Burger King

Investor soll Kosten selber tragen

Ortspolitiker befürworten ausschließlich Kreisel als Verkehrshilfe, nicht die geplante Ampelanlage.

Von Anja Carolina Siebel

Schlechte Karte für den von einem Investor geplanten Burger King in Hünger. Denn nach der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr ist klar, dass nicht nur die Stadtverwaltung, sondern auch die Mehrheit der im Gremium vertretenen Ortspolitiker den Vorschlag des Burger-King-Investors ablehnen.

Wie berichtet, hatte der ein Gutachten für eine Ampelschaltung vorgelegt, die vor der Einfahrt zum Schnellrestaurant entstehen soll. Diese vonseiten des Investors dargestellte Variante zur Planung und Installation einer Lichtsignalanlage lehnt die Verwaltung allerdings ab. „Und zwar nicht, weil wir uns generell gegen eine Ampelanlage dort aussprechen“, unterstrich Beigeordneter Thomas Marner während der Sitzung, „sondern weil die Lichtsignalanlage so, wie sie im Gutachten dargestellt ist, viel zu viele Mängel aufweist.“ Das hätten mehrere städtische Mitarbeiter nach Lektüre des Gutachtens bestätigt. Sowohl Jochen Bilstein, Fraktionsvorsitzender der SPD, als auch Friedel Burghoff (CDU) unterstrichen: „Wenn der Investor dort bauen will, soll er einen Kreisverkehr errichten, den er dann aber bitte auch selbst bezahlt. Die Stadt kann sich an einem solchen Vorhaben finanziell nicht beteiligen.“ Rund 900 000 Euro würde der Kreisel laut Verwaltung kosten.

Den Einwand von Stephan Theil (FDP), doch vielleicht nicht mit zweierlei Maß zu messen, weil ja schließlich beim Kreisverkehr in Dabringhausen auch eine Selbstbeteiligung der Stadt in Erwägung gezogen würde, konnte Thomas Marner entkräften: „Es geht bei der Investition in Dabringhausen um einen Vollsortimenter, der 6000 Menschen in Dabringhausen mit Lebensmitteln versorgen könnte. Im Vergleich dazu reden wir in Hünger von einem Fast-Food-Restaurant.“ Überdies würde sich der Edeka-Investor, der bei der Sitzung im Ratssaal auch anwesend war, mit einem erheblichen Anteil, wenn nicht sogar dem kompletten, an dem Kreisverkehr in Dabringhausen beteiligen. Zudem gehe er nicht davon aus, dass der Bau des Burger King immerhin Gewerbesteuereinnahmen für Wermelskirchen einbringen würde, wie häufig vonseiten der Politiker konstatiert worden war: „Das ist ein Franchise-Unternehmen, da müsste man schon Glück haben, wenn der Hauptfirmensitz in Wermelskirchen wäre.“

Am Ende entschied der Ausschuss mehrheitlich, dass Planung und Errichtung eines Kreisverkehrsplatzes – unter Ausschluss einer Kostenbeteiligung vonseiten der Stadt – weiterzuverfolgen sei.

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