Digitalisierung

Cyber-Sicherheit made in Wermelskirchen

Der Sitz der Firma HEGO - Informationstechnologie liegt unscheinbar im Gebäude an der Telegrafenstraße 8.
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Der Sitz der Firma HEGO - Informationstechnologie liegt unscheinbar im Gebäude an der Telegrafenstraße 8.

HEGO Informationstechnik feiert 25-jähriges Bestehen.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Krankenhäuser, Universitäten und Industrie, Krankenkassen, Mediengruppen und Behörden: Wer einen Blick in die lange Liste der Cyberangriffe wirft, die allein in diesem Jahr deutsche Ziele trafen, begegnet vielen verschiedenen Branchen. „Durch Diebstahl, Spionage und Sabotage entsteht der deutschen Wirtschaft jährlich ein Gesamtschaden von mehr als 220 Milliarden Euro“, weiß Ralf Gogolin. Sein Fazit ist ernüchternd: „Die aktuelle Cyber-Sicherheitslage in Deutschland  ist nicht zufriedenstellend und bietet keine gute Basis für die digitale Zukunft.“

Während das Thema bundesweit immer mehr an Schwung gewinnt, ist das Feld für Ralf Gogolin und Jörg Hermanns nicht neu. Bereits 1997 gründeten sie in Wermelskirchen die „HEGO Informationstechnik“ – vor allem, um Unternehmen Beratung anzubieten. „Damals war es noch nicht üblich, dass sich die Geschäftsführungsebene mit IT-Themen beschäftigte“, erinnert Gogolin.

Mit Microsoft veränderte sich die Situation in vielen Unternehmen – von jetzt auf gleich konnten Betriebe eigene Mailserver betreiben. Der Beratungsbedarf war immens – zum ersten Mal mussten Unternehmensleitungen IT-Entscheidungen treffen. Die „HEGO Informationstechnik“ aus Wermelskirchen stand da bereits in den Startlöchern: Sie unterstütze Unternehmen in diesem heiklen Moment, half dabei, die neuen Möglichkeiten in den Alltag der Unternehmen zu integrieren und konzipierte Seminare und Workshops, um die Unternehmen in den digitalen Prozessen zu begleiten.  „Das bedeutete auch: Wir haben Schulungen angeboten, in denen das notwendige Wissen vermittelt wurde, um unternehmensintern Mitarbeitende in die Lage zu versetzen, eigene Workflows zu programmieren“, erklärt Gogolin.

Und dabei zeigte sich auch: Die Absicherung von Serverumgebungen wurde dringend notwendig. „Weil wir früh erkannt haben, dass Informationssicherheit unabdingbar in der IT ist, war es möglich, große Konzerne als Kunden zu gewinnen und für diese ausfallsichere Rechenzentren und sichere Netzwerke zu konzipieren und zur realisieren“, erinnert sich Gogolin.

Inzwischen hat sich die „HEGO Informationstechnik“ mit Sitz an der Telegrafenstraße längst bundesweit einen Namen gemacht. Viele Zertifikate und vor allem Mitgliedschaften erzählen von einer Erfolgsgeschichte – vom Institut für Technologiequalität über das Horst-Görtz-Institut für IT-Sicherheit an der Ruhr-Universität Bochum und dem iTeam, dem größten Verbund für unabhängige mittelständische IT-Systemhäuser, bis hin zur Teilnahme an der Allianz für Cyber-Sicherheit des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und der Autorisierung für das Förderprogramm „go-digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

„Der deutsche Mittelstand prägt die Wirtschaft und mach den Standort international wettbewerbsfähig“, befindet Gogolin, „damit ist er die Basis für unseren Wohlstand.“

Unternehmen sollten sich mehr mit IT-Sicherheit beschäftigen

Sein eindringlicher Appell richte sich deswegen nun vor allem an die mittelständischen Unternehmen: Es sei noch einiges zu tun, um zu gewährleisten, dass die Geschäftsprozesse „ausfallfrei, sicher und vertrauenswürdig laufen“. Weil diese immer weiter digitalisiert würden, seien sie auch immer mehr gefährdet. „Für Unternehmensleitungen muss es heute obligatorisch sein, sich angemessen mit den IT-Sicherheitsthemen zu beschäftigten und dafür auch die notwendigen Budgets bereitzustellen“, betont Gogolin.

Die „HEGO Informationstechnik“ wolle ihren Beitrag dazu leisten und Unternehmen auch weiterhin begleiten, unterstützen und entsprechend bedarfsgerecht mit dem nötigen Wissen ausstatten: „Für die IT-Sicherheit sowohl der digitalen kritische Infrastruktur als auch die der digitalen Prozesse zu sorgen, ist eine große Herausforderung“, weiß der Unternehmensgründer zum silbernen Jubiläum, „deswegen ist es wichtig, dass alle Beteiligten ihren Beitrag dazu leisten – vom Staat bis zum Anwender.“

Zukunft

Wechsel: Ralf Gogolin und Jörg Hermanns gründeten 1997 gemeinsam die „HEGO Informationstechnik“ – damals noch unter anderem Namen. 25 Jahre später geht Ralf Gogolin in den Ruhestand. Er hatte für Ende des Monats seinen Rückzug angekündigt.

Zukunft: Jörg Hermanns führt das Unternehmen gemeinsam mit dem zertifizierten IT-Security-Manager Patrizio Ziino weiter, der bereits seit rund zehn Jahren bei der „HEGO Informationstechnik“ arbeitet.

Auszeichnung: Im vergangenen Jahr wurde die „HEGO Informationstechnik“ durch „Die Deutsche Wirtschaft“ beim größten Publikumspreis der deutschen Wirtschaft als einer der Innovatoren 2021 ausgezeichnet.

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