Energiewende

BEW behält den Klimaschutz im Blick

Eine Photovoltaikanlage unterstützt die Energiewende.
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Eine Photovoltaikanlage unterstützt die Energiewende.
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Bergische Energie- und Wasser GmbH wirbt für bewussten Umgang mit Strom und Gas.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Die Energiewende, um das 1,5-Grad-Klimaschutzziel bis 2030 überhaupt zu erreichen, müsste eigentlich oberste Priorität in der Gesellschaft haben. Überschattet wird das Thema aber durch den schrecklichen Krieg in der Ukraine. Und damit einhergehende Preissteigerungen. So wird der Strompreis im Herbst um mehrere Cent pro Kilowatt-Stunde steigen. Und der Gaspreis wird für viele Kunden ab 1. August um acht Cent pro Kilowatt-Stunde brutto erhöht.

„Die massiv steigenden Preise führen für Haushaltskunden zu deutlichen Mehrbelastungen“, sagt Sonja Gerrath, Pressesprecherin der Bergischen Energie- und Wasser GmbH (BEW). „Durch bewussten Umgang mit Strom und Gas lassen sich die zusätzlichen Kosten jedoch ein wenig abmildern.“ So könne mit dem Absenken der Heizung um ein Grad Celsius bereits sechs Prozent der Heizkosten eingespart oder auch durch kürzeres Duschen mit etwas niedrigeren Temperaturen bares Geld gespart werden.

Die Entwicklung der Gaspreise ist dramatisch.

Sonja Gerrath, Sprecherin

Das wird auch nötig sein. Die Großhandelspreise für Strom in Deutschland sind seit Anfang 2021 explodiert. „So haben sich die Terminmarktpreise für das Jahr 2023 seitdem fast verfünffacht“, sagt Sonja Gerrath. „Und auch die Entwicklung der Gaspreise ist dramatisch. Nachdem bereits im vergangenen Jahr die Preise hierzulande stark zugelegt haben, hat der Ukraine-Krieg die Entwicklung weiter beschleunigt.“

Zuletzt haben die reduzierten Liefermengen über die Nordstream-Leitung die Handelspreise weiter explodieren lassen. „Die Preise nächsten Liefermonate sind innerhalb weniger Tage um weitere 50 Prozent gestiegen“, sagt Sonja Gerrath. Mit rund 139 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kümmert sich der Energiedienstleister BEW um die sichere Versorgung mit Strom, Gas und Trinkwasser für die 92 500 Einwohner der Städte Hückeswagen, Wermelskirchen und Wipperfürth sowie der Gemeinde Kürten.

„Wir sehen uns als Energieversorger, der überwiegend in kommunaler Hand ist, in einer besonderen Mitverantwortung für den Klimaschutz“, sagt Sonja Gerrath. „Denn gemacht wird er lokal – auch hier im Bergischen.“ Es brauche vor Ort praktikable und bezahlbare Lösungen, um die CO2-Emissionen schnell und dauerhaft zu reduzieren. „Darin sehen wir ein wesentliches Element, das 1,5-Grad-Klimaschutzziel zu erreichen“, sagt die Pressesprecherin. Ein ganzheitlicher Ansatz ist für die BEW entscheidend. „Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt, die wir im Unternehmen konsequent und sukzessive im Rahmen unserer personellen und finanziellen Möglichkeiten umsetzen“, sagt Sonja Gerrath.

Das Engagement beruhe auf sieben Säulen: Hilfestellungen für einen sparsamen Umgang mit Strom und Gas, Unterstützung für die energetische Modernisierung des Gebäudebestands, Ausbau der Ladeinfrastruktur, Information und Umstellung des eigenen Fuhrparks, eigener Ausbau und nützliche Beratungs- und Dienstleistungen für Kunden, Partner der Kommunen für Potenzialanalysen, Quartierskonzepte und mehr, Förderung von Artenschutzprojekten und frühkindlicher Bildung sowie Vorbildfunktion durch stete Senkung des eigenen CO2-Ausstoßes.

„In unserem Netzgebiet speisen heute 1,757 Photovoltaikanlagen mit einer installierten Leistung von rund 25,4 MW peak grünen Strom in unser Netz“, sagt die Sprecherin. „Davon betreiben wir über 50 Stück der Sonnenkraftwerke selbst – nicht nur auf eigenen Dächern, sondern beispielsweise auch auf Schulen oder Vereinshäusern.“

Darüber hinaus unterstütze die BEW private Hausbesitzer und Firmen, das Solarpotenzial auf ihren Dächern zu nutzen. „Im gesamten Netzgebiet der BEW Netze gab es 2021 einen Zuwachse von 228 Anlagen. „Und bei Neubauvorhaben erarbeiten wir mit Kommunen Konzepte für eine wirksame Wärmewende.“ Durch Bildungsangebote versucht die BEW schon die Jüngsten zu sensibilisieren.

Hintergrund

Mit Solarstrom lassen sich Energiekosten senken. Für eine Solaranlage auf dem eigenen Dach gibt es viele gute Gründe. Auf der der BEW-Webseite lässt sich überprüfen, ob sich eine Solaranlage lohnt.

www.bergische-energie.de/solarberatung

Standpunkt von Susanne Koch: Der richtige Weg

susanne.koch@rga.de

Der Klimawandel wird von den Verantwortlichen der BEW schon lange ernst genommen. Und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen sich für Klimaschutz und Nachhaltigkeit ein, so lange es ihnen ihre Zeit und auch das finanzielle Budget erlauben. Doch um das 1,5-Grad-Klimaschutzziel wirklich zu erreichen, müssen alle Anstrengungen gesteigert werden. Dafür braucht der Energieversorger die Kommunen, um mit ihnen zusammen schnelle, praktikable und bezahlbare Lösungen zu finden und umzusetzen.

Die Kundinnen und Kunden, die aktuell die steigenden Gas- und Strompreise zahlen und durch die Inflation mit weniger Geld auskommen müssen, sind stark verunsichert. Ihnen muss die notwendige Energiewende immer wieder deutlich gemacht werden. Denn eines ist klar, das Ziel erreichen, das können wir alle nur gemeinsam. Gerade in den heißen Tagen wurde deutlich, was passiert, wenn nichts geschieht.

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