Nachhaltigkeit

Bewusst einkaufen oder gegebenenfalls mieten

Den Verpackungsmüll möglichst vermeiden.
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Den Verpackungsmüll möglichst vermeiden.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Der Zero Waste Club des Bergischen Abfallwirtschaftsverband gibt Tipps, um Müll zu vermeiden.

Wermelskirchen. Gute Vorsätze fürs nächste Jahr? Wie wäre es denn damit. Das Team vom Zero Waste Club des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes hat für Sie Ideen, Vorschläge und Tipps für ein abfallarmes Jahr zusammengestellt.

Allgemein hilft es, mit offenen Augen durch die Supermärkte und Geschäfte zu laufen und sich bewusst zu machen: Brauche ich das wirklich? Kann man etwas vielleicht reparieren anstatt direkt neu zu kaufen?

Bewusst einkaufen

Weniger ist mehr: Die Mengen bewusst planen und einkaufen und schon beim Einkaufen – wenn vorhanden – auf die Verpackung achten. Lassen Sie Käse und Aufschnitt an der Theke in Mehrweggefäße packen. Nehmen Sie für Brot und Brötchen Stofftaschen, anstatt Bäckertüten. Muss der Kopfsalat wirklich in eine Tüte? Er wird doch vor dem Verzehr gewaschen. Brauche ich kleine, separat verpackte Joghurtbecher oder kann ich zu Hause auch aus einem großen Becher oder Glas umfüllen? Müssen es die abgepackten Snacks und Breigläschen sein, oder kann ich frische Snacks in einer Dose mitnehmen und den Brei selber kochen?

Produkte, die häufig verwendet werden, können Sie in Vorratspackungen kaufen. Das macht besonders bei lange haltbaren Artikeln wie Nudeln, Reis und Nüssen, oder auch bei Reinigungs- und Waschmitteln Sinn. Auch der Weg zum Wochenmarkt, zum Hofladen, zum Unverpacktladen oder zum Bauern um die Ecke lohnt sich. Bei Dingen, die keine Verbrauchsgüter sind, lohnt sich oft der Blick in gängige Kleinanzeigenportale. In vielen Orten gibt es zudem zahlreiche Flohmarkt-, Verschenke- und Tauschgruppen.

Abfallfrei unterwegs

Schnell ein Kaffee für unterwegs? Eine Portion Currywurst mit Pommes, sei es zum Mitnehmen oder im Freizeitpark? Auch hier lässt sich immens viel Abfall vermeiden, indem man auf Mehrwegbecher, -schalen und -teller zurückgreift. Viele Restaurants, Cafés und Bäckereien haben diese bereits fest im Sortiment oder bieten die Möglichkeit, eigene Behälter füllen zu lassen.

Einwegprodukte meiden

Besonders wenn es um Hygiene geht, sind Einwegprodukte sehr beliebt. Nutzen Sie beispielsweise Zahnseide anstelle von Zahnseidesticks mit unnötigen Plastikteilen. Ersetzen Sie Einwegrasierer durch Rasierer, bei denen lediglich die Klingen gewechselt werden, oder gar Rasierhobel ganz ohne Plastikteile.

Küchenrolle, Frischhalte- und Alufolie können Sie zum Großteil durch abfallfreie Alternativen wie waschbare Lappen, Schüsseln mit Deckel oder mehrfach benutzbares Bienenwachstuch ersetzen.

Kleidung reduzieren

Fast Fashion ist modern – aber leider wenig nachhaltig. Achten Sie lieber auf gute Qualität, nachhaltige Materialien wie Baumwolle, Leinen und Hanf, sowie lange tragbare Kleidungsstücke. Kinder wachsen schnell und besonders die kleinsten Größen passen oft nur wenige Monate. Hier lohnt es sich, gebraucht zu kaufen.

Mieten statt kaufen

Sie brauchen etwas, das bei Ihnen nur kurz oder selten zum Einsatz kommt? Viele Dinge können Sie mieten anstatt sie zu kaufen. Sie lesen gerne? Dann lohnt sich der Weg in eine Bibliothek oder zu einem der vielen öffentlichen Bücherschränken. Einige Büchereien bieten zudem zusätzlich eine Bibliothek der Dinge an. Das Angebot reicht von Haushaltsgeräten über Werkzeuge bis hin zu Spielen. Auch Kleidung, insbesondere für Kinder, können Sie bei verschiedenen Anbietern mieten.

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