Schutzmaske

Bedürftige bekommen kostenlos medizinische Masken

Medizinische Masken sind vielerorts ein Muss. Foto: Friso Gentsch/dpa
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Medizinische Masken sind vielerorts ein Muss.

Kreis und Land stellen für den Rheinisch-Bergischen Kreis mehr als 100.000 medizinische Mund-Nase-Bedeckungen zur Verfügung.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Bedürftige Menschen in der bergischen Region sollen in den kommenden Tagen kostenlose medizinische Gesichtsmasken aus Beständen des Landes Nordrhein-Westfalen bekommen. Das teilt die Verwaltung des Rheinisch-Bergischen Kreises jetzt mit.

Das Land stellt laut Mitteilung für den Rheinisch-Bergischen Kreis 59.000 Exemplare „als kurzfristige Hilfe“ zur Verfügung. Zielgruppen seien insbesondere Empfängerinnen und Empfänger von Sozial- oder Arbeitslosenhilfe sowie Berechtigte nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, schreibt die Kreisverwaltung. Um eine rasche und unbürokratische Verteilung zu gewährleisten, würden indes keine spezifischen Vorgaben gemacht. Das vorhandene Kontingent würde zudem vonseiten des Kreises um weitere 50.000 Masken aufgestockt.

„Dem Krisenstab ist es wichtig, dass mit dieser Maßnahme auch Menschen erreicht werden, die vielleicht nicht offiziell Leistungen beziehen, aber dennoch von finanziellen Engpässen betroffen sind. Auch sie bedürfen unserer Unterstützung und Solidarität“, erklärt der Leiter des Krisenstabs im Kreis, Dr. Erik Werdel.

Der Kreis engagiere sich seit Monaten initiativ für den Gesundheitsschutz Bedürftiger. Ende November 2020 wurden etwa bei der kreisweiten Kampagne „Corona braucht kein Mensch!“ insgesamt 13.000 medizinische Mund-Nase-Bedeckungen an alle Tafeln im Kreis ausgegeben.

Kreis spendete Masken an die Tafeln

Und aufgrund der aktuellen Entwicklung der Corona-Schutzverordnung wurde jüngst noch einmal nachgesteuert: Mit der Neufassung der Schutzverordnung seit dem 25. Januar haben Bund und Länder eine Pflicht zum Tragen von OP- oder FFP2-Masken im öffentlichen Personenverkehr und in Geschäften festlegt. „Bereits am 28. Januar 2021 ließ der Krisenstab deshalb den Tafeln in der Region weitere 26.000 Stück zukommen“, schreibt der Kreis jetzt noch einmal. 42.500 Masken seien zeitgleich für das Netzwerk Wohnungslose bereitgestellt worden, um auch sie mit den nötigen Utensilien zu versorgen.

„Der Rheinisch-Bergische Kreis hat damit im Vorfeld sofortige Hilfe geleistet und organisiert nun auch die Verteilung der Materialien des Landes“, so Dr. Erik Werdel. Aktuell laufe die Organisation der Verteillogistik. Voraussichtlich Ende dieser Woche solle der Kreis das Schutzmaterial erhalten, welches er dann an die Kommunen weiterleiten würde. Dazu soll aktuell ein Verteilschlüssel erstellt werden. Die kreisangehörigen Städte und Gemeinden werden die Masken anschließend eigenverantwortlich über ihre kommunalen Strukturen der Daseinsvorsorge ausgeben.

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