empfiehlt es sich, in die Mitnahmeregeln des Tickets zu gucken.

Wanderbus: Es gilt der Tarif des VRS. Die Kurzstreckenregelung gilt nicht. Alle VRS-Online- und Handy-Tickets des VRS sind gültig.

Standpunkt: Die Busse sind ein Erfolg

Ein Kommentar von Susanne Koch

susanne.koch@rga.de

Die Busse sind ein Erfolg: Auch wenn man noch nicht von überdimensionierten Fahrgastzahlen sprechen kann. Sie sprechen aber eine deutliche Sprache: Dass immer mehr Menschen entweder zu Fuß oder mit dem Rad ihre Wochenenden verbringen und die Natur genießen. Die Ausflugslokale in der Nähe von Bus-Haltestellen haben schon vor Jahren gesagt, dass sie von den Buslinien profitieren. Und das werden sie sicher auch weiter und verstärkt tun. Da die Zukunft dem Radverkehr gehört, und viele Menschen sich gerade durch die Pandemie wieder ans Wandern gewöhnt haben, werden die Busse sicher weiter Zuspruch erhalten. Interessant ist auch, dass die Betreiber des Fahrrad-Busses erklären, dass auch die Städte Köln, Düsseldorf und Wuppertal durch das Schienennetz der Bahn angebunden sind. Das macht beispielsweise viele Ausflüge beispielsweise vom Rhein bis zu den Bergischen Talsperren möglich. Und auch der Bergische Wanderbus bietet seinen Nutzern eine Fülle von Ausflugsmöglichkeiten – von vielen Haltestellen aus zwischen Wermelskirchen und Odenthal.

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