Politik

CDU bittet um Erhöhung der Inklusionspauschale

Stefan Leßenich schriebt der Ministerin.
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Stefan Leßenich schriebt der Ministerin.

Stadtverbandsvorsitzender Stefan Leßenich hat sich schriftlich an Ministerin gewandt.

Von Frihtjof Bublitz

Wermelskirchen. In Zeiten des Ukraine-Krieges und der damit verbundenen Energiekrise kommen andere Probleme oft zu kurz, auch wenn diese für die Gesellschaft sehr wichtig sind. So hat sich jetzt Stefan Leßenich, CDU-Stadtverbandsvorsitzender in Wermelskirchen, an Dorothee Feller, die NRW-Ministerin für Schule und Bildung, mit einem schriftlichen Appell gewandt, um die Inklusionspauschale für die Kommunen zwecks Einsatz von Inklusionshelfern zu erhöhen.

Nach der Maßgabe des Inklusionsfördergesetzes erhält auch die Stadt Wermelskirchen eine Inklusionspauschale vom Land. Damit werden Maßnahmen an Schulen zum gemeinsamen Lernen durch nicht-lehrendes Personal unterstützt. Leßenich erklärt, dass es das Ziel ist, mit Hilfe einer systematischen Unterstützung durch Schulassistenzkräfte ein niederschwelliges, antragsunabhängiges Hilfsangebot zu schaffen, um die soziale Integration von Kindern und Jugendlichen zu fördern.

„Die Stadt Wermelskirchen hat seit 2015 sehr erfolgreich das Projekt Inklusionshilfen an Grundschulen umgesetzt“, schreibt der CDU-Politiker und führt weiter aus: „Bei den Assistenzkräften handelt es sich nicht um die in der Einzelbetreuung von Kindern tätigen Helfer, sondern um derzeit neun Mitarbeiter auf knapp vier Stellen, deren Leistung dem gesamten schulischen Ablauf gilt und die einen sehr wertvollen Beitrag vor Ort leisten. Zunehmend wird bei Schülerinnen und Schülern beobachtet, dass für die erfolgreiche Beschulung ein erhöhter Unterstützungsbedarf notwendig ist.“

Für Leßenich ist es daher enorm wichtig, dass die Inklusionshelfer in den Schulalltag eingebunden werden, um vor allem Schülern mit besonderem Förderbedarf diese Hilfestellung zu geben. Weiter schreibt er in seinem Brief: „Gerade in der aktuellen Situation stellen die vielen aus der Ukraine geflüchteten Kinder und Jugendlichen mit traumatischen Erfahrungen die Schulen und die Lehrenden aber vor ganz besondere und in ihrer Dimension auch ungekannte Herausforderungen. Für Leßenich hat sich der Schulbetrieb in den vergangenen Jahren verändert. Dabei habe auch die Bedeutung von Inklusion zugenommen.

Kommunen können Mehrkosten nicht stemmen

„Das Erfolgsprojekt in unserer Stadt sollte unbedingt fortgeführt und bestenfalls weiterentwickelt werden. Aufgrund der geringen finanziellen Handlungsspielräume können die Kommunen die Mehrkosten nicht selbstständig auffangen und sind nicht mehr in der Lage, das Angebot im gleichen Umfang aufrecht zu erhalten, was sehr schade wäre“, erklärt Leßenich und appelliert eindringlich an Ministerin Feller: „Deswegen und zum Wohle unserer Kinder bitte ich Sie inständig um eine dauerhafte Vollfinanzierung solcher Projekte oder zumindest eine deutliche Aufstockung der Inklusionspauschale, damit wir das wertvolle Angebot aufrecht erhalten können.“

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