Mein Blick auf die Woche in Wermelskirchen

Corona: Jetzt geht es um Eigenverantwortung

anja.siebel@rga.de
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Mein Blick auf die Woche.

Eigentlich war es ja ein Termin, zu dem nur ein lokaler Fernsehsender und betroffene Anwohner eingeladen waren. Die Sache hatte sich in der Stadt aber herumgesprochen – und so kamen rund 100 Bürger zum Treffpunkt an die Shell-Tankstelle am Autobahnanschluss, um ihrem Ärger über die Sperrung der Brücke in Hünger Luft zu machen. Das Problem: Viele Lösungen, wie
z. B. eine Ampellösung in beide Richtungen sind verkehrsrechtlich im Vorfeld besprochen worden aber leider nicht umsetzbar. Seit Wochen steht die Baustelle komplett still und trotz Nachfragen gibt es keine Information über die Beweggründe vom Bauträger.

Nun hat die Autobahn GmbH als Bauträger mitgeteilt, dass die Fertigstellung der Arbeiten um ein Jahr – bis Ende 2023 – dauern soll. Und allen sind die Hände gebunden. Nun hat CDU-Stadtverbandsvorsitzender Stefan Leßenich sich mit einem Schreiben an den NRW-Verkehrsminister gewandt. Wenn auch der Ausgang dieser Korrespondenz völlig unklar ist, so ist es doch ein erster Schritt, Bewegung in die Sache zu bringen. Denn während die Anwohner als Hauptbetroffene lange Ruhe bewahrt hatten, ist es nur verständlich, dass sie jetzt auf die Barrikaden gehen. Die Baustelle besteht seit Monaten, die meiste Zeit steht sie still. Vor allem für die Anwohner, aber auch jene Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Wuppertal von der Autobahn kommen, ist das ein riesiges Ärgernis, müssen sie doch große Umwege durch die Preyersmühle in Kauf nehmen. Gerade in Zeiten hoher Benzinpreise ist das kaum einzusehen.

A la carte mit verkaufsoffenem Sonntag, Musiktour, Beginn der Karnevals-Session: Die Zeit der Feste ist wieder da. Und das ist auch gut so. Manche werden vielleicht noch sagen: „Das geht doch nicht, die Corona-Infektionszahlen steigen doch an.“ Stimmt. Aber nun, da das Gros der Menschen einen Impfschutz hat und mehr als ein Mal mit dem Virus in Kontakt gekommen ist, ist es an der Zeit, dass jede und jeder für sich selbst Verantwortung übernehmen sollte. Es ist einfach nicht möglich auf Dauer alles zu schließen. Und es ist wichtig, dass jetzt Vereine und Kulturschaffende, Initiativen und Gastronomen wieder die Möglichkeit haben, in der Öffentlichkeit zu stehen und Veranstaltungen zu organisieren. Das ist gut so und war nach der langen Zeit der Lockdowns absolut notwendig.

TOP: Die Stadt hat eine Lösung für die Parksituation an der Thomas-Mann-Straße gefunden.

FLOP: Bäckereien finden kein Personal mehr und müssen deshalb früher schließen.

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