Jubiläumsjahr

Der 0-Euro-Schein kommt gut an

Kirstin Bubenzer und André Frowein von „Wir in Wermelskirchen“ blicken auf das Stadtjubiläum, aber auch auf die Situation der Einzelhändler.
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Kirstin Bubenzer und André Frowein von „Wir in Wermelskirchen“ blicken auf das Stadtjubiläum, aber auch auf die Situation der Einzelhändler.

André Frowein und Kirstin Bubenzer blicken auf das Jubiläumsjahr der Stadt.

Von Wolfgang Weitzdörfer

Herr Frowein, nach dem alten Jahr ist vor dem neuen Jahr – wie blicken Sie auf 2023?

André Frowein: Auf der einen Seite dankbar für die vielen, erfolgreichen Aktionen und Projekte, für ein breites, ehrenamtliches Engagement und steigende Mitgliederzahlen mit einem fantastischen WiW-Team. Aber auf der anderen Seite ist es auch ein kritischer Blick: In allen Branchen ist der Fachkräftemangel angekommen, Waren sind nicht lieferbar, und die Energiekrise verschärft die Situation für die Unternehmerinnen und Unternehmer aber auch die privaten Haushalte unserer Stadt.

Frau Bubenzer, es ist ein besonderes Jahr – 150 Jahre seit der Verleihung der Stadtrechte. Was plant „Wir in Wermelskirchen“?

Kirstin Bubenzer: Wir organisieren für und mit der Stadt Wermelskirchen den Festumzug am 26. August. Die Planungen laufen schon, und es gibt auch schon viele Anmeldungen für Fußtruppen und auch für Wagen, aber mehr möchten wir heute noch nicht verraten. Die Idee „150 Jahre und 150 besondere Veranstaltungen“ stammt von uns. Das hierfür entwickelte Logo wird das ganze Jahr über bei der Werbung für die unterschiedlichsten Veranstaltungen von allen Wermelskirchener Vereinen und Institutionen zu sehen sein.

Wer ist auf die Idee mit dem 0-Euro-Schein gekommen – und warum?

Bubenzer:Unser Schatzmeister hatte die Idee zum 0-Euro-Schein. Wir als Team haben dann über die Motive gebrainstormt. Das Ergebnis ist ein Schein, der 150 Jahre Stadtrechte mit wichtigen Motiven aus Wermelskirchen verbindet und auch unser neues Maskottchen Dellouga zeigt. Die Scheine können nicht nur bei uns, sondern auch an vielen Verkaufsstellen erworben werden. Die Auflage ist limitiert, und wir können schon jetzt sagen, der 0-Euro-Schein wird gut angenommen.

Ist im Einzelhandel langsam wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht?

Frowein: Definitiv nicht! Seit fast drei Jahren bewegen wir uns von einer Krise in die nächste. Durch die unsichere Lage, gestiegene Preise und die Energiekrise haben viele Haushalte nicht mehr so viel Geld. Onlinehandel und Fachkräftemangel sind zwei weitere Herausforderungen für diese Branche. Auch wenn wir dies seit zwei Jahren in einer Dauerschleife wiederholen, können wir nur immer wieder einladen zu „kauft lokal!“.

Wie gut ist der Einzelhandel in Wermelskirchen aufgestellt?

Bubenzer: Der Einzelhandel in Wermelskirchen ist breit gefächert und bietet viele Möglichkeiten, in inhabergeführten Geschäften mit exzellenter Beratung einzukaufen.

Wie wichtig ist ein Verein wie „Wir in Wermelskirchen“ für den Einzelhandel?

Bubenzer: WiW ist sehr wichtig für den Einzelhandel, denn die verkaufsoffenen Sonntage sind umsatzstarke Tage für unsere Mitglieder, die sich rege daran beteiligen. Dieses Jahr sorgen wir verstärkt für ein Rahmenprogramm – Zauberer, Stelzenläufer und nicht zuletzt Dellouga ziehen viele Menschen in unsere Stadt, auch von außerhalb Wermelskirchens. Auch dort sind die vier verkaufsoffenen Sonntage bekannt, und die Menschen kommen gerne zu uns. So lernen auch Nicht-Wermelskirchener die Vorteile unsere örtlichen Händler schätzen und kommen auch während des ganzen Jahrs gerne wieder zu uns und kaufen in der Stadt ein.

Wie eng ist die Zusammenarbeit mit Dabringhausen und Dhünn bei „Wir in Wermelskirchen“?

Frowein: In den zurückliegenden Jahren wurde die Verbindung immer weiter ausgebaut. Der ortsübergreifende Austausch funktioniert sehr gut. Die gemeinsame Veranstaltungsterminierung ist in den vergangenen Jahren besser geworden. Ein Höhepunkt im vergangenen Jahr war mit Sicherheit die Blumenampelaktion in allen Ortsteilen.

Wie groß ist der Verein und wer ist mit dabei?

Frowein: Unser Verein hat aktuell knapp 280 Mitglieder. Weit mehr als 220 dieser Mitglieder sind Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Stadt und der Region – und das aus allen Branchen. Auch viele Privatpersonen sind Mitglieder und engagieren sich ehrenamtlich im Verein. Ohne dieses ehrenamtliche Engagement und die Mitglieder würde es unseren Verein schon lange nicht mehr geben.

Welche Vorteile haben Einzelhändler, wenn sie bei Ihnen Mitglied sind?

Frowein: Als Unternehmensmitglied – und das gilt dann auch für Einzelhändler – ist eine Teilnahme an allen vier verkaufsoffenen Sonntagen gratis, egal wie viel Fläche man vor dem eigenen Geschäft oder in der Innenstadt benötigt oder ob man einfach nur sein Geschäft öffnet. Die Transaktionsgebühren unserer digitalen Dellmark entfallen, Standgebühren an anderen Veranstaltungen, außer beim Feierabend-Markt, sind um 30 Prozent günstiger, die Gebühren für den steuerfreien Sachbezug der Angestellten sind um 50 Prozent reduziert, und natürlich werden unsere Mitglieder immer als erstes über neue Aktionen und Entwicklungen informiert. Grundsätzlich sollte jeder Unternehmer, jede Unternehmerin – für durchschnittlich 200 Euro brutto im Jahr – Mitglied bei uns werden, weil unsere Stadt die Investition wert ist. Egal, ob man von den Vorteilen profitiert oder nicht.

WiW-Büro

Wer sich über die Arbeit von „Wir in Wermelskirchen“ informieren möchte, kann dies in der Geschäftsstelle an der Telegrafenstraße 9 tun. Geöffnet ist von Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag, 10 bis 12 Uhr, sowie Mittwoch und Donnerstag von 15 bis 17 Uhr. Weitere Informationen gibt es auch im Internet.

www.wiw-marketing.de

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