Sportstätte

Bleek äußert sich zur Mehrzweckhalle

Die Mehrzweckhalle in Dabringhausen wurde jetzt zum Zankapfel. Foto: Anja Carolina Siebel
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Die Mehrzweckhalle in Dabringhausen wurde jetzt zum Zankapfel.

Die Vorwürfe der Vorstandsmitglieder des Fördervereins seien „Unsinn“.

Von Anja Carolina Siebel

Mit „Überraschung und Unverständnis“ reagiert die Wermelskirchener Stadtspitze auf die Klagen des Fördervereins zum Zustand der Mehrzweckhalle Dabringhausen. Wie berichtet, hatten Horst Krüger und Manfred Felbrich vom Vorstand des Fördervereins sich darüber beklagt, dass der Verein beim Förderprogramm Sportstätten nicht bedacht worden sei.

Hartwig Schüngel vom Hochbauamt hatte dazu bereits Stellung genommen, jetzt äußert sich auch Bürgermeister Rainer Bleek. „Vermutungen, die Stadt kümmere sich nicht und wolle die Halle verrotten lassen, weise ich als Bürgermeister mit allem Nachdruck als Unsinn zurück“, sagt er.

Richtig sei indes: Die Mehrzweckhalle Dabringhausen sei nicht vergessen worden. Sie sei im Gegenteil in der Finanzplanung für 2022/2023 mit einer Summe von 3,68 Millionen Euro veranschlagt worden – für eine Komplettsanierung. Bleek: „Dieses Gesamtvolumen übersteigt das vom Beigeordneten Thomas Marner am letzten Montag vorgestellte Förderprogramm deutlich.“

„Die Mehrzweckhalle wird von der Stadt nicht vergessen.“ 

Rainer Bleek, Bürgermeister

Schon im Jahr 2018 hätte die Stadt Wermelskirchen diese Sanierung im Förderprogramm „Soziale Integration im Quartier“ angemeldet, sie wurde aber leider nicht berücksichtigt. Das hatte auch Hartwig Schüngel bereits konstatiert. Das Förderprogramm sei jetzt aber neu aufgelegt worden und die Stadt prüfe derzeit, ob eine erneute Bewerbung erforderlich sei oder ob das für im Jahr 2018 nicht berücksichtigte Maßnahmen nicht mehr erforderlich sei.

Nicht nur vom Förderverein, sondern auch von der Stadtverwaltung würde ständig an einer verbesserten Nutzung der Halle gearbeitet, unterstreicht der Bürgermeister in seiner Stellungnahme.

So sei beispielsweise die Zapfanlage repariert und gewartet sowie ein Kontrollbuch eingeführt worden. Zudem pflege die Stadt regelmäßig den Außenbereich und entferne um die Halle herum das Unkraut. Zuletzt sei das noch in den Sommerferien geschehen. Bleek: „Nächster Termin ist planmäßig noch vor den Kommunalwahlen.“ Immerhin sei die Mehrzweckhalle Wahllokal.

Geschirr sei im Lager vorhanden und könne beim Hausmeister angefordert werden. Der Einsatz ehrenamtlicher Hausmeister sei in Kürze möglich: „Die notwendige Vereinbarung über diese ehrenamtliche Tätigkeit ist fertig, sie musste zuvor mit der Unfallkasse und der Haftpflichtversicherung geklärt werden.“

Wegen des coronabedingten Ausfalls von Veranstaltungen sei zunächst aber keine Eile geboten gewesen, ehrenamtliche Hallenwarte zu verpflichten. Die Hausmeisterstunden habe die Stadt unabhängig davon aber bereits ab Ende Januar verdoppelt. Statt zuerst einmal wöchentlich sei ein Hausmeister jetzt zweimal pro Woche im Einsatz.

Notwendige Klein-Reparaturen würden vom Hausmeister durchgeführt oder – wenn größer – an die Verwaltung gemeldet.

Und: „Alle Wartungen an der Technischen Gebäudeausstattung wurden durchgeführt, Tore, Feuerlöscher etc. sind auf aktuellem Stand. Das Graffiti konnte mit einem Hochdruckreiniger nicht entfernt werden, es muss überstrichen werden“, heißt es.

„Die Mehrzweckhalle Dabringhausen als wesentlicher Bestandteil des Dabringhauser Dorflebens wurde und wird nicht vergessen“, betont Bleek. „Die Stadtverwaltung weiß, dass die Halle für Dabringhausen unverzichtbar ist. Der derzeitige Zustand der Halle ist, auch dank des Fördervereins, in einem deutlich besseren Zustand als andere Hallen im Stadtgebiet. Dafür sind wir dankbar und auch bestrebt, die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem Förderverein aufrechtzuerhalten. Wir werden den Förderverein in Kürze einladen, um Missverständnisse bei einem Ortstermin zu klären.“ 

Mehrzweckhalle

Durch Manpower des Vereins und vom Förderverein übernommene Materialkosten ist der städtische Haushalt um rund 175 000 Euro entlastet worden. Teilweise bis 120 Personen waren im Einsatz.

Die Fertigstellung der Dabringhauser Mehrzweckhalle wurde im Mai 1981 mit einer Sportwoche groß gefeiert. Am 2. Mai 1981 gab es einen bunten Abend zur Einweihung.

Standpunkt: Keinen vergessen

Von Anja Carolina Siebel

Da gibt es wieder einmal zwei verhärtete Fronten: die Mitglieder des Fördervereins Mehrzweckhalle, die sich von der Stadt nicht gehört fühlen, auf der einen Seite und die Stadtverwaltung, die versichert, alles für das Gebäude in Dabringhausen zu tun, auf der anderen.

Was hilft da bekanntlich? Miteinander zu reden. Ein Gespräch an einem runden Tisch, das ist jetzt von Seiten der Wermelskirchener Stadtspitze geplant. Das ist auch dringend nötig, denn nicht nur für die Dabringhauser ist die Mehrzweckhalle nicht nur wichtig, sondern unverzichtbar.

Sportveranstaltungen finden dort statt, der Karneval, Blutspendetermine, schulveranstaltungen. Zudem nutzen die Vereine die Halle für ihren Trainingsbetrieb. Es kann also tatsächlich nicht sein, dass diese Halle in irgendeiner Form benachteiligt wird. Wenn dem nicht so ist, sollte das geklärt werden. Nicht nur öffentlich, sondern vor allem mit den Beteiligten. Denn auch deren arbeit ist wichtig für den Fortbestand der Mehrzweckhalle. Die Stadt kann unmöglich alles allein stemmen. Also müssen die Ehrenamtler gehört und deren Wünsche respektiert werden.

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