Gedenktag

Das grauenhafte Geschehen darf nicht wiederkehren

Präsentation der Auschwitz-Fahrt der Hauptschule Klassen 10 B 1 und 10 B 2 mit Marie-Louise Lichtenberg.
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Präsentation der Auschwitz-Fahrt der Hauptschule Klassen 10 B 1 und 10 B 2 mit Marie-Louise Lichtenberg.
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Veranstaltung zum Holocaust-Gedenktag am 27. Januar im Haus Eifgen.

Von Susanne Koch

Der 27. Januar ist seit 2005 (weltweit) Holocaust-Gedenktag. In Deutschland gibt es den Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus bereits seit 1996. Der Tag erinnert außerdem an die Befreiung des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz durch die Rote Armee (1945). Das Haus Eifgen lädt aus diesem Anlass zur Veranstaltung „Erinnern bedeutet aufklären“ ein. Es wird die Ausstellung „Die Geschichte ist kaum zu ertragen“ zu sehen sein, weiter wird eine Filmdokumentation zur Studienfahrt 2008 der damals noch existierenden Hauptschule Wermelskirchen in die Gedenkstätte Auschwitz gezeigt. Anschließend gibt es noch eine Podiumsdiskussion mit ehemaligen Schülerinnen und Schülern, die die Fahrt mitgemacht haben.

Damals unterhielten sich die Schülerinnen und Schüler mit Kazimierz Smolen (1920-2012). Er kämpfte im polnischen Widerstand nach dem deutschen Überfall auf Polen am 1. September 1939; er war einer der ersten Häftlinge – und insgesamt fünf Jahre – im Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz. Von 1955 bis 1990 war er Direktor der Gedenkstätte, wo er bis 1998 auch lebte.

Auf die Frage einer Wermelskirchener Schülerin, weshalb er sein Schicksal und Leben immer wieder vor Jugendlichen erzählt, sagte er: „Ich tue es, damit es nie in Vergessenheit gerät. Eine Tante wurde im KZ Ravensbrück ermordet – ein Onkel im KZ Dachau. Ihr seid Missionare, Ihr wisst jetzt, wie es war. Gebt dies weiter! Damit sich dieses grauenhafte Geschehen nie wiederholt.“ Das hat auch Lehrerin Marie-Louise Lichtenberg als Auftrag für sich als Persönlichkeit sowie als Pädagogin verstanden – er treibt sie bis heute um.

Aus diesem Anlass präsentieren die pensionierte Pädagogin – Vorstandsmitglied im bundesweiten Arbeitskreis für Jugendliteratur – Marie-Louise Lichtenberg, die Kulturinitiative Wermelskirchen sowie die Abteilung Wermelskirchen des Bergischen Geschichtsvereins, die vor 15 Jahren in der damals noch existenten Hauptschule und im Rathaus gezeigte Ausstellung „Die Geschichte ist kaum zu ertragen“ mit der gleichnamigen Dokumentation.

Diese Studienfahrt verarbeiteten die Jugendlichen in zahlreichen Texten, gemalten Bildern und Fotografien – diese Elemente bilden die Ausstellung. In einem Dokumentations-Film (etwa 60 Minuten) präsentieren die damaligen Jugendlichen ihre Ergebnisse ihrer Exkursion.

Im dritten Teil der Veranstaltung sprechen einige Ehemalige in einer Podiumsdiskussion über diesen Besuch der Gedenkstätte vor 15 Jahren. Sie gehen unter anderem der Frage nach, ob die Vergangenheit wirklich vergangen ist, und was dieser Besuch für sie bedeutet hat und bedeutet – 2008 und 2023.

Die Ausstellung und der Film werden auch noch am folgenden Wochenende, 28./29. Januar, zu sehen sein: Am Samstag, 28., und Sonntag, 29. Januar (jeweils 14 bis 18 Uhr). Der Eintritt ist frei. Es besteht die Möglichkeit zum persönlichen Gespräch mit Marie-Louise Lichtenberg.

Weil die Kapazität des Saales von Haus Eifgen auf 100 Menschen begrenzt ist – es gelten die aktuellen Richtlinien und mögliche Einschränkungen wegen Corona –, sollen sich Interessierte bitte unbedingt anmelden unter www.remscheid-live.de oder bei der Abteilung Wermelskirchen des Bergischen Geschichtsvereins, Margret Wischow (Tel. 02196 / 5096).

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