Wespen und Hornissen

Berater helfen beim Nest an der Dachrinne weiter

Wespen und Hornissen sind unterwegs hier auf dem Wiesenbärenklau.
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Wespen und Hornissen sind unterwegs hier auf dem Wiesenbärenklau.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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2022 war ein gutes Jahr für Wespen und Hornissen – Die Asiatische Hornisse ist auf dem Vormarsch.

Wermelskirchen. 2022 gab es eine Wespenplage. Und was hilft, uns die Insekten vom Leib zu halten? Kleine Wassersprüher können beispielsweise helfen. Dann haben die Wespen das Gefühl es regnet, und sie schwirren weg. Andere wiederum schwören darauf, beim Kaffeetrinken Kaffeesatz zu verbrennen. Das hält die Wespen fern.

Das Jahr 2022 war ein gutes Jahr für Wespen und Hornissen. Darin waren sich die ehrenamtlichen Hornissenberater- und -beraterinnen einig, die jetzt zu ihrem Abschlusstreffen im Veterinäramt zusammen kamen. So waren seit dem Frühsommer eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern zu beraten, bei welchen sich Wespen- oder Hornissen in allzu bedrohlicher Nähe niedergelassen und ihre Nester errichtet hatten. In den meisten Fällen konnten die Anruferinnen und Anrufer erfolgreich beraten werden und von der grundsätzlichen Friedfertigkeit dieser Tiere überzeugt werden. In anderen Fällen wurden die Insekten und ihre Nester mit Unterstützung durch die Ehrenamtlichen an weiter entfernte Plätze umgesiedelt.

Thema des Treffens war aber auch die fortschreitende Ausbreitung der Asiatischen Hornisse, die 2022 in einigen Kreisen und Städten Nordrhein-Westfalens erstmals gesichtet wurde. Es gelte daher auch im Rheinisch-Bergischen Kreis wachsam zu sein und sich auf das Eindringen dieser sogenannten invasiven Art vorzubereiten, rät der Leiter des Veterinäramtes, Dr. Thomas Mönig. „Der Klimawandel hat neben Zecken- und Stechmückenarten eben auch die Asiatische Hornisse im Gepäck. Wir müssen uns im Bergischen Land auf neue, bisher hier nicht heimische Arten einstellen,“ so Mönig. „Gerade mit Blick auf die Asiatische Hornisse ist es beruhigend, dass wir die besonderen Kenntnisse von 13 ehrenamtlich tätigen Sachverständigen nutzen können. Dem möglichst raschen Erkennen und Unterscheiden dieser Art von unserer heimischen Hornisse kommt dabei enorme Bedeutung zu. Ich bedanke mich daher herzlich für die geleistete Arbeit in 2022“.

Für den Artenschutz wardas Jahr 2022 erfreulich

Aus Sicht des Artenschutzes war das Jahr 2022 in Bezug auf das Vorkommen heimischer Wespen und Hornissen erfreulich. So konnte die heimische Hornisse bis in den Spätherbst hinein vielerorts beobachtet werden. Sie gehört zu den besonders geschützten Arten, es ist deshalb verboten, Hornissen oder deren Nester zu vernichten. Allerdings bringen Wespen- und Hornissennester gelegentlich Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern mit sich. Da es an geeigneten natürlichen Neststandorten wie Höhlungen in Bäumen mangelt, suchen sich die Tiere oftmals dunkle, geschützte Bereiche wie Dachböden, Geräteschuppen, Vogelnistkästen oder Rollladenkästen aus, um ihr Nest zu bauen. In diesen Fällen stehen die in Zusammenarbeit mit dem Kreisimkerverband Bergisch Land über das Kreisgebiet verteilten ehrenamtlichen Hornissenberaterinnen und -berater Betroffenen mit Rat und auch mit Tat zur Seite. Sie kennen Tipps für eine „gute Nachbarschaft“ und finden Lösungen, die Mensch und Tier berücksichtigen. „Die diesjährige Saison zeigt, wie wichtig und wertvoll die Beratungsarbeit für das Verstehen dieser Arten ist“ sagt Franziska Müller vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, die die Zusammenarbeit mit den ehrenamtlich Tätigen koordiniert. Im Jahr 2022 gab es mit 105 Einsätzen vor Ort und zahlreichen Telefonaten rund doppelt so viele Aktivitäten wie in den Vorjahren.

Weitere Auskünfte gibt das Veterinäramt telefonisch unter (0 22 02) 13 28 15.

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