Hochzeiten

Brautstübchen geht in die Offensive

Besucherinnen basteln blumigen Haarschmuck beim „Wild Bride Festival“. Foto: Melanie Lorscheid
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Besucherinnen basteln blumigen Haarschmuck beim „Wild Bride Festival“. Foto: Melanie Lorscheid

„Wild Bride Festival“ steigt am 16. August im Landhaus Spatzenhof.

Von Jennifer Preuß

2020 ist nicht das beste Jahr, um zu heiraten. Auch wenn Familienfeiern mit bis zu 150 Gästen wieder möglich sind, bleibt doch eine gewisse Unsicherheit. Was ist, wenn die Corona-Schutzmaßnahmen wieder hochgefahren werden und der Hochzeitstraum kurzfristig platzt? Die Branche hat ein schweres erstes Halbjahr hinter sich. Anne-Katrin Gering lässt sich davon nicht entmutigen. Die Inhaberin des Hochzeitsmodegeschäftes Brautstübchen in Remscheid glaubt an eine Zeit nach Corona und geht in die Offensive. Am Sonntag, 16. August, rückt sie im Landhaus Spatzenhof Liebesdinge ins rechte Licht. Den Titel „Wild Bride Festival“ trägt die Hochzeitsmesse, die bereits zum dritten Mal in Wermelskirchen stattfinden wird. Angesprochen werden sollen nicht nur die modernen Bräute, die sich eine unkonventionelle und einzigartige Trauung wünschen, sondern auch die, die sich den Mädchentraum eines Prinzessinnenkleides erfüllen wollen.

Natürlich hinterlässt die Pandemie auch hier ihre Spuren. Anne-Katrin Gering hat sich viele Gedanken darüber gemacht, wie sich die Hygienevorschriften und Abstandsregeln umsetzen lassen. „Wir haben mehrere Tage für unser Konzept gebraucht. Man wusste nie, was die nächste Verordnung vorsieht“, sagt sie. Das Gesundheitsamt hatte nichts zu beanstanden - Erleichterung für die Organisatoren.

Konkret bedeutet das Hygienekonzept für die Besucher, dass sie ihren Besuch beim „Wild Bride Festival“ vorab planen müssen. Via Internet sind Tickets für zweistündige Zeitfenster zu einem Preis von zehn Euro buchbar. Beim Ticketkauf werden sogleich alle relevanten Kontaktdaten erfasst, sollten Besucher im Falle einer möglichen Infektion benachrichtigt werden müssen.

Vor wenigen Tagen begann der Ticketverkauf bereits. Die Resonanz sei gut, sagt die Veranstalterin. Das liege auch daran, dass derartige Ausstellungen anderer Anbieter derzeit noch nicht wieder stattfinden. Der Wunsch nach unvergesslichen und individuellen Hochzeiten sei aber ungebrochen.

Das Event soll so liebevoll gestaltet sein, wie die Hochzeit selbst

Zeitgleich dürfen 100 Gäste mit Maske durch das Landhaus Spatzenhof schlendern. Sie treffen dann in der beliebten Hochzeitslocation auf 30 ausgewählte Aussteller, die sich mit dem schönsten Tag im Leben befassen: unter anderem Fotografen, Catering-Unternehmen, Brautmodengeschäfte und Alleinunterhalter. An verschiedenen Ecken wird Musik zu hören sein, delikates Essen wird gereicht.

Beim Blumenkranz-Workshop und an der Tattoo-Station können die Heiratswilligen selbst aktiv werden. „Wir wollten weg vom Mainstream und von dem Wort Messe“, berichtet Anne-Katrin Gering. „Wir wollen ein Event bieten, das genauso liebevoll gestaltet ist, wie die Hochzeit selbst.“

Auf Hochzeiten hat die Remscheiderin ihren beruflichen Fokus gelegt. Sie führt nicht nur ein eigenes Brautmodengeschäft, sondern ist darüber hinaus auch als Hochzeitsrednerin unterwegs. Während sich der Umsatzrückgang im Geschäft noch kompensieren lasse, schlagen die Absagen bei den Traureden stark ins Kontor. „Fast alle Hochzeitsreden wurden für dieses Jahr gestrichen“, erzählt Gering. Für sie ist das „Wild Bride Festival“ in diesem Jahr auch ein Schritt zurück in die Normalität der Hochzeitsbranche.

www.wild-bride-festival.de

Verlosung

Zu gewinnen Der WGA verlost 2 x 2 Tickets für das „Wild Bride Festival“ am Sonntag, 16. August, im Landhaus Spatzenhof, Süppelbach 1. Zur Verfügung gestellt werden sie vom „Brautstübchen“ aus Remscheid.

Teilnahme Senden Sie uns eine E-Mail mit dem Betreff „Wild Bride“ und ihren Namen und Anschrift. Mitarbeiter des Remscheider Medienhauses und deren Angehörige dürfen nicht teilnehmen. Rechtsweg, Umtausch und Barauszahlung sind ausgeschlossen. Die Gewinner werden aus allen Einsendungen gezogen und dann vom WGA informiert. Teilnahmeschluss ist am 31. Juli.

Datenschutz Wir, die Remscheider Medienhaus GmbH & Co. KG, nutzen und speichern die von Ihnen im Rahmen der Teilnahme angegebenen Daten nur solange und soweit dies für die Durchführung des Gewinnspiels erforderlich ist. Weitere Infos zu unseren Datenschutzbestimmungen, auch zur Geltendmachung Ihrer Rechte auf Auskunft, Löschung und Widerspruch, finden Sie unter www.rga.de/datenschutz.

Standpunkt: Hochzeit auf Hochzeiten?

Von Markus Schumacher

Im Spruch „Verliebt, verlobt, verheiratet“ ist kein Platz für Corona. Und Hygiene- und Abstandsregelungen verhindern nicht, dass zwei Menschen zueinander finden.

markus.schumacher@rga-online.de

„Die hören ja nicht plötzlich auf, Kinder in die Welt zu setzen“, sagte einst auch Charlie Sheen in der TV-Sendung „Two and a half men“. Von daher ist es verständlich, dass Anne-Katrin Gering, Inhaberin des Hochzeitsmodegeschäftes Brautstübchen in Remscheid, an die Zukunft glaubt und mit dem „Wild Bride Festival“ in die Offensive geht. Lockerungen machen ja Feiern mit bis zu 150 Gästen wieder möglich. 

Vielleicht gibt es ja nach der Pandemie sogar eine Hochzeit für Hochzeiten? Dann käme so eine Hochzeitsmesse – oder wie die Veranstalterin sagt: Event – genau zum richtigen Zeitpunkt. Ihr Hygiene- und Abstandskonzept ist jedenfalls schon einmal für gut befunden worden von den zuständigen Behörden. Die Besucher müssen halt länger im Voraus planen, wann sie zum Spatzenhof kommen wollen. Einen habe ich noch: Was ist in Irland der Unterschied zwischen einer Hochzeit und einer Beerdigung? Ein Be- trunkener weniger. 

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