Kirmes

Dem großen Feuerwerk droht die Absage

Das Ordnungsamt wird auf der Kirmes Präsenz zeigen. Die Macher sind sich sicher, dass wieder die gewohnte, familiäre Atmosphäre herrscht.
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Das Ordnungsamt wird auf der Kirmes Präsenz zeigen. Die Macher sind sich sicher, dass wieder die gewohnte, familiäre Atmosphäre herrscht.

Ordnungskräfte: Verstärkte Präsenz zur Kirmes.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Die zuletzt aus 2019 bekannten Wassertanks werden auch bei der diesjährigen Herbstkirmes als sogenannte Terrorsperre dienen. „Diese Tanks verhindern das unkontrollierte Einfahren von Fahrzeugen in den Publikumsbereich“, erläutert Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann. Der kündigt für das größte Volksfest in Wermelskirchen, das vor drei Jahren geschätzt 300 000 Besucher an fünf Tagen anlockte, eine „verstärkte Präsenz mit ausreichend Personal insbesondere am Abend“ an. Das betreffe sowohl die Ordnungskräfte als auch die Polizei.

Verkehr:Neben Sperrungen und Beschilderungen will das Ordnungsamt vor Ort persönlich auf die geänderte Verkehrsführung hinweisen – mahnende Worte und Knöllchen nicht ausgeschlossen. „Wir haben die besondere Situation, dass die Balkan-Trasse zwar eine Umleitungsbeschilderung bekommt, sie jedoch letztlich mitten durch das Kirmesgeschehen führt“, erläutert Arne Feldmann. Die geltende Regel: Fahrradfahrer haben abzusteigen und müssen ihren Drahtesel schieben, damit es keinen Ärger gibt. Gute Erfahrungen habe die Stadt mit den Verkehrskadetten aus Solingen gemacht. Die sorgen zur Herbstkirmes für eine Sicherung Querung der Fußgänger über den Durchstich Dabringhausener Straße, der zwischen B 51 und Hilfringhauser Straße für den Verkehr geöffnet bleibt. In diesem Jahr werden die Verkehrskadetten aus der Klingenstadt mit noch mehr Personal anrücken als 2019.

Brandschutz: Bei der Vorbereitung der Kirmes steht das Ordnungsamt stets in engem Kontakt mit der Wermelskirchener Feuerwehr, berichten Arne Feldmann und Paul Engelbracht. Die freiwilligen Brandbekämpfer stellen demnach eigens eine Kirmesbereitschaft. „Das Prinzip ist logisch: Im Falle eines Feuers auf der Kirmes rennen die alarmierten Feuerwehrleute an den Einsatzort, suchen sich dort den nächsten Wasseranschluss, koppeln einen gegebenenfalls angeschlossen Schlauch eines Schaustellers ab und ihren an“, erläutert Paul Engelbracht.

Feuerwerk: Das Abschlussfeuerwerk am Dienstag, 30. August, um 22 Uhr findet nur statt, wenn nicht die Graslandfeuerstufe fünf ausgerufen ist, kündigen die beiden Ordnungsamtskräfte an: „Das ist sicher. Ansonsten obliegt die Entscheidung, ob das Feuerwerk aufgrund von Trockenheit stattfindet oder nicht, bei der Feuerwehr, die das Geschehen an Ort und Stelle überwacht.“

Erste Hilfe: Mit zwei Stationen (vor der Schwanenschule und vor der Hauptstelle der Stadtsparkasse) ist das Deutsche Rote Kreuz vertreten. „Die Stationen sind an diesen Standorten platziert, weil dort eine An- und Abfahrt gewährleistet ist“, so Feldmann.

„Luisa ist hier“: Die DRK-Stationen erfüllen zudem eine weitere Aufgabe: Mit großen sogenannten Beachflags, also mobilen Fahnen, wird darauf hingewiesen: „Luisa ist hier“. Mit dieser Aktion der Stadt Wermelskirchen, die eine bundesweite Kampagne aufgreift, stellt sich der Veranstalter gegen sexuelle Übergriffe auf dem Rummel. „Leider hat es in der Vergangenheit ja derartige Fälle gegeben – auch im nahe liegenden Radevormwald. So etwas wollen wir unbedingt verhindern“, betont Arne Feldmann. „Luisa ist hier“ soll Betroffenen, die sich belästigt oder bedrängt fühlen, eine schnelle und unauffällige Schutzzone bieten, in dem sie das Stichwort „Luisa“ nennen. Zum Beispiel durch die Frage: „Ist Luisa hier?“ Die Mitarbeiter von DRK, Feuerwehr, Polizei oder Ordnungsamt seien darauf sowieso vorbereitet, sagt Arne Feldmann: „Aber auch die Schausteller werden wir im Vorfeld entsprechend einweisen, damit sie Bescheid wissen.“

Matinée: Am Matinée-Montag, 29. August, herrscht im „Bermuda-Dreieck“ auf der Eich Glasverbot. Das wird von einer Sicherheitsfirma an fünf Kontrollstellen überwacht. Für diesen Tag gilt: Um 23 Uhr endet draußen die Musikbeschallung, um 24 Uhr ist Sperrstunde. „Zwischen zwei und drei Uhr nachts kehren wir die letzten Besucher, die dann noch nicht begriffen haben, dass Feierabend ist, nach Hause“, blickt Arne Feldmann aus.

Familiäre Atmosphäre: Für alle anderen Tage gelten die bekannten Kirmes- und Krammarkt-Öffnungszeiten, aber, so sagen Arne Feldmann und Paul Engelbracht unisono: „Wir halten uns an die Regeln. Jedoch machen wir nicht einfach dicht, wenn die Straßen noch voll sind.“ Das verursache erfahrungsgemäß kein Problem. „Auf dem Krammarkt haben zwischen Beschickern und Anwohnern über die Jahre Freundschaften entwickelt.“ Es herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre, berichten Feldmann und Engelbracht.

Sperrungen:Der Bereich an der Carl-Leverkus-Straße am Weihnachtsbaum sowie der Schwanenplatz sind bereits gesperrt. Seit Dienstag, 23. August, sind es die obere und untere Eich, seit Mittwoch, 24. August, der Krammarktbereich auf Kattwinkel- und Schillerstraße sowie Jörgensgasse. Für die Andienung der Kölner Straße richtet die Stadt eine Notzufahrt vom Brückenfahrt bis Freitag, 26. August, vormittags 8 Uhr ein – danach fließt auch hier kein Verkehr mehr. Aber: Sowohl für den Bereich Eich als auch für die Kölner Straße gilt während der Kirmestage eine Befahrbarkeit für die Anlieger oder Lieferverkehr zwischen 4 Uhr nachts und 10 Uhr morgens.

Alle Infos zur Kirmes im Internet bei der Stadt:

wermelskirchen.de/kirmes/herbstkirmes

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