Corona-Pandemie: Viele Fragen bleiben offen

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Die Corona-Inzidenz steigt auch im Rheinisch-Bergischen Kreis täglich weiter an, die Kliniken füllen sich wieder und ein Ende ist auch in diesem Herbst nicht in Sicht. Auf der anderen Seite ist aber wieder vieles erlaubt, allen voran die Karnevalsveranstaltungen, die in dieser Woche – trotz allem – vielerorts stattfanden. Hinzu kamen die Laternenumzüge in kunterbunten Regenbogenfarben – und: Das Leben findet allgemein wieder weitgehend in Innenräumen statt. Viele freuen sich über die wieder neu gewonnenen Freiheiten, andere beobachten sie mit Sorge angesichts der Infektionszahlen auf Höchstniveau. Fakt ist, und das kann wohl niemand mehr kaschieren: Es wurde vieles versäumt in den vergangenen Monaten. Allem voran von Bund und Ländern. Denn während die Herbst- und Wintermonate im Anmarsch waren, hätte man einiges vorbereiten können. Viele Fragen sind stattdessen jetzt offen: War die Schließung der Impfzentren nicht zu voreilig? Hätte man die Testkapazitäten nicht ausweiten sollen, statt Corona-Schnelltests mit Kosten für fast alle zu belegen? Und vor allem: Wie sollen Hausärzte und Apotheken die Flut an Impfboostern und Test-Wünschen jetzt stemmen? Und: Wie können die sogenannten vulnerablen Gruppen, wie Alte und Vorerkrankte, vor der Corona-Infektion wirksam geschützt werden? Noch, das bestätigte diese Woche der Sprecher der Wermelskirchener Hausärzte und der Kreissprecher der Mediziner, kommen die Praxen in der Region mit dem Impfen, speziell derer, die zum dritten Mal die Injektion bekommen, klar. Aber sie müssen sich jetzt schon bestimmte Zeiten in ihrem Praxisalltag einräumen, um die Impfwilligen bedienen zu können.

Auch die Senioren- und Pflegeeinrichtungen sind auf steigende Infektionszahlen vorbereitet, haben Belegschaft und Personal größtenteils drittgeimpft und fahren ihre Testkapazitäten beim Einlass der Besucher weitestmöglich hoch.

Allerdings ist wieder einmal spürbar: Gehandelt wird nur vor Ort. So gut als möglich. Bund und Länder halten sich auch diesmal wieder mit schlüssigen Strategien zurück. Als gäbe es keinen wirksamen Mittelweg zwischen totalem Lockdown und totaler Freiheit, gibt es derzeit auch keinen für alle einigermaßen gangbaren Weg, um auch diesen Pandemie-Winter zu überstehen. Recht anschaulich wird das am Beispiel der neuen Quarantäneverordnung des Kreises. Es wird nicht mehr angerufen, sondern nur noch geschrieben. Wenn das mal gut geht . . .

Schloss Burg ganz adrett: Die alte Burg wird ab diesem Wochenende zur Riesen-Lichtshow.

Polizei registriert wieder vermehrt Diebstähle, vor allem bei Senioren.

anja.siebel @rga.de

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