Wermelskirchen

Bei den Händlern herrscht Verwirrung

Shoppen vor Ort in den Geschäften – das könnte schon bald wieder vorbei sein. Foto: Roland Keusch
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Shoppen vor Ort in den Geschäften – das könnte schon bald wieder vorbei sein.

Einkaufen mit Schnelltest oder nur mit einem Klick zum Termin

Von Anja Carolina Siebel

Im Einzelhandel herrscht weiterhin große Verwirrung. Was ist denn nun erlaubt und was nicht? Müssen wir ab einer Inzidenz von 100 wieder komplett schließen oder wendet unser Kreis oder unsere Stadt die Teststrategie an? Das sind Fragen, die sich Unternehmer derzeit gehäuft stellen.

André Frowein, Vorsitzender des Wermelskirchener Stadtmarketingvereins WiW, ist deshalb richtig sauer. „Natürlich werden vor allem wir als für den Handel auch verantwortlicher Verein jetzt ständig gefragt, wie denn nun die aktuelle Regelung ist“, berichtet Frowein. „Wir können das aber auch nicht beantworten, weil wir weder von der Stadt noch vom Kreis eine gesicherte Information dazu haben.“ Für die Händler sei vor allem bitter, dass sie nicht vorausplanen können. Entsprechend keine Personalplanung und keine Kalkulation von Ware vornehmen können.

Der Rheinisch-Bergische Kreis hatte am vorigen Sonntag mitgeteilt, dass aufgrund der an diesem Tag noch bestehenden Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Corona-Fällen die Regelung, die seit dem 8. März besteht, erst einmal bestehen bliebe. Das heißt unter anderem: Geschäfte dürfen öffnen, Kunden müssen vor dem Einkauf aber einen Termin machen. Bis Karsamstag, so teilte der Kreis weiter mit, soll diese Regelung kreisweit bestehen bleiben.

Seit gestern ist die Inzidenz auch in Rhein-Berg über 100

Seit gestern ist nun die Sieben-Tage-Inzidenz auch in Rhein-Berg auf über 100 Fälle geklettert. Und es bliebt Ratlosigkeit. Zumal immer noch in Frage steht, ob anhand einer Teststrategie trotz höherer Inzidenz ab kommenden Montag die Öffnungen weiter möglich sind oder nicht.

Remscheid hatte am Montag die sogenannte Notbremse gezogen und erst einmal alles wieder geschlossen. Im Bezirk der Industrie- und Handelskammer (IHK) Köln hatte die Stadt Köln als einzige Gebietskörperschaft besagte Notbremse gezogen.

IHK-Präsidentin Dr. Nicole Grünewald dazu: „Wir können es unseren Händlern nicht mehr erklären, weshalb Leverkusen, der Rhein-Erft-Kreis und der Oberbergische Kreis auf die Teststrategien vertrauen und damit im Handel ‚Click & Meet‘ möglich machen – und Köln nicht.“ Vollkommen unverständlich sei dies vor dem Hintergrund, dass sich Köln wie auch Wermelskirchen zeitgleich als Modellregion genau um diese Strategie bewerbe. Städte, die alle Geschäfte geschlossen hielten, hätten dann einen deutlichen Wettbewerbsnachteil gegenüber jenen, die mit einem tagesaktuellen Schnelltest den Kunden das Einkaufen vor Ort ermöglichen würden.

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