Anstehende Sperrung

Baustelle an der L 101 sorgt für Frust

Anwohner und Anlieger der L 101 trafen sich mit Vertretern von Stadt und Straßen NRW im Rathaus.
+
Anwohner und Anlieger der L 101 trafen sich mit Vertretern von Stadt und Straßen NRW im Rathaus.

Genervte Anwohner trafen sich zu einer Fragestunde im Rathaus.

Von Anja Carolina Siebel

Die Dabringhauser sind wegen der anstehenden Sperrung der L 101 in Aufruhr. Das zeigte sich wieder bei einer Anwohnerfragestunde, zu der die Verwaltung und die Projektleiter des zuständigen Landesbetriebs Straßen NRW eingeladen hatten. „Ganz bewusst“, sagte Bürgermeisterin Marion Lück. „Um vielleicht schon einige unsichere Punkte aus dem Weg räumen zu können und ins Gespräch zu kommen.“

Nach ruhigen Gesprächen war den meisten Anwesenden, die zum Teil auch aus Dhünn oder Kreckersweg angereist waren, indes nicht zumute. „Sie hängen ein ganzes Dorf für zwei Wochen praktisch ab, das ist kein Pappenstiel“, sagte eine Anwohnerin, die namentlich nicht genannt werden möchte. Fakt ist: Auf einer Strecke von fünf Kilometern wird Straßen NRW ab dem 4. Juli die Landstraße 101 zwischen Stumpf und Dreibäumen grundlegend sanieren. „Das bedeutet: Wir erneuern nicht nur die obere Schicht“, sagte der Projektleiter, „sondern wir arbeiten tiefgründig.“ Die Straße werde bis auf 30 Zentimeter Tiefe ausgekoffert und wieder neu aufgebaut.

Unterteilt wird die Bauzeit in drei Phasen. Die ersten beiden, von Stumpf bis Sonne und von Sonne bis Habenichts, sollen laut Planung in den kommenden zehn Wochen abgearbeitet werden. Der Abschnitt von Habenichts bis Dreibäumen ist dann im kommenden Frühjahr dran.

Wie vielfältig die Probleme der Anlieger und Anwohner, vor die sie die Baustelle ab Anfang Juli stellen wird, sind, zeigte sich während der Fragestunde bald. Petra Volmer, die einen Pflegedienst in Dabringhausen betreibt, schilderte zum Beispiel, dass sie Probleme hätte, korrekte Dienstpläne für die kommende Zeit zusammenzustellen. „Meine Mitarbeiter haben genaue Tourenpläne. Die können wir ja jetzt gar nicht fertigstellen.“

Gewährleistet sei natürlich, dass Anwohner und Anlieger, die dringend zu den Häusern im Baugebiet müssen, ihre Ziel auch anfahren können, sagte Stefan Böhm von Straßen NRW. Das müsse indes mal aus Richtung Stumpf, mal aus Richtung Habenichts geschehen. Böhm bot an, dass Betroffene wie Petra Volmer sich direkt mit den Projektleitern oder der Baufirma dazu abstimmen könnten.

Arbeitssicherheit ist ein entscheidender Aspekt

Das bot er auch Torsten Mühlinghaus an. Der Ortsbauer hat seinen Hof in Dreibäumen, muss aber mehrfach in der Woche zu seinen Ländereien und somit Umwege fahren. „Ich habe mal errechnet, dass ich insgesamt etwa 90 Umfahrten durch die Baustelle haben werde. Das sind rund 120 Stunden, die ich länger unterwegs bin.“ Mühlinghaus fragt sich, ähnlich wie Friedel Burghoff und Frank Jäger aus Dhünn, warum nicht an bestimmten Stellen die Straße für die Bauzeit verbreitert werden könne und somit keine komplette Vollsperrung nötig wäre. „Wir hätten ihnen unseren Vorschlag auch gern früher unterbreitet“, wetterte Friedel Burghoff. „Aber die Kommunikation war von Anfang an denkbar schlecht.“

So schwer es den Anliegern auch falle: Eine andere Möglichkeit als die Vollsperrung sehe der Landesbetrieb derzeit nicht. Das betonten sowohl Baustellenkoordinator Stefan Böhm als auch Abteilungsleiter Mohammed Aboudahab. An der Kommunikation wolle man aber arbeiten. „Es ist möglich, Zeitfenster herauszuarbeiten, während denen Durchfahrten von Landfahrzeugen erlaubt sein könnten“, räumte Mohammed Aboudahab ein. Auch mit der Feuerwehr gebe es nach langen Debatten Regelungen. Arbeitssicherheit sei indes auch ein wichtiger Aspekt, betonten die Projektleiter. Und die sei eben nur mit einer Vollsperrung gewährleistet.

Haltestellen entfallen

Die RVK teilen mit, dass die Buslinien 263 und 265 während der Bauphase eine Umleitung fahren. Wie das Busunternehmen mitteilt, entfallen jeweils in beide Richtungen die Haltestellen Kreckersweg, Pantholz, Sonne, Stumpf, Arbeitsagentur und Finkeholl. Für Stumpf soll es eine Ersatzhaltestelle in Grunewald geben. Alle anderen Haltestellen entfallen laut Mitteilung der RVK ersatzlos. Informationen über den Schülerverkehr zwischen Sonne und Arbeitsagentur will das Unternehmen gegen Ende der Sommerferien veröffentlichen.

Weitere Informationen online: www.rvk.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Rat spricht sich für Ämter-Wechsel aus
Rat spricht sich für Ämter-Wechsel aus
Rat spricht sich für Ämter-Wechsel aus
Das lange Warten auf den Kreisverkehr
Das lange Warten auf den Kreisverkehr
Das lange Warten auf den Kreisverkehr
Politiker stimmen für Rhombusquartier
Politiker stimmen für Rhombusquartier
Politiker stimmen für Rhombusquartier
Unfall mit Motorrad - Landstraße bei Halzenberg war gesperrt
Unfall mit Motorrad - Landstraße bei Halzenberg war gesperrt
Unfall mit Motorrad - Landstraße bei Halzenberg war gesperrt

Kommentare