Brandstiftung: Hauptverhandlung beginnt in Kürze

Drei Wochen zuvor wurde unter anderem ein Müllcontainer hinter der städtischen Unterkunft in Brand gesetzt. Archivfoto: Udo Teifel
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Drei Wochen zuvor wurde unter anderem ein Müllcontainer hinter der städtischen Unterkunft in Brand gesetzt. Archivfoto: Udo Teifel

24-Jähriger gab zu, das Feuer in der Flüchtlingsunterkunft an der Beltener Straße gelegt zu haben

-dni- Vor rund vier Monaten, am 7. September des vergangenen Jahres, rückten die Hauptamtlichen, der Löschzug Stadt und der Löschzug Dhünn, Eipringhausen und Halzenberg zu einem Großeinsatz in Wermelskirchen aus. Die Feuerwehr musste in der städtischen Flüchtlingsunterkunft an der Beltener Straße einen Wohnungsbrand löschen.

Hauptverhandlung am Amtsgericht soll in Kürze beginnen

Ein Wohn- und Schlafraum im ersten Obergeschoss der Unterkunft brannte damals vollständig aus. Es entstand ein Versicherungsschaden. Die vier Personen, die sich im Gebäude befanden, blieben unversehrt, da sie sich rechtzeitig vor den Flammen retten konnten. Bei ihren Ermittlungen ging die Polizei von Brandstiftung aus. Als Tatverdächtiger wurde schließlich ein zum damaligen Zeitpunkt 24-jähriger Somalier ermittelt. Er gab gegenüber der Polizei an, den Brand absichtlich verursacht zu haben. Die Staatsanwaltschaft leitete daraufhin ein Strafverfahren ein.

Inzwischen ist in der Sache Anklage zum Amtsgericht Bergisch Gladbach erhoben worden. Der Mann aus Somalia sitzt immer noch in Untersuchungshaft. Die Hauptverhandlung am Amtsgericht soll in Kürze beginnen. Ob es möglicherweise auch zu einer Ausweisung kommen könnte, wird letztlich das Ausländeramt des Rheinisch-Bergischen Kreises entscheiden.

 Ungelöst bleibt hingegen weiterhin der Brand in der Flüchtlingsunterkunft, der sich rund drei Wochen zuvor an gleicher Stelle ereignete. Damals lösten gleich zwei Brandherde einen Vollalarm bei der Wermelskirchener Feuerwehr aus: Sowohl in der Waschküche (im Keller des Gebäudes) als auch in einem Müllcontainer (hinter dem Gebäude), brannte es lichterloh. Glücklicherweise hielt sich auch zu diesem Zeitpunkt niemand in der Unterkunft auf.

Die Ermittlungen führten zu keinem Täter

Die Kriminalpolizei ging zu jener Zeit ebenfalls von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Die Ermittlungen führten jedoch zu keinem Täter. Den Schaden schätzten die Ermittler auf rund 1500 Euro. Ein fremdenfeindlicher Hintergrund wurde aber von der ermittelnden Polizeibehörde ausgeschlossen.

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