Das einzig wirksame Mittel ist die Impfung

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Insgesamt wurden 13 000 Impftermine im Rheinisch-Bergischen zunächst gestoppt – das war ein Schock Anfang der Woche. Wegen einzelner schwerer Nebenwirkungen nach Impfungen mit Astrazeneca hatte das Paul-Ehrlich-Institut Bedenken eingeräumt und die Bundesregierung hatte die Impfungen mit dem Serum zunächst ausgesetzt. Auch für die Impfungen im Kreis hatte das Folgen. Mit „Supergau“ fasste es Impfarzt Dr. Hans-Christian Meyer zusammen. Der wird jetzt wohl ausbleiben, weil nach einer Prüfung die Impfungen mit dem Impfstoff wieder aufgenommen werden. Dennoch wird Astrazeneca durch die aufgetretenen Probleme möglicherweise an Vertrauen bei den zu Impfenden eingebüßt haben. Das wäre fatal, denn es ist wichtig, dass jetzt möglichst rasch, möglichst viele Menschen geimpft werden. Umso entscheidender wird sein, die Impfungen so schnell wie möglich in die Arztpraxen zu bringen und die Hausärzte ans Werk zu lassen. Das Impfen ist seit Jahren deren Geschäft, sie impfen gegen Grippe und andere Infektionskrankheiten – und sie kennen ihre Patienten am besten. Das heißt auch, dass sie am besten deren Fragen beantworten und auf Sorgen und Bedenken eingehen. Und möglicherweise auch entscheiden, ob dieser oder jener Impfstoff für den einen oder anderen besser geeignet ist oder eben nicht. Die Hausärzte sind auf jeden Fall die besten Kooperationspartner, wenn es ums Impfen geht.

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Dass es ab Montag im Rathaus und an einigen anderen Stellen, wie der Montanus-, der Damian- oder der Bergischen Apotheke, kostenlose Schnelltests geben soll, ist sicher eine gute Nachricht. Denn mit den Tests kann man zumindest für einige Stunden recht sicher sein, niemanden im Umfeld zu infizieren. Das kann beispielsweise bei Verwandtenbesuchen oder auch dem Besuch eines Kosmetik- oder Massagestudios hilfreich sein. Aber die Tests sind eben nur eine Krücke in der jetzigen Phase der Pandemie. Nur mit flächendeckenden Impfungen wird man sicher den Weg aus dieer Pandemie schaffen. Die Testverfahren kommen obendrein zu spät. Denn mit ihnen hätte man viel früher arbeiten und somit verhindern können, dass Wirtschaftsunternehmen schon seit November im Lockdown sind. Gezielte Tests am Eingang von Restaurants oder Sportstudios hätten möglicherweise Alternativen geboten. Das ist jetzt Schnee von gestern. Brandaktuell ist die Forderung nach breit angelegten Impfaktionen. Bleibt zu hoffen, dass Bund und Länder die Anfang kommender Woche endlich beschließen.

Bewohner der Seniorenheime genießen wieder mehr Freiheiten.

Gastronomen sehen kaum noch Auswege.

anja.siebel @rga.de

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