Beruf

Bei jeder Witterung draußen

Ken Runge von den Baumschulen Bosman sucht noch Azubis zum Baumschulgärtner im Bereich Produktion.
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Ken Runge von den Baumschulen Bosman sucht noch Azubis zum Baumschulgärtner im Bereich Produktion.

Baumschulen Bosman suchen Auszubildende.

Von Theresa Demski

Auf dem Feld blühen Wildblumen – grün, lila, blau. Beinahe bis zur Schallschutzmauer an der Autobahn reicht das Feld, daneben stehen Bäume in Reih und Glied. Es ist ein besonderer Platz zwischen Tente und Ellinghausen. In den Baumschulen Bosman werden aus kleinen Setzlingen stattliche Bäume, während die Wildblumen den Boden vorbereiten.

Ken Runge, Ausbilder im Bereich Produktion, neigt allerdings nicht dazu, seinen Beruf zu romantisieren. „Mich hat damals vor allem die Technik gereizt.“ Und dann spaziert er weiter zu dem großen Hof in Ellinghausen, in dem die schweren Geräte der Baumschulen stehen. Ballenschneider, moderne Traktoren, ein Ladekran. „Wir haben einen modernen Maschinenpark, der bringt enorme Arbeitserleichterungen mit, wenn er richtig genutzt wird.“ Aber, da beschönigt Ken Runge nichts: „Wir sind das ganze Jahr draußen – egal bei welchem Wetter.“

Und das schreckt viele junge Leute ab. Also haben die Baumschulen Bosman es schwer, im Bereich Produktion motivierte Azubis zu finden. Wer nach dem Bewerbungsgespräch zum obligatorischen Praktikum kommt, bleibe leider oft nur ein paar Tage. „Das hat auch damit zu tun, dass unser Beruf vielen jungen Leuten gar nicht bekannt ist“, sagt Runge. Deswegen fällt er häufig vor allem denen in den Blick, die in der Not nach jedem Strohhalm greifen, weil sie sich zu spät um einen Ausbildungsplatz gekümmert haben. Das verspreche meist keine Erfolgsgeschichten, sagt Runge.

Wer allerdings wirklich interessiert sei an der Arbeit als Baumschulgärtner in der Produktion, der bekomme bei Bosman eine Chance. „Da kommt es dann nicht auf Noten an“, sagt Runge. Er habe die Erfahrung gemacht: Wer wirklich Lust auf diesen Beruf habe, der lerne auch im Handumdrehen die 400 botanischen Namen für die Prüfung. Ein Hauptschulabschluss reiche für eine Bewerbung völlig – wenn die Motivation und ein bisschen handwerkliches Geschick vorhanden seien.

Baumschulgärtner in der Produktion begleiten die Bäume in ihrem Wachstum. Die Geschichte beginnt mit Setzlingen, die ihren Platz auf den Feldern der Baumschule bekommen. Nach drei bis fünf Jahren werden die jungen Bäumchen verkauft oder verpflanzt. Über die Jahre müssen sie gepflegt und gehegt und immer mal wieder versetzt werden. Der Beruf sei übrigens nicht nur für Männer interessant. Dank der modernen Maschinen könnten auch Frauen die Arbeit auf den Feldern erledigen.

Bewerbung: Unterlagen können Bewerber per Post senden: Baumschulen Bosman, Beutelshufe 30 in 42929 Wermelskirchen.

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