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Neue Paketstation: DHL wirbt mit CO2-Einsparung

Eine Solar-Packstation ist jetzt am Obi-Baumarkt am Biberweg in Betrieb. Eine solche ist unlängst am Rathaus eröffnet worden.
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Eine Solar-Packstation ist jetzt am Obi-Baumarkt am Biberweg in Betrieb. Eine solche ist unlängst am Rathaus eröffnet worden.

Neue Packstation am Obi-Baumarkt am Biberweg.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Die Deutsche Post/DHL hat eine neue Packstation am Obi-Baumarkt am Biberweg 1 in Betrieb genommen. Die Kapazität des neuen, solarbetriebenen Automaten umfasst 75 Fächer. Kunden können dort ab sofort rund um die Uhr ihre Pakete abholen und vorfrankierte Sendungen verschicken.

Diese App-gesteuerte Packstation kommt ohne Bildschirm aus – sie funktioniert wie die kürzlich in Betrieb genommene Packstation am Rathaus (wir berichteten). Für die Nutzung benötigen Kunden lediglich die kostenlose „Post & DHL App“. Es ist mittlerweile die siebte Packstation in Wermelskirchen.

„Die Nutzung des kostenlosen Packstation-Services trägt zur Reduzierung von CO2-Emissionen sowie des Verkehrs innerhalb von Städten bei. Im Vergleich zu einer Haustür-Zustellung werden bei einer Packstationssendung bei der Auslieferung im Durchschnitt 30 Prozent CO2 eingespart“, betont die Pressestelle der Deutschen Post/DHL. Denn die Zusteller könnten pro Stopp an der Packstation mehrere Dutzend Pakete abliefern und abholen.

Die Packstationen befinden sich in der Regel an zentralen Orten des täglichen Lebens, wie zum Beispiel an Supermärkten, Tankstellen oder auf Firmengeländen. Ebenso spielen Wohnungsbaugesellschaften als Standortgeber in Wohngebieten eine Rolle. Im Rahmen einer Kooperation mit der Bahn baut DHL bis Ende 2023 800 Packstationen an Bahnhöfen auf. „Die DHL-Packstation ist ein Kernelement bei der Umsetzung einer nachhaltigen Logistik“, sagt Britta Töllner, Sprecherin der Deutsche Post/DHL Group.

Die App-gesteuerte Packstation benötigt kein Display, da der Kunde sie ausschließlich mit seinem Smartphone bedient. Ein Großteil der App-gesteuerten Packstationen ist mit Solarzellen auf dem Dach ausgestattet, sodass sich der neue Packstationstyp mit regenerativen Energien komplett selbst versorgen kann. „Da wir keine externe Stromquelle mehr benötigen, können wir diese DHL-Packstationen jetzt auch an Orten aufstellen, wo dies vorher nicht möglich gewesen wäre“, sagt Britta Töllner.

Bis 2023 will das Unternehmen die Zahl der Packstationen aufgrund der hohen Kundennachfrage auf mindestens 15.000 Packstationen erhöhen. Eine Anmeldung für den Packstation-Service ist unter www.dhl.de/packstation möglich. Für den Sendungsempfang an der App-gesteuerten Packstation benötigen Neukunden die „Post & DHL App“. Unter www.deutschepost.de/standortfinder können die Kunden im Internet alle Standorte der Packstationen abrufen.

Standpunkt von Susanne Koch: Nicht für alle zu nutzen

susanne.koch@rga.de

Die DHL-Packstationen sind eine Erleichterung für alle, die schlecht zu Hause zu erreichen sind. Und sie müssen über ein Handy verfügen, worauf sich die kostenlose Post & DHL-App herunterladen lässt. Das ist inzwischen für viele leistbar. Es gibt aber immer noch genug Menschen, die diese Technik noch nicht zur Verfügung stehen haben. Sie sind auf den Paketboten angewiesen, der das Päckchen nach Hause bringt.

Und: CO2 wird beim Ausliefern der Pakete aber am Ende nur dann eingespart, wenn die Kundinnen und Kunden ihrerseits auf die Autofahrt verzichten und zu Fuß zur Packstation gehen. Dafür müssen die Packstationen so aufgestellt werden, dass dies für die Frauen und Männer zumutbar ist.

Die Deutsche Post arbeitet weiter daran, dass die Zustellung von Paketen für alle am Ende eine zufriedenstellende Angelegenheit wird. Und die ist es erst wirklich, wenn alle Menschen mit Packstation und App klar kommen.

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