Ein Jahr nach dem Hochwasser

Helferfest: Burg feiert neues Gemeinschaftsgefühl

Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
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Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.

Hunderte kamen ein Jahr nach der Hochwasser-Katastrophe zum Fest auf die Wupperinsel.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Gute Laune, Optimismus und Sonnenschein mischten sich am Samstagnachmittag auf der Wupperinsel mit kritischen Stimmen, Zukunftssorgen und großer Dankbarkeit für den Zusammenhalt im Stadtteil Burg. Der Caritasverband Solingen/Wuppertal, der recht schnell nach der Hochwasser-Katastrophe in Unterburg ein Fluthilfebüro eingerichtet hatte und damit noch mindestens ein Jahr vor Ort Ansprechpartner für die Betroffenen sein möchte, hatte zu einem Stadtteilfest eingeladen.

„Wir finden es schade, dass sich der Begriff Helferfest für diesen Tag durchgesetzt hat, denn er suggeriert, dass nur diejenigen kommen dürfen, die hier nach der Flut aktiv mitgeholfen haben. So möchten wir das aber nicht verstanden wissen“, sagte Stephanie Kalter, Fluthilfe-Koordinatorin und selbst Burgerin. Es gehe vielmehr darum, gemeinsam nach vorne zu schauen, mit ein paar fröhlichen Stunden Optimismus durch die Gemeinschaft zu tanken, um so für das gerüstet zu sein, „was noch zu tun ist“.

Nicht nur Burger Vereine wie die Schützen oder der Sportverein steuerten Kuchen oder frisch gebackene Waffeln bei. Auch das Team des Balkhauser Kottens hatte einen Stand aufgebaut, ein Getränkewagen versorgte die bei der Sommerwärme vielfach durstigen Besucher, die Feuerwehr zeigte mit Survival-Übungen Präsenz und für die Kinder hatte das Affentheater viele Spiel- und Beschäftigungsangebote auf der Wiese unter der Seilbahn aufgebaut. Hier verwandelte auch Andrea Grimme Kindergesichter mit Schminkfarben in Prinzessinnen, Hexen oder Tiger.

Helferfest der Caritas in Burg

Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen.
Beim Helferfest in Burg der Caritas am Samstagnachmittag waren alle Menschen willkommen. © Tim Oelbermann

Die Bilanz der Hilfen fast genau ein Jahr nach der Flut ist eine zweifache: Es sei viel geschafft, aber es bleibe noch reichlich zu tun, sagte Dr. Wolfgang Kues vom Vorstand des Caritasverbands. „Das Wasser ist weg, aber nun zeigen sich zunehmend die langfristigen Folgen, unter anderem psychosozialer Art.“ Täglich hört Stefanie Kalter zum Beispiel in Gesprächen mit betroffenen Anwohnern, wie zermürbt sie sind von der nicht enden wollenden Bürokratie und den Formalien, die es zu erledigen gilt.

Lars Rogge vom Bauwagen der Stadt Solingen zur Wiederaufbauhilfe, der lange vor Ort stand und nun telefonisch regelmäßige Beratungstage anbietet, berichtete von Folge-Anträgen, die ausgefüllt werden, damit die Landesmittel weiter fließen. „Es gibt auch Fälle, in denen die Gutachten erst jetzt vorliegen.“ Diese seien „ein Flaschenhals in dem Prozedere, es gibt nämlich nicht genügend Gutachter für die Fülle der Fälle“. Mitunter stellte sich erst verspätet heraus, dass der Schaden am Eigentum doch größer ist als gedacht. „Sobald die 50 000 Euro überschritten werden, benötigt man ein Gutachten, also gab es in vielen Fällen Verzögerungen.“

Burg: Gemeinschaft ist nach dem Hochwasser stärker gewachsen

Stephanie Kalter spürt vor Ort diesen und anderen Frust. „Immer häufiger geht es nun in Gesprächen darum, dass es kein Geld gibt, um unterspülte Gärten und zerstörte Uferböschungen richten zu lassen. Diese nötigen Arbeiten sind teuer und sprengen bei vielen den Rahmen des Machbaren.“

Dennoch gebe es auch vieles, für das alle in Burg dankbar seien. „Die Gemeinschaft ist gewachsen, es gibt ein verstärktes Wir-Gefühl und nicht nur für mich sind aus vielen Bekannten durch das gemeinsam durchgestandene Flut-Erlebnis Freunde geworden“, sagte sie nachdrücklich.

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) hatte es sich nicht nehmen lassen, das Fest auf der Wupperinsel zu besuchen. „Ihr seid nicht allein“, rief er den Burgern zu. „Dass es mitunter bei den Hilfen klemmt, weiß ich und wir tun alles dafür, Hürden so schnell es geht auszuräumen, damit das beantragte Geld fließen kann.“

Programm

18 Gäste aus der Ukraine, die seit ein paar Monaten in Unterburg bei Familien untergekommen sind, hatten es sich nicht nehmen lassen, auch mit einem Stand teilzunehmen, den sie in Eigenregie organisierten. Sie boten Kaffee und selbst gebackenen Kuchen an. Abends wurde das Fest mit der Band Pink Panta zur Party. Tagsüber hatte Horst Rathmann mit seiner Livemusik für Atmosphäre gesorgt.

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