Schwanenplatz

Besucher strömen zur Kirmes

Voll wie im Berufsverkehr war es die meiste Zeit auf dem Auto-Scooter. Manch junger Besucher wusste gar nicht, wie er so einen Scooter startet.
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Voll wie im Berufsverkehr war es die meiste Zeit auf dem Auto-Scooter. Manch junger Besucher wusste gar nicht, wie er so einen Scooter startet.

Menschen scheinen einen großen Nachholbedarf zu haben - bei tollem Wetter.

Von Peter Klohs

Wermelskirchen. Schon vom Weiten begrüßt lautes Gekreisch die Kirmesbesucher auf dem Schwanenplatz: Jugendliche schreien ihre Angst und Freude auf dem rasanten Fahrgeschäft High Impress hinaus, das Adrenalin muss schließlich irgendwo hin. Empfindliche Mägen durchleben auf dem schräg gestellten Boden des Fahrgeschäftes, auf dem sich die Sitze der Fahrenden gegenläufig bewegen, gewiss einen Stresstest. Künstlicher Nebel und eine Feuerkaskade vervollständigen den Thrill. Nach drei Minuten ist der Spaß für 4,50 Euro vorbei und die nächsten jugendlichen Kandidaten freuen sich auf schnelle und abrupte Bewegung.

Die 14-jährige Bea, gemeinsam mit ihrer Freundin Carlotta unterwegs, bestätigt die Eindrücke und sagt unerwartet ernst: „Die letzte Kirmes war doch in einem anderen Leben, da war ich noch ein Kind.“

Bei dem sommerlichen Wetter schmeckten das Eis und auch andere Süßigkeiten gleich nochmal so gut.

Und zieht weiter, vielleicht zum Devil Dance, einer Art fliegendem Teppich im Querformat, der seine vertikalen Runden ebenfalls in beeindruckendem Tempo vollzieht. Auch hier sind teils begeisterte, teils angstvolle Schreie der Fahrgäste zu hören, die sich gegen Ende der Fahrt bemühen, aus den mit Wasser gefüllten Becher in den Mündern wenig Flüssigkeit austreten zu lassen. Wem dies am besten gelingt, darf noch einmal umsonst mitfahren. Wie alle anderen Buden, Stände oder Fahrgeschäfte auf der Wermelskirchener Kirmes ist auch der Devil Dance bereits am frühen Nachmittag extrem gut besucht.

Kirmes lockt zahlreiche Besucher an

Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.
Auf der Kirmes in Wermelskirchen war einiges los.  © Doro Siewert

Den Vogel scheint der Auto-Scooter abzuschießen: Die Fahrfläche ist derart mit den Scootern gefüllt, dass ein reibungsloses Fahren nur selten gewährleistet ist. Aber das scheint den Fahrgästen nicht das Wichtigste zu sein. Jaqueline Schmidt aus Remscheid ist Chefin des Scooters und fasst ihre Eindrücke der ersten Kirmesstunden kurz und bündig in einem Wort zusammen: „Bombe“. Während sie dieses eine Wort ausspricht, haben sich drei neue Gäste in die Schlange der Wartenden eingereiht. „Ich mache das jetzt seit sechs Jahren“, sagt sie in einer der seltenen kurzen Ruhephasen, „aber Wermelskirchen habe ich noch nie so erlebt. Wir wussten schon, dass es gut werden wird, aber soooo gut . . . Nein, das konnte man nicht erwarten.“

„Bombe.“

Jaqueline Schmidt

Nebenher gesteht sie noch, dass sie den jugendlichen Gästen des Scooters noch nie so viel erklären musste, wie in diesem Jahr. „Viele kennen einen Scooter nicht und wissen nicht, was sie mit dem Chip machen müssen.“ Spricht´s und schiebt dem nächsten Fahrgast sechs Chips über den Tresen. Mitveranstalter Frank Schmidt, Vater von Jaqueline, ist ebenfalls mehr als zufrieden mit dem Besuch auf „seiner“ Kirmes. „Es kommt alles zusammen“, sagt er, „Das Wetter ist toll und man spürt, welchen großen Nachholbedarf die Menschen im Bergischen haben. Die sind so dankbar, dass wir eine Kirmes auf die Beine gestellt haben.“

Eine lange Schlange hatte sich am Eingang zur Kirmes gebildet. Der Sicherheitsdienst kontrollierte freundlich den 3G-Status.

Auf dem weiteren Rundgang über das Kirmesgelände fällt der Pink Date ins Auge, bestückt mit Riesenstofftieren, die sensible Hände unter Zuhilfenahme einer mechanischen Schere abschneiden und bei Erfolg behalten können. Das gemächlich seine Runden ziehende Kinderkarussell ist ebenso und ständig gut besucht wie die Stände, an denen man Hunger oder Durst stillen kann. Diese Kirmes scheint ein sehr großer Erfolg zu werden.

Hintergrund

Wer zur Wermelskirchener Kirmes und zum Krammarkt kommen möchte, muss sich an die 3-G-Regeln halten, deren Einhaltung vom sehr freundlichen Sicherheitspersonal überprüft wird. Auf dem Kirmesplatz gilt keine Maskenpflicht. Ein sehr ähnliches Konzept wird auf der Remscheider Kirmes gelten, die am 17. September beginnt. Frank Schmidt lobt die Zusammenarbeit mit der Stadt Wermelskirchen als „vorbildhaft“.

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