Betriebshof nutzt einen Elektro-Laster

Marion Lück und Thomas Marner sind schon Probe gefahren. Foto: acs
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Marion Lück und Thomas Marner sind schon Probe gefahren. Foto: acs

Der Streetscooter schafft 100 Kilometer am Tag

Von Anja Carolina Siebel

Er ist 5,50 Meter lang, fährt mit 53 PS und nennt sich charmant „Halblaster“. Das neue Gefährt des Betriebshofs, mit dem die Mitarbeiter schon einige Tage durch die Innenstadt kurven, heißt zwar Halblaster, ist aber ein sogenannter Streetscooter und längst zum festen Bestandteil in der Flotte geworden. Das Besondere am Streetscooter: Er fährt mit Elektroantrieb.

„Wir schließen ihn am Abend an den Strom an und nutzen ihn dann über Tag“, erklärt Betriebshofleiter Volker Niemz. Das neue Fahrzeug nutzen vor allem zwei seiner Mitarbeiter, die damit die Kontrollfahrten erledigen. „Sie können zum Beispiel kleinere Asphaltreparaturen vornehmen“, erklärt Niemz.

Deshalb ist das neue Fahrzeug täglich mit Wintermischgut beladen. Das ist eine Art Kaltasphalt, mit dem kleinere Schäden an Fahrbahnen oder Bürgersteigen ausgebessert werden können. 100 Kilometer schafft der Streetscooter bis zum nächsten Aufladen. „Das reicht dicke für einen Tag“, sagt Niemz.

Die Stadtverwaltung hat mit dem neuen nun vier Fahrzeuge, die elektrobetrieben sind. Die anderen drei sind Pkw, die von städtischen Mitarbeitern genutzt werden.

„Es ist erst mal ein Probelauf“, sagt Tiefbauamtsleiter Harald Drescher. „Wir testen, wie gut das mit dem Fahrzeug läuft, und haben es zunächst geleast.“ 51 000 Euro würde der Streetscooter neu kosten, als Leasing-Fahrzeug hat die Verwaltung 2300 Euro angezahlt und zahlt 200 Euro pro Monat Leasingrate für ihn.

Fahrzeug kommt beim Personal gut an

Gleichwohl nicht alle Fahrzeuge in der Flotte des Betriebshofs sich für einen Elektroantrieb eignen, so findet der Technische Beigeordnete Thomas Marner, dass gerade der Bauhof „wunderbar für Elektromobile geschaffen“ sei. Und kann sich durchaus vorstellen, irgendwann aufzustocken. Bisher kommt der Scooter beim Personal gut an. Er sei wendig und bequem, berichteten die Mitarbeiter, die ihn schon gefahren sind.

Bürgermeisterin Marion Lück ließ es sich beim Termin am Bauhof nicht nehmen, selbst einmal einzusteigen. Und berichtete das Gleiche. Auch die neue Bürgermeisterin hat sich bereits ein Elektroauto als Firmenfahrzeug bestellt. Das Volkswagen-Modell ID.3 soll es werden. Auch den hat Marion Lück bereits Probe gefahren: „Wichtig war vor allem, dass die Handballtasche meines Sohnes in den Kofferraum passt“, berichtete Lück lachend.

Die Mitarbeiter des Betriebshofs, die bereits im Weihnachtsurlaub sind, können sich danach auf eine Fahrt mit dem Streetscooter freuen. „Wir erwarten die nächsten Tage keinen Schnee“, nimmt Volker Niemz aber die Freude auf weiße Weihnacht. „Also können die Kollegen erstmal Urlaub machen.“

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