Nachruf

Das Bergische wurde für Jürgen Weiher zur zweiten Heimat

Trauer um Jürgen Weiher. Der langjährige Vorsitzende des Stadtsportverbandes und der Pommerschen Landsmannschaft Wermelskirchen ist im Alter von 84 Jahren gestorben.
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Trauer um Jürgen Weiher. Der langjährige Vorsitzende des Stadtsportverbandes und der Pommerschen Landsmannschaft Wermelskirchen ist im Alter von 84 Jahren gestorben.

Trauer um Jürgen Weiher: Langjähriger Vorsitzende des Stadtsportverbandes starb im Alter von 84 Jahren.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Trauer um Jürgen Weiher. Der langjährige Vorsitzende des Stadtsportverbandes und der Pommerschen Landsmannschaft Wermelskirchen ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Eine Trauerfeier in der Evangelischen Kirche in Hünger mit anschließender Beisetzung fand bereits am vergangenen Dienstag statt. Das bürgerschaftliche Engagement von Jürgen Weiher wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande gewürdigt.

Geboren am 16. Januar 1938 in Groß Borkow, Kreis Lauenburg in Pommern, daraus vertrieben im Juli 1946 und im August in Wermelskirchen gelandet, wurde das Bergische vor Jahrzehnten die zweite Heimat für Jürgen Weiher. Hier heiratete er und gründete eine Familie. Im Interview mit unserer Redaktion beschrieb Jürgen Weiher seine Verbindung nach Pommern als „Urwuchs“. Denn: Die Geschichte der Weihers in Pommern, Kreis Lauenburg, lasse sich bis zum Jahr 1346 zurückverfolgen. „Das ist über die Jahrhunderte gewachsen, also Urwuchs“, kommentierte Jürgen Weiher. Und so trage er diese urwüchsige Heimat in seinem Herzen.

Das Amt des Vorsitzenden der Pommerschen Landsmannschaft in Wermelskirchen sei ihm eher zufällig „untergekommen“, wie Jürgen Weiher zeit seines Lebens berichtete, weil es „niemand anderes machen wollte“. Dieses fast unscheinbare Zitat drückt viel über den Menschen Jürgen Weiher aus: Ohne Arbeit und Engagement war er nicht denkbar und konnte er sich nach eigenen Angaben seinen Alltag nicht vorstellen. Jürgen Weiher wollte und wusste sich einzubringen.

Bundesverdienstkreuz am Bande wurde ihm 2014 verliehen

Er war Macher und entsprechend Realist. Mit diesem Standpunkt hat er sich stets engagiert, wenn er es für notwendig hielt. 2014 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Das war die höchste Auszeichnung in einer langen Reihe von Ehrungen. Darunter auch das Silberne Eichenblatt der Pommerschen Landsmannschaft im Bund.

Jürgen Weihers Vorsitz bei der Landsmannschaft währte über fünf Jahrzehnte. Fast vergleichbar lange dauerte Jürgen Weihers Schaffen im Vorstand des Stadtsportverbandes an, den er 2016 aus gesundheitlichen Gründen nach 42 Jahren verließ. Damals gab er den Vorsitz an seinen langjährigen Weggefährten im Spitzenverband der Wermelskirchener Sportvereine, Klaus Junge, ab. Auch Klaus Junge hat dieses Amt inzwischen aus Altersgründen niedergelegt. Ihm folgte der TuRa Pohlhausen-Vorsitzende und ehemalige Bürgermeister Rainer Bleek.

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