Dabringhausen

Der Dorfpark wird schöner gestaltet

Landschaftsarchitekt Sven Berkey (v. l.),Thomas Marner, Landtagsabgeordneter Rainer Deppe, Bürgermeisterin Marion Lück, Holger Kotthaus vom Tiefbauamt und Landschaftsgärtner Daniel Kaimann machten den ersten Spatenstich. Foto: Dowo Siewert
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Landschaftsarchitekt Sven Berkey (v. l.),Thomas Marner, Landtagsabgeordneter Rainer Deppe, Bürgermeisterin Marion Lück, Holger Kotthaus vom Tiefbauamt und Landschaftsgärtner Daniel Kaimann machten den ersten Spatenstich.

Die Stadt bekommt für ein Projekt in Dabringhausen 102.000 Euro vom Land.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Der Dorfpark in Dabringhausen wird schöner gestaltet. „Ich finde es super, Geld in ein tolles Projekt zu investieren“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück. Schon vor einem Jahr kam der Zuwendungsbescheid vom Land über 102 000 Euro. „Wir können hier in Dabringhausen tatsächlich schöne Dinge verändern, die die Menschen, die hier ihren Lebensmittelpunkt haben, betreffen.“ Der Dorfpark wird von Alt und Jung genutzt, es wird hier gespielt, Konzerte werden gegeben, es wird gefeiert, sich begegnet und entspannt.

Bürgermeisterin Marion Lück führte zusammen mit dem Technischen Beigeordneten Thomas Marner, dem CDU-Landtagsabgeordneten Rainer Deppe, dem Landschaftsarchitekten Sven Berkey, Holger Kotthaus vom Tiefbauamt sowie dem Landschaftsgärtner Daniel Kaimann den ersten Spatenstich für die Arbeiten aus, die jetzt im Dorfpark beginnen.

Toll ist, dass hier schöne alte Bäume stehen geblieben sind.

Thomas Marner, Beigeordneter

„Ich finde es sehr schön, beim Spatenstich für dieses tolle Projekt dabei zu sein“, sagte Rainer Deppe. „Hier werden Fördermittel verbaut, die das Land speziell für die Verbesserung der Infrastruktur in Dörfern freigegeben hatte. Und Wermelskirchen hat den Antrag richtig gestellt und den Zuschlag bekommen.“ Es sei schön zu sehen, dass damit nun auch andere Projekte bedient werden könnten, als Stadtentwicklungsprojekte wie die Kölner Straße oder der Busbahnhof. Rainer Deppe wünscht sich sehr, bei der Einweihungsfeier dabei sein zu können. „Auch wenn ich dann wahrscheinlich nicht mehr Mitglied des Landtags bin.“

Noch führen Treppen vom Dorfplatz hinunter auf die Altenberger Straße. „Diese werden wir in einen barrierearmen geschlängelten Weg umbauen“, sagt der Technische Beigeordnete Thomas Marner. „Dann können den Park alle Menschen einfacher erreichen.“ Der Dorfplatz ist sehr alt. Ab 1855 bis 1901 wurde er als Friedhof genutzt, worauf immer noch einige Grabstellen hinweisen. Als Dorfplatz wird er seit Mitte der 2000er Jahre genutzt. „Toll ist, dass hier schöne alte Bäume stehen geblieben sind und jetzt den Charakter des Parks ausmachen“, sagt Thomas Marner. Im oberen Teil des Dorfplatzes befindet sich ein Bodendenkmal. „Hier sind mittelsteinzeitliche Überreste gefunden worden.“ Das müsse bei der Umgestaltung bedacht werden.

Nachdem alle Vorbereitungen getroffen wurden, wird die Umgestaltung jetzt beginnen und etwa zwölf Wochen dauern. Neben dem neuen Aufgang, der angelegt wird, werden oberhalb des Spielplatzes Mehrgenerationenspielgeräte aufgebaut. „Die Bühne, die gerne von den Dabringhausern genutzt wird, wird neu gefasst werden“, sagt Thomas Marner. Dieser Vorschlag sei aus der Bürgerschaft an die Politik herangetragen worden.

Die neue Sitzgruppe, die an der Stelle aufgebaut wird, an der gestern der Spatenstich zelebriert wurde, wird einen Tisch erhalten, der auch von Rollstuhlfahrern unterfahrbar ist. „Das wurde auch ausprobiert“, sagt Thomas Marner. „Und zum Schluss wird es im oberen Teil noch eine Totholzhecke geben, wo sich beispielsweise Insekten ansiedeln können. „Und wir bauen auch noch einen Pfad der Sinne“, sagt Marner. „Da können kleine und große Dabringhauser mit ihren nackten Füßen über unterschiedliche Naturmaterialien gehen.“

Bürgermeisterin Marion Lück ist sehr froh über diesen Schritt

Bei Sonnenschein wurde der Spatenstich für alle zu einem kleinen Genussevent. „Ich bin sehr froh, dass wir jetzt mit den Arbeiten beginnen können“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück. „Ich persönlich bin sehr froh über diesen Schritt.“ Der Dorfpark möge den Dabringhausen noch mehr zu einem Vergnügen werden, als er es jetzt schon ist. „Ich bin mir sicher, dass die Dorfgemeinschaft, die tatsächlich immer eng zusammensteht, diesen Ort gerne und ausgiebig nutzen wird.“

Hintergrund

Dabringhausen ist vor Dhünn der größte Stadtteil von Wermelskirchen und war lange Zeit eine selbstständige Gemeinde. Der Ort grenzt an Odenthal, Kürten und Burscheid und hat eine Fläche von 23,11 km². Zwischen Dabringhausen und Kürten liegt die Große Dhünntalsperre. 1230 wurde Dabringhausen im Urbar des St.-Andreas-Stiftes in Köln als „Dabrezhusen“ zum ersten Mal erwähnt. Die Entstehung ist aber bis in die karolingische Zeit zurückzuführen.

Standpunkt: Ein schöner Platz

Ein Kommentar von Susanne Koch

susanne.koch@rga.de

In Dabringhausen wird jetzt ein schöner, alter Platz noch einmal attraktiver gestaltet. Und den Plänen merkt man an, dass Landschaftsarchitekten und Stadtplaner an möglichst alle gedacht haben. So bekommen jetzt auch die Erwachsenen ihre Spielgeräte. Die Natur wird bedacht, eine Totholzhecke soll für eine größere Insektenvielfalt sorgen. Und auch andere Tiere beherbergen. Die Bühne wird neu gefasst, was den Konzertbesuchern entgegenkommt, und eine neue Sitzgruppe wird behindertenfreundlich gestaltet. Und damit den Dorfpark auch wirklich alle leichter besuchen können, wird der Eingangsbereich barrierearmer gestaltet. Alle Maßnahmen zeigen, dass sich die Stadt hier große Mühe gegeben hat, die unterschiedlichen Bedürfnisse unter einen Hut zu bekommen. Ursprünglich wurde der Dorfpark von 1855 bis 1901 als Friedhof genutzt. Auch das ist noch durch Grabstellen wahrzunehmen. Die Dabringhauser können sich jetzt schon darauf freuen, wenn ihr Dorfpark in etwa zwölf Wochen wieder neu eröffnet wird, mit viel mehr und größerem Nutzen für die Bewohner des Stadt-Dorfes. Eine wirklich schöne Sache.

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