Baustelle

CDU fordert Eingreifen von NRW-Minister in Hünger

Die A1-Brücke ist nur aus Richtung Wermelskirchen befahrbar. Teilweise müssen deshalb große Umwege gefahren werden, auch vom dort fahrenden Bürgerbus.
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Die A1-Brücke ist nur aus Richtung Wermelskirchen befahrbar. Teilweise müssen deshalb große Umwege gefahren werden, auch vom dort fahrenden Bürgerbus.

Nach Bürgerprotesten: Stefan Leßenich schreibt offenen Brief.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Um sich für eine Beendigung der aus seiner Sicht „unhaltbaren Situation“ an der Baustelle der Autobahnbrücke in Hünger einzusetzen, hat Stefan Leßenich, Stadtverbandsvorsitzender der Wermelskirchener CDU, einen offenen Brief an NRW-Verkehrsminister Oliver Krischer geschrieben und dieses Schreiben ebenso an die Autobahn GmbH und den Landesbetrieb Straßen NRW zur Kenntnis gegeben.

„Seit Wochen steht die Baustelle komplett still, und trotz Nachfragen gibt es keine Information über die Beweggründe vom Bauträger“, moniert Leßenich darin. Obendrein habe die Autobahn GmbH als Bauträger mitgeteilt, dass die Fertigstellung der Arbeiten um ein Jahr auf Ende 2023 verschoben werden muss.

„Ein von Anliegern organisierter Termin sorgte dafür, dass 100 Bürger durch ihre Teilnahme ihr Unverständnis über den mangelnden Informationsfluss zum Ausdruck brachten. Sehr geehrter Herr Minister Krischer, dieser Zustand ist für unsere Stadt nicht länger hinnehmbar. Und ich bitte Sie inständig um Klärung, einen geregelten Informationsfluss auch an die Anlieger sowie ihren persönlichen Einsatz auf eine Optimierung sowie rasche Beendigung dieser Baustelle“, appelliert der Christdemokrat an den Landesminister.

Die Beeinträchtigungen spürt man zeitlich und finanziell

Seit Monaten gebe es aufgrund einer Brückensanierung über der Autobahn 1 in Hünger eine lang angekündigte Teilsperrung der L 157, erläutert Leßenich dem Minister die Ausgangslage: „Diese Sperrung bringt eine große Beeinträchtigung des Gesamtverkehrs in Wermelskirchen mit sich. Anwohner sowie Besucher unserer Stadt müssen weite Umwege in Kauf nehmen.

Diese Situation trifft gerade in der jetzigen Krisensituation die Menschen nicht nur zeitlich, sondern auch finanziell.“ Unter anderem seien die Anwohner entlang der als Umleitung ausgeschilderten und vor kurzer Zeit sanierten Kreisstraße K 8 einer erheblichen Mehrbelastung ausgesetzt.

„Viele Varianten, wie zum Beispiel eine Ampellösung in beide Richtungen sind verkehrsrechtlich im Vorfeld besprochen worden, aber leider nicht umsetzbar“, fasst Stefan Leßenich in seinem Schreiben zusammen.

Hintergrund

Am Dienstag waren im Rahmen eines Pressetermins an die 100 Wermels-kirchener an den Treffpunkt zur Shell-Tankstelle gekommen und machten ihrem Ärger Luft (wir berichteten). Seit März 2022 ist die Strecke nur noch einspurig befahrbar und die Autobahnauffahrt aus Richtung Dortmund gesperrt. Geplantes Ende der Bauarbeiten war Frühjahr 2023.

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