Session

Dawerkuser starten in den Karneval

Zusammen mit Prinz Roger hatte Bürgermeisterin Marion Lück ihr Karnevals-Debüt auf der Dabringhauser Bühne.
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Zusammen mit Prinz Roger hatte Bürgermeisterin Marion Lück ihr Karnevals-Debüt auf der Dabringhauser Bühne.

Die Prinzenproklamation in der Mehrzweckhalle war der Auftakt – Nach zwei stillen Jahren ging es hoch her.

Von Sabine Naber

Wermelskirchen. Zünftig begrüßten die Dawerkuser Jecken am Samstag die fünfte Jahreszeit in der bunt geschmückten Dabringhauser Mehrzweckhalle. Kleine und große Clowns, Burgfräulein, Sträflinge, Katzen, Bauarbeiter, oder auch Kapitäne und Mönche applaudierten, als pünktlich um 19.11 Uhr das Dabringhauser Blasorchester einzog. Der Karnevals-Klassiker „Es war einmal ein treuer Husar“ erklang im Saal und alle Karnevalisten sangen kräftig mit.

Bevor es aber zur Prinzenproklamation ging, das neue Dreigestirn ins Amt eingeführt wurde und die Session 2022/23 erst so richtig beginnen konnte, gab es noch reichlich Programm auf der Bühne. Und das alles vor dem großen Banner, das die Einstellung in dieser Session eigentlich allen klarmacht: „Pandemie – isch kann net mieh. Mir sin jeck wie nie“, heißt es da.

Auch das Wipperfürther Prinzenpaar war zu Gast

Wolfgang Schumacher vom Dabringhauser Festausschuss freute sich besonders, dass neben den mehr als 300 Gästen auch das Wipperfürther Prinzenpaar in die Mehrzweckhalle gekommen war, um mitzufeiern. Nachdem beim Lied „Rot sind die Rosen“ noch ordentlich geschunkelt wurde – auch Bürgermeisterin Marion Lück mit Dreispitz auf dem Kopf machte fröhlich mit – ernannte Schumacher seinen Vorgänger Peter Eickhoff zum ersten Ehrenvorsitzenden. Geehrt für 30 Jahre wurden auch die Mitglieder der IG Fisch, für 22 Jahre die Jecken Wiewer und für elf Jahre die „Klüngelköpp“. Da passte es wunderbar, dass das Blasorchester den kölschen Karnevalssong „En unsrem Veedel“ spielte, in dem es passenderweise heißt: „Denn he hällt m'r zesamme, ejaal wat och passet“.

„Seit zwei Jahren wartet ihr darauf, dass Ihr eure Karnevalsklamotten mal ausziehen dürft“ - so holte Moderator Andy das alte Dreigestirn – stilvoll begleitet von der Grunewalder Tanzgarde - auf die Bühne. „Wir hatten eine megageile Zeit“, versicherte der Prinz alias Mario Berkey, bevor Lucie Schumacher vom Festkomitee ihm und Ex-Bauer Marcus Stahlhacke den blauen Hut aufsetzte, wie es die Tradition in Dabringhausen verlangt. Alt-Prinzessin Samira Kramp bekam ihn von Wolfgang Schumacher aufgesetzt. „Auf den tollen Karneval – dreimal Alaaf“ hieß es dann beim Abmarsch.

Dann begeisterte der kleine Grunewalder Tanzcorps die Jecken auf großartige Weise. Aber erst, nachdem Kommandant Milo (5) völlig unerschrocken zum Mikro gegriffen und seine Ansage gemacht hatte: „Tanzmariechen stillgestanden, Tanzmariechen tanz“, befahl er und gab damit das Signal für den Start.

Männerballett tanzte zu später Stunde

Die Hände in die Hüften gestemmt, flogen die Beine hoch, als „Wenn et Trömmelche jeit“ erklang. „Das war absolute Spitzenklasse“, waren sich der Moderator und das Publikum einig. Auch die etwas größeren Grunewalder und die Tanzgarde Rut-Wiess zeigten beim Gardetanz noch ihr Können, bevor die Bürgermeisterin das neue Dreigestirn gemeinsam mit den Jecken Wiewern und der Altstadtgarde auf der Bühne in ihr Amt einführte. Prinz Roger Rehbold (49) Bauer Holger Schüller (61) und Jungfrau Frieda (62) alias Wilfried Frowein – alle drei gehören auch zur Dawerkuser Altstadtgarde und sind nicht nur von daher überzeugte Karnevalisten – haben sich nach der langen Coronazeit vorgenommen, alles mitzunehmen, was in dieser Session im Karneval stattfinden wird. Sie hätten schon im letzten Jahr „richtig Bock aufs Feiern gehabt“, sind sich die drei einig. Prinz Roger I. hatte sich den Song „Stäänefleejer“ der Kölner Band Kasalla ausgesucht, Jungfrau Frieda singt das Zarah Leander-Lied „Nur nicht aus Liebe weinen“ und Bauer Holger entschied sich für „Schön ist anders“ von Miljö.

Mit dem Grunewalder Tanzcorps ging es weiter. Und mit den Dorftorpedos „Övver Ohnder“ hatte der Festausschuss noch ein Männerballett engagiert, das zur späten Stunde seinen Auftritt hatte.

Vorschau

Die Proklamation war erst der Auftakt. Der Dabringhauser Festausschuss plant im kommenden Jahr am 12. Februar seinen Kinderkarneval, will am 16. Februar Weiberfastnacht feiern, bevor es am 18. Februar heißt „Wir unter uns“. Am 20. Februar wird zum Rosenmontag eingeladen und auch der Sommerkarneval hatte bei der Premiere im Freibad so viel Anklang gefunden, dass er am 5. August unter dem Motto „Sommer Sonne Karneval“ wieder stattfinden soll.

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