Brandstiftung an Asylbewerberunterkunft

Von außen ist kaum noch etwas von dem Brand sichtbar. Wäschestücke hatten in Flammen gestanden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Foto: Doro Siewert
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Von außen ist kaum noch etwas von dem Brand sichtbar. Wäschestücke hatten in Flammen gestanden. Die Polizei geht von Brandstiftung aus.

Polizei schließt fremdenfeindlichen Hintergrund aus

Von Anja Carolina Siebel

In der Nacht zu Mittwoch gegen 1.30 Uhr musste die Feuerwehr zur städtischen Obdachlosen- und Asylbewerberunterkunft an der Beltener Straße ausrücken. Mit zunächst düsteren Prognosen, denn die Information der Anrufer lautete, dass es sich um einen Kellerbrand handele und insgesamt sechs Personen in dem Gebäude gemeldet seien. „Wenn in der Nacht ein Haus brennt und wir erfahren, dass dort Menschen leben, ist das für uns erstmal höchste Alarmstufe“, sagt Feuerwehr-Einsatzleiter Ingo Müller.

Entsprechend rückten die Einsatzkräfte um kurz nach halb zwei in der Nacht mit vier Löschgruppen plus der der hauptamtlichen Wache sowie drei Rettungswagen und einem Notarzt zur Beltener Straße aus. „Draußen auf dem Außengelände sahen wir einen brennenden Müllcontainer“, berichtet Ingo Müller. Außerdem hatten zwei Bewohner die Unterkunft bereits verlassen und standen außerhalb des Hauses im Garten. Nach ärztlicher Untersuchung stand gottlob fest, dass die Bewohner unversehrt waren.

Staatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren eingeleitet

Die Feuerwehr begann mit den Löscharbeiten, zeitgleich aber mit der Suche nach den im Gebäude lebenden Personen. „Nachdem wir zwei Mal alles durchsucht hatten, stellte sich zum Glück heraus, dass die vier verbleibenden Menschen nicht im Haus waren“, sagt Ingo Müller.

Laut Aussage der Ermittler standen in der Waschküche Wäschestücke in Flammen. Unter anderem, weil zeitgleich der Müllcontainer im Garten brannte, hatte die Polizei wegen Brandstiftung ermittelt.

Die Kellerräume wurden noch in der Nacht beschlagnahmt. „Der Verdacht der Brandstiftung hat sich bestätigt“, sagte Polizeisprecher Christian Tholl am Mittwochmittag auf Nachfrage. „Wir haben jetzt ein Strafverfahren gegen Unbekannt eingeleitet.“ Einen fremdenfeindlichen Hintergrund schließe die Polizei aus. Den Schaden schätzen die Ermittler auf rund 1500 Euro. Das Gebäude wurde am Mittag wieder freigegeben.

„Zum Glück sind alle Räume der Unterkunft jetzt wieder bewohnbar“, berichtet Einsatzleiter Ingo Müller. Die Feuerwehr hatte mit Lüftungsanlagen sofort nach Einsatzende mit der Belüftung der Räume begonnen.

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