Weihnachten

Beim Baum wird nicht gespart

Boris Flosbach, Inhaber von Weihnachtsbaum Klein, ist mit dem Absatz zufrieden.
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Boris Flosbach, Inhaber von Weihnachtsbaum Klein, ist mit dem Absatz zufrieden.

Die Verkäufer von Weihnachtsbäumen sind zufrieden mit dem Umsatz.

Von Theresa Demski

Wermelskirchen. Die ersten Besucher kamen schon am 12. Dezember: Mit Axt und Säge rückten sie in der Schonung von Boris Flosbach in Grünenbäumchen an und suchten sie ihren Traumbaum aus. Spätestens am vergangenen Wochenende herrschte dann Hochbetrieb. „Wir erleben überhaupt keinen Unterschied zu anderen Jahren“, sagt Boris Flosbach, Inhaber von Weihnachtsbaum Klein. Ob in den Schonungen in Grünenbäumchen, Hückeswagen oder Wipperfürth, wo die Menschen selber ihren Baum schlagen können, oder an den Verkaufsstellen wie in Stumpf: Der Weihnachtsbaumverkauf läuft.

„Wir machen das schon seit 50 Jahren“, sagt Boris Flosbach, „und am Baum haben die Menschen selten gespart.“ Schließlich sei er auch eher einer der günstigen Faktoren beim Weihnachtsfest. „In diesen Zeiten besinnen sich die Menschen wieder auf alte und vertraute Werte“, sagt er. Und zu Familie und Gemütlichkeit an Weihnachten gehöre eben auch der Baum.

Diese Erfahrung macht auch Jost Vollberg, der seit 3. Dezember in Emminghausen Bäume verkauft und bereits seit 26. November an der Bundesstraße in Tente: „Krisenzeiten sind Weihnachtsbaumzeiten.“ Die Zahlen seien stabil. Als Weihnachtsbaumverkäufer könne man dieses Jahr froh sein, überhaupt an die Zahlen der beiden vergangenen Jahre heranzukommen. Während Corona seien viele Familien über Weihnachten nicht in den Urlaub gefahren. Der Weihnachtsbaumverkauf habe während der Pandemie zugelegt. „Und auch in diesem Jahr erleben wir: Die Menschen machen es sich zu Hause schön“, sagt Jost Vollberg, „sie sparen nicht am Baum.“ Und selbst, wenn die Zahlen der Urlauber wieder zunähmen: Seit Beginn des Verkaufssaison Ende November laufe es gut.

Im Hof-Café war man zuerst etwas vorsichtiger

Das sei nicht unbedingt zu erwarten gewesen, sagt Philipp Koch vom Stein vom Hof-Café in Dhünn. Ab dem ersten Advent verkauft er Bäume in seinem Geschäft „Exclusiv Pflanzen“. Er habe in dieser Saison anfangs erst weniger Bäume eingekauft. „Wir waren etwas vorsichtiger“, erzählt Koch vom Stein. Dann aber sei der Verkauf genauso wie in anderen Jahren angelaufen. „Und wir haben Bäume nachgeholt“, erzählt er. Womöglich gebe es in diesem Jahr eine leichte Tendenz zu günstigeren Bäumen, erklärt er. Aber das sei mehr ein Gefühl. Denn es habe auch Kunden gegeben, die in diesem Jahr zum Beispiel auf Geschenke verzichten, sich dafür aber einen großen Baum gewünscht hätten. „Weihnachtsbaum und Festessen: Das scheinen aber zentrale Bestandteile des Festes zu sein“, sagt Philipp Koch vom Stein. Die Familie komme zusammen, auf Christbaum und Lichter werde dann nicht verzichtet.

Diesen Eindruck haben an den vergangenen Wochenenden auch der SV 09/35, die Caritas oder die Evangelische Kirchengemeinde in Tente gemacht: Sie boten Weihnachtsbaumverkäufe für den guten Zweck an. Ob am Gemeindehaus in Tente oder neben der katholischen Kirche: Schon in der ersten Stunde nach Verkaufsstart kamen viele Menschen und suchten sich ihren Lieblingsbaum aus. „In diesem Jahr scheinen vor allem die großen Bäume gefragt zu sein“, stellte Presbyter Stefan Klein fest. Auch beim Verkauf der Caritas waren nach anderthalb Stunden 75 der rund 100 Bäume verkauft – auch hier waren vor allem große Exemplare gefragt. Auch der SV 09/35 zählte im Dönges-Eifgen-Stadion einen neuen Rekord: Dort wurden mehr als 60 Bäume verkauft.

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