Verkehr

Busunternehmen beklagen Personalmangel

Der Fachkräftemangel macht sich auch bei den Verkehrsbetrieben bemerkbar.
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Der Fachkräftemangel macht sich auch bei den Verkehrsbetrieben bemerkbar.

In Wermelskirchen sei die Lage im Moment aber demnach noch gut.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Ausgefallene Linien. Fahrgäste, die am Straßenrand auf den Bus warten. Kurzfristige Änderungen im Fahrplan. Wer einen Blick in die Nachbarstädte wirft, trifft dabei immer wieder auf die Folgen der Personalnot bei Verkehrsbetrieben.

Und wie sieht die aktuelle Personal-Situation bei der RVK aus? „Das ist gar nicht so einfach zu beantworten“,sagt RVK-Sprecherin Andrea Jahn. Neben dem Rheinisch-Bergischen Kreis zähle die RVK auch den linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis, den Kreis Euskirchen und mehrere Stadtbusverkehre zu ihren Verkehrsgebieten. Dazu gehören sechs verschiedene Betriebshöfe.

„Die Situation an den Standorten in Wermelskirchen und in Bergisch Gladbach ist im Moment aber recht gut“, erklärt Andrea Jahn. Es stünden  aktuell ausreichend Busfahrerinnen und Busfahrer für den Linienverkehr in Lohn und Brot. Und deswegen komme es derzeit auch zu keinen Einschränkungen im Fahrplan. Und dann folgt das große Aber: „Das kann sich krankheitsbedingt jeder Zeit ändern.“ Vor allem in Zeiten der Pandemie und der Herbst-Erkältungen ist die Lage also unsicher.

Denn: „Grundsätzlich ist die Situation auf dem Personalmarkt im Bereich der Fahrpersonale sehr angespannt“, sagt Andrea Jahn. Und deswegen musste die RVK in den vergangenen Monaten auch bereits an allen Standorten zu kreativen Lösungen greifen: So wurde zum Beispiel auf Verwaltungsmitarbeiter mit Personenbeförderungsschein zurückgegriffen. Dann klingelte in den RVK-Büros das Telefon und qualifizierte Frauen und Männer aus der Verwaltung wurden gebeten, Fahrdienste im Bus zu übernehmen. Auch aktuell seien Fahrer im Einsatz, die eigentlich an anderer Stelle im Unternehmen tätig seien.

Zu wenig neue Busfahrer können eingestellt werden

Grund seien vor allem häufige Krankheitsfälle, sagt Andrea Jahn. „Dazu kommen viele altgediente Kräfte, die in den Ruhestand gehen und zu wenig neue Busfahrerinnen und Busfahrer, die sich dem Beruf mit Engagement und Interesse widmen wollen“, erklärt die RVK-Sprecherin. Stichwort: Fachkräftemangel. Der sei auch bei den Verkehrsbetrieben spürbar. 

Wer Busfahrerin oder Busfahrer werden möchte, wählt den Ausbildungsweg für den Berufskraftfahrer im Personenverkehr oder die Fachkraft im Fahrbetrieb. „Es ist schön zu sehen, dass hier jedes Jahr wirklich tolle junge Leute zu uns kommen, die ihre Ausbildung mit Leidenschaft in Angriff nehmen“, berichtet die RVK-Sprecherin. Im Gegenzug würden sie neben der Ausbildung auch die Führerscheine B und D vom Verkehrsbetrieb finanziert bekommen. „Und sie starten in einen Beruf mit Zukunft“, wirbt Andrea Jahn, „da die Arbeit durchaus krisensicher ist.“ Auch Fahrer, die Lastwagen fahren oder im Reiseverkehr tätig sind, nimmt die RVK in den Blick. Wer sich in diesen Bereichen eher einen Arbeitsplatz wünscht, der bei ihnen vor der Tür liegt und sich mit Familie und Freundeskreis besser vereinbaren lasse, könne eine Umschulung antreten.

Der Weg lohne sich, wirbt Andrea Jahn. Finanziell sei die RVK an ihren Tarif gebunden, Mitarbeitende bekämen aber Benefits wie Jahressonderzahlungen, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, vermögenswirksame Leistungen, eine private Zusatzversicherung und ein Job-Ticket.

Andrea Jahn macht Mut, sich bei der RVK zu bewerben. „Bei uns wird stets der Einzelfall betrachtet“, sagt sie und denkt dabei auch an Bewerber, die noch ihre Kenntnisse der deutschen Sprache verfeinern.“

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