Die Woche von Karsten Mittelstädt

Die Bedeutung der Balkantrasse darf nicht unterschätzt werden

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  • Karsten Mittelstädt
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Wie lange dauert das denn? Warum bekomme ich von der Stadtverwaltung keine Antwort?

Warum dauern Vorhaben in Wermelskirchen immer so lange? Es gibt viele Anlässe für Bürger sich über die Stadtverwaltung zu ärgern. Doch manches wird erst deutlich, wenn man hinter die Kulissen schaut. Günter Müller und seine Kollegen arbeiten eher im Hintergrund. Die Ergebnisse, die sie vorlegen, kommen aber vielen Bürgern zugute. In Wermelskirchen kann man jederzeit sehen, wo, welche Baustellen geplant sind oder noch andauern. Das ist meistens aktuell und ein Verdienst von Günter Müller. Er ist Geo-Informatiker, ein Berufsbild, mit dem viele nichts anfangen können. Doch seine Arbeit wird immer bedeutender. In der immer größer werdenden Informationsflut, die auf die Menschen hereinprasselt, sorgt er dafür, dass trockenes Zahlenmaterial visuell aufbereitet wird. Ein komfortables Angebot nicht nur für Bürger, die sich die Karten über das Geo-Portal der Stadt anschauen können, sondern auch für Kommunalpolitiker als Entscheidungshilfe. Müllers Arbeit, über die wir Anfang der Woche berichteten, ist nur ein Beispiel dafür, was im Rathaus geschieht, aber außerhalb kaum wahrgenommen wird.

Niemand will den Radweg auf der Balkantrasse aufgeben. Das sagten sowohl Bürgermeister Rainer Bleek als auch CDU-Fraktionsvorsitzender Christian Klicki, der die Diskussion über ein alternatives Verkehrsmittel in Richtung Köln und/oder ins Bergische Städtedreieck Wuppertal, Remscheid, Solingen in Gang gebracht hat, nach dem WGA-Bericht über den zunehmenden Radverkehr auf der Trasse. Fest steht, Schiene und Radweg parallel, das geht nicht. Damit ist die Idee aber noch nicht gestorben. Im Zuge des Integrierten Entwicklungs- und Handelskonzeptes wird an Klickis Idee weitergearbeitet. Welche Bedeutung die Trasse mittlerweile hat, zeigt sich an den Zahlen, die die Stadt Remscheid vorlegen kann. Auf der Balkantrasse, an der Stadtgrenze zwischen Wermelskirchen, wurde eine zweite Zählanlage aufgebaut. Erste Zahlen konnten Remscheids Stadtsprecherin Viola Juric nennen. Über einen Zeitraum von zwei Monaten wurden Radfahrer und Fußgänger gezählt. 61 Prozent der Nutzer waren Radfahrer, 39 Prozent Fußgänger. Täglich fuhren 602 Radfahrer dort über die Trasse – in der Woche weniger (478 Radler), am Wochenende waren es durchschnittlich 920 Radfahrer. In Spitzenzeiten überquerten 150 Radfahrer die Zählstelle innerhalb einer Stunde. Überraschend viele Fußgänger nutzen die Trasse. 386 Fußgänger waren es im Durchschnitt. Auch hier waren es am Wochenende (547) mehr Fußgänger als in der Woche (323).

TOP Die Verbindungstreppe Kölner Straße/Telegrafenstraße soll wieder freigegeben werden.

FLOP Dreiste Einbrecher im Wohngebiet Am Ecker.

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