Zeugin kann Fahrer nicht stoppen

Flucht: Mit 1,7 Promille Rennen geliefert - dann eingeschlafen

Die Polizei hat ein Strafverfahren eingeleitet. Archivfoto: Roland Keusch
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Die Polizei hat Strafverfahren eingeleitet.

Zum Glück ohne Verletzte endete die Irrfahrt eines offenbar Betrunkenen zwischen Dabringhausen und Odenthal. Eine aufmerksame Autofahrerin hatte versucht, ihn zu stoppen - vergeblich.

Wermelskirchen. Die Wermelskirchenerin war am Montag gegen 15 Uhr auf der L101 zwischen Dabringhausen und Odenthal unterwegs. Hinter ihr tauchte plötzlich ein Mercedes Sprinter auf, der hinter ihr drängelte und in deutlichen Schlangenlinien fuhr. Die Frau alarmierte die Polizei. Als der Sprinter in Höhe Schöllerhof in den Grünstreifen fuhr und einen Leitpfosten touchierte, hielt die Zeugin mit Warnblinkanlage am Straßenrand an. Der Fahrer des Mercedes Sprinter hielt ebenfalls kurz an und machte auf die Zeugin einen stark angetrunkenen Eindruck. Sie bat ihn, auf den Parkplatz am Schöllerhof zu fahren. Doch stattdessen raste er mit hoher Geschwindigkeit davon.

Fahrer rast davon - Polizei findet ihn schlafend auf dem Fahrersitz

An einer roten Ampel gelang es der Zeugin, den Fahrer erneut anzusprechen. Doch auch diesmal flüchtete der Mann und fuhr mit Vollgas in Richtung Leverkusen weiter und in gefährlicher Weise nutzte er dabei durchgängig die Mitte der Fahrbahn, berichtet die Polizei. Glücklicherweise kam zu diesem Zeitpunkt kein Gegenverkehr. Die Zeugin musste ihre Nachfahrt dennoch wenig später abbrechen, da die Situation zu gefährlich war.

Wenig später fand eine Streifenwagenbesetzung den Sprinter in Schildgen - auf dem Fahrersitz: ein schlafender Mann, auf den die Personenbeschreibung der Zeugin zutraf. Auf Klopfen an der Fahrertür habe der Mann nicht reagiert. Eine Polizistin öffnete die Fahrertür - in der Ablage: eine leere Bierflasche. Der 59-jährige Gladbacher war offenbar stark betrunken; er pustete über 1,7 Promille.

Im Krankenhaus wurden ihm Blutproben entnommen; sein Führerschein beschlagnahmt. Ihn erwarten Strafverfahren wegen Straßenverkehrsgefährdung unter Alkoholeinfluss, Unfallflucht und verbotenem Kfz-Rennen. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf 600 Euro. red

Kurz zuvor hatte sich auf der L101 in Dabringhausen bereits ein schweren Unfall ereignet - auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

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