Beim Busfahren schützt die Maske

Viele Kinder fahren zur Schule mit dem Bus. Entsprechend herrscht im Innern zu den Stoßzeiten häufig Betrieb. Foto: Franziska Kraufmann/ dpa
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Viele Kinder fahren zur Schule mit dem Bus. Entsprechend herrscht im Innern zu den Stoßzeiten häufig Betrieb. Foto: Franziska Kraufmann/ dpa

RVK informiert über sein Hygienekonzept in der Pandemie

Von Anja Carolina Siebel

Der Aufschrei war bei vielen Menschen am Mittwochabend groß. Nach Verkündigung der Beschlüsse der Bundesregierung und der Minister über den erneuten Lockdown gab es neben Verständnis auch viel Kritik. Unter anderem sind die Schließungen für Gastronomen und Kulturschaffende vielfach nicht einzusehen, weil sie seit Monaten an schlüssigen Hygiene- und Abstandskonzepten gearbeitet hatten.

Eltern machten zudem ihrem Frust in den sozialen Netzwerken Luft. „Warum sollen unsere Kinder zusammen in Klassenräumen sitzen und später in überfüllten Bussen, während alles andere praktisch geschlossen ist“, lautete vielfach die Kritik.

Das Busunternehmen RVK äußert sich daraufhin auf Nachfrage zu ihrem aktuellen Konzept in der Region. „Bei der RVK gilt, wie auch bundesweit im öffentlichen Nahverkehr, die Maskenpflicht“, heißt es vonseiten des Verkehrsunternehmens. Die Mund-Nasen-Bedeckungen würden wie andernorts auch innerhalb des Öffentlichen Nahverkehrs effektiv helfen, die Träger selbst und vor allem andere Fahrgäste vor Infektionen zu schützen.

„Wenn es die Auslastung unserer Busse zulässt, sollten Fahrgäste dennoch nach Möglichkeit Abstand zu anderen Personen einhalten“, sagt RVK-Sprecherin Friederike Schneider. Die Busse würden regelmäßig gereinigt, derzeit jedoch besonders intensiv mit Blick auf alle Kontaktflächen in und am Bus.

„Aktuelle politische Entscheidungen werden bei uns immer berücksichtigt.“

Friederike Schneider, RVK

Schneider: „Außerdem achtet die RVK auf eine Frischluftzufuhr in Bus und Bahn, über Tür- und Fensteröffnungen sowie Klimaanlagen.“ Die in den Bussen inzwischen verbauten Trennscheiben am Fahrerplatz würden für den gegenseitigen Schutz und mehr Platz durch den Wegfall der vorher verwendeten Abtrennplanen sorgen.

„Der Ticketverkauf beim Fahrer ist möglich, aber wir empfehlen derzeit natürlich besonders den Handyticketkauf“, unterstreicht die Sprecherin.

In den Bussen der RVK werde über Ansagen, spezielle Bildschirme und über Plakate auf das derzeit vorgeschriebene beziehungsweise empfohlene Verhalten immer wieder hingewiesen.

Dazu gehört das Maskentragen als Pflicht, die Empfehlung nach Möglichkeit Abstand zu halten und das Niesen und Husten in die Armbeuge.

„Alle Schritte werden in Abstimmung mit unseren Aufgabenträgern getroffen“, berichtet Friederike Schneider. Das sei beispielsweise auch im Frühjahr so gewesen, als das Unternehmen während des Lockdowns vorübergehend den Betrieb des Bergischen Wanderbusses sowie des Fahrradbusses und des Spät- und Nachtverkehrs eingestellt hatte. Schneider: „Und es werden selbstverständlich die aktuellen politischen Entscheidungen und das Infektionsgeschehen berücksichtigt.“

Die Sprecherin räumt ein, dass morgens zur Rush-Hour die Nachfrage im ÖPNV am höchsten sei, denn nicht nur Schülerinnen und Schüler, sondern auch viele Berufspendler fahren dann zur Arbeit. Schneider versichert aber: „Wir setzen aktuell alle verfügbaren Busse und Fahrer ein. Zurzeit sind die Busse bei der RVK im Rheinisch-Bergischen Kreis aber sogar leerer als üblich, weil viele Fahrgäste ein verändertes Mobilitätsverhalten haben, zum Beispiel durch Nutzung eines Homeoffices“. Nach aktuellem Stand sei nicht davon auszugehen, dass das Kunden-Center und der Vordereinstieg wieder geschlossen würden. Wie auch in den Bussen wurden in den Kunden-Centern Trennscheiben verbaut.

Der VDV (Verband deutscher Verkehrsunternehmen) verweist im Übrigen darauf hin, dass weltweite Studien eine erhöhte Infektionsgefahr im ÖPNV widerlegen.

Mehr dazu unter www.besserweiter.de/busse-und-bahnen-sind-sicherer-als-gedacht.html

Beschwerden

Eltern hatten sich in der Vergangenheit öfter über volle Busse beschwert, die ihre Kinder nutzen müssen. Andreas Voß vom Schulamt betont dazu, dass die Stadt in stetem Austausch mit der RVK stehe. „Gerade zu den Linien nach Dabringhausen, Dhünn oder Tente gab es immer wieder Beschwerden. Die RVK haben das aber immer überprüft und eventuell nachjustiert, wenn etwas nicht gut lief“, sagt er.

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