Bürgermeister schreiben an Armin Laschet

Armin Laschet hatte sich in einer Fernsehsendung für den Einsatz der Null-Rest-Spritzen eingesetzt. Foto: Federico Gambarini/ dpa
+
Armin Laschet hatte sich in einer Fernsehsendung für den Einsatz der Null-Rest-Spritzen eingesetzt.

Das Land NRW möge den Einsatz der Null-Rest-Spritzen zum Impfen genehmigen

Von Anja Carolina Siebel

Die Bürgermeister aller Kommunen im Rheinisch-Bergischen Kreis haben sich am Donnerstag mit einem Schreiben an den NRW-Ministerpräsidenten Armin Laschet gewandt. Ihre Intention: Sie möchten erreichen, dass der Einsatz der so genannten Null-Rest-Spritzen („Zero Residual“) vom Land genehmigt wird. Der Kreis solle nach Meinung der Bürgermeister zum Modellprojekt für den Einsatz der besagten Spritzen werden.

Wie berichtet, hatte der Kreis vor einigen Wochen eine große Menge der genannten Spritzen auf Anraten des leitenden Wermelskirchener Impfarztes Dr. Hans-Christian Meyer in den Niederlanden bestellt. Seine Überzeugung: Während man aus den herkömmlichen, derzeit genutzten Spritzen, maximal sechs Impfdosen ziehen kann, liefern die Null-Rest-Spritzen zuverlässig sieben Dosen.

Vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales war allerdings ein Veto für deren Einsatz gekommen. Begründung: Sie seien nicht ausreichend geprüft. Die Spritzen lagerten eine Weile ungenutzt in Bergisch Gladbach. Der Protest unter Kommunalpolitikern, aber auch aus der Bevölkerung war groß.

Die Bürgermeister des Kreises weisen deshalb jetzt auf eine Fernsehsendung vergangene Woche hin, in der Armin Laschet unter anderem bezüglich dem Einsatz der Zero-Residual-Spritzen gesagt hatte: „Machen! Pragmatisch rangehen. Wenn Ihr es könnt, wenn es verantwortbar ist: Macht es. Nicht immer rückfragen, nicht immer die ganze Bürokratie. Wenn Ihr es besser wisst, erst recht ein Arzt, der kann das im Zweifel besser beurteilen als ein Beamter“.

Die Kreisverantwortlichen seien deshalb davon ausgegangen, dass der Einsatz der Spritzen nun „die volle Rückendeckung der Landesregierung“ habe. Umso irritierender sei nun, dass das Ministerium trotzdem in einer Stellungnahme lediglich „ausnahmsweise keine Bedenken gegen die eigenverantwortliche Verwendung“ der erworbenen Spritzen geäußert habe.

Ministerium soll Vorschläge zur Umsetzung machen

Die Menschen im Kreis würde erwarten, dass das Impfen schneller vorangehe, schreiben die Bürgermeister. Und: „Wir stehen hinter Herrn Dr. Meyer und werden so vorgehen, wie er es vorschlägt. Dabei gehen wir davon aus, dass es ein großes Interesse auch der anderen Impfzentren im Lande geben wird. Um die Angelegenheit jedoch genehmigungs- und versicherungsrechtlich auf solide Füße stellen zu können, würden wir gerne einen ursprünglichen Vorschlag des Ministeriums aufgreifen, das seinerzeit vorgeschlagen hatte, die Sache als Modellprojekt einzustufen, welches dann auch wissenschaftlich begleitet werden könnte.“ Dazu solle das Ministerium Vorschläge zur Umsetzung machen.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Visionen für das Rhombus-Gelände
Visionen für das Rhombus-Gelände
Visionen für das Rhombus-Gelände
Zwei Cousins sichern sich den Sieg
Zwei Cousins sichern sich den Sieg
Zwei Cousins sichern sich den Sieg
Veranstalter planen Kirmes weiter
Veranstalter planen Kirmes weiter
Veranstalter planen Kirmes weiter
Anwohner entdeckt Spuren in Neuenflügel
Anwohner entdeckt Spuren in Neuenflügel
Anwohner entdeckt Spuren in Neuenflügel

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare